Mittwoch, 1. Februar 2017

Road to ..."Dr." #1: Interviews gestartet

Hallo zusammen,

eigentlich sollte dieser Blogpost bereits im Januar erscheinen, nun leider mit knapper Verspätung von ca. 9 Stunden, aber gut - ich hoffe ihr verzeiht dies noch einmal ;) Keine Angst, ein inhaltlicher Post kommt in den nächsten Tagen auch noch.

Wie schon im letzten Jahr angekündigt, wird es neben den eigentlichen praktisch-orientierten Fundraising-Ideen, sowie der Artikelserie "Behind the scenes" ab sofort auch Beiträge über meine Doktorarbeit geben. Ich habe mich dazu entschlossen, da die Doktorarbeit natürlich einen Großteil meiner freien Zeit in Anspruch nimmt, ich selbst sehr gerne andere Blogs zum Thema Doktorarbeit lese und ich glaube, dass aufgrund der inhaltlichen Nähe zum Fundraising viele Aspekte für Euch sehr spannend werden. Gerade aufgrund der Überschneidung habe ich mich auch zunächst dagegen entschlossen, einen separaten Blog zur Doktorarbeit zu machen, sondern binde dies hier ein. Außerdem liegt ja über ein Jahr der Reise schon hinter mir, sodass ich darauf nur eingehe, an Stellen an denen es auch für Fundraising Solutions / Fundraising im Sport interessant ist. Ihr könnt ja am Ende mal Feedback geben, wie ihr dies findet oder wie ihr das Format lieber hättet.

Soviel schon mal vorab: Ich freue mich sehr über Feedback dazu, solltet ihr dies gut finden - oder eben auch, wenn ihr diese Artikelserie nicht haben wollt oder Anmerkungen habt.

Nun aber los:
Nachdem das erste Jahr der Doktorarbeit vor allem dadurch gekennzeichnet war, Literatur zum Thema Crowdfunding, Fan-Loyalität sowie Fan-Anleihen zu sichten um mir unter dem Arbeitstitel "The financial implications of crowdfunding by German association football clubs" ein grobes Bild zu verschaffen, konnte ich nun im Januar endlich mit der Datenerhebung anfangen. Obwohl letztendlich eine große quantitative Umfrage zu den Hauptergebnissen leiten soll, führe ich aktuell Experteninterviews mit Fans und Club-Managern durch, um deren Haltung zum Crowdfunding im Fußball herauszufinden. Trotz der vielen Arbeit, die Interviews verursachen (gerade im Nachgang - die Wissenschaftler unter Euch wissen was ich meine, ich sage nur Transkripts), waren die ersten Eindrücke bereits sehr spannend. Zwischen den Ligen ist ein großes Gefälle, auch hinsichtlich finanzieller Einschätzungen und dem Professionalisierungsgrad - also nicht nur im sportlichen Bereich. Während die unteren Ligen mit den 2,5 Millionen Euro, die laut Kleinanlegerschutzgesetz ohne Prospektpflicht über Crowdfunding erzielt werden können, mega glücklich wären, ist dies für die 1. Bundesliga eine Summe, die bilanziell keine Rolle spielt und die den Aufwand einer Kampagne nur im bedingten Maße rechtfertigen würde. Des Weiteren merkt man auch, dass Crowdfunding zwar allen in gewisser Weise geläufig ist, aber die konkreten Prozesse dahinter, Limitationen sowie Gestaltungsmöglichkeiten etc. sind nur teilweise bekannt.

Bereits die ersten Interviews haben mir viele Eindrücke und interessante Gespräche ermöglicht und ich freue mich sehr auf die weiteren Gelegenheiten. Gerade in der Sportbranche sind diese Netzwerke, die sich im Zuge der Kontaktaufnahme ergeben, ein großes Geschenk und ich freue mich auf die vielen weiteren Interviews und Ideen, die dadurch zustande kommen. Mindestens 10 weitere Club-Interviews sowie 10-15 Interviews mit Fans sind noch geplant.

Mit dem Start der Interview beginnt bei der Doktorarbeit eine neue Phase und ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass das Jahr 2017 ein sehr spannendes wird, wenn ich an die vielen empirischen Daten denke, die ich in den nächsten Monaten erheben und auswerten darf. Es werden stets neue Fragen aufgeworfen und man bekommt neue Gedanken, die sich gar nicht alle in diesem Rahmen umsetzen lassen. Also Futter für weitere Forschungen, Analysen und Veröffentlichungen habe ich jetzt schon mal fleißig gesammelt.

Im Rahmen dieser Artikelserie "Road to..."Dr." werde ich sicherlich auch immer mal wieder um Eure Meinung bitten oder Gedanken zu den Interviews und Ergebnissen hier veröffentlichen. Seid also gespannt und beteiligt Euch rege an den Diskussionen. Ich freue mich auf dieses neue Format, und hoffe ihr habt daran genauso viel Spaß wie ich.

Viele Grüße
Maria

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