Donnerstag, 29. Juni 2017

Road to ..."Dr." #2: Interviews und Workshops

Hallo zusammen,

ja es ist mal wieder etwas ruhiger auf dem Blog und daher hier mal ein Update über meine aktuellen Tätigkeiten. Grund dafür sind neben privaten Angelegenheiten, vielen Projekten auf der Arbeit, vor allem auch die Konferenzen und Doktoranden-Workshops an denen ich aktuell teilnehme.

So war ich vor 2 Wochen in Glasgow auf dem EURAM Doktoranden-Seminar und bin heute und morgen in Düsseldorf auf dem Nachwuchsforscher-Workshop des Arbeitskreises Sportökonomie.

Es ist unglaublich spannend, sich mit anderen Doktoranden zum eigenen Thema auszutauschen, auf der EURAM zum Beispiel haben wir in Kleingruppen mehrere Stunden unsere weitere Strategie gesprochen. Die Herausforderung beim Arbeitskreis ist für mich beispielsweise die Präsentation meines Themas in Deutsch, da ich grundsätzlich nur in Englisch daran arbeite. Die Interviews sind zwar in Deutsch, aber ansonsten habe ich die gesamte Methodik auf Englisch erarbeitet.

Ende Juli bin ich dann noch für eine Woche auf der Summer School meiner englischen Universität, um dort nochmal tiefer in die Statistik, Datenerhebung, Auswertung, Philosophie etc. einzusteigen. Darauf freue ich mich sehr, allerdings sind die Anforderungen und Vorbereitungen sehr zeitintensiv, da man einiges an Vorarbeit zu leisten hat.

Ich kann nach den bisherigen Erfahrungen nur jedem empfehlen, diese Art Workshops mitzunehmen und daran teilzunehmen. Zum einen ist man "gezwungen" bis zu einem bestimmten Datum etwas zu tun, zum anderen lernt man unheimlich viel was  die allgemeinen Inhalte zu Forschungsfragen angeht und man hat zusätzlich den Austausch mit Gleichgesinnten.

Gerne berichte ich auch nochmal genauer über die einzelnen Workshops und Inhalte, aber dies wäre dann nur eine Randnotiz hier auf dem Blog, schließlich soll das Fundraising für Sportvereine im Mittelpunkt stehen.

Viele Grüße
Maria

Donnerstag, 11. Mai 2017

Recap #dfk17 - Willkommen in Kassel!

Hallo,

wie letzte Woche schon angekündigt, gibt es nun nach und nach Input auf dem Blog vom Deutschen Fundraising Kongress 2017. Dieser Post ist zunächst einmal der allgemeine Recap, der eigentlich schon für Anfang der Woche geplant war, aber irgendwie war es dann über Nacht schon wieder Donnerstag.

In meinem letzten Beitrag habe ich ja bereits schon ein paar Punkte angesprochen. Zunächst einmal konnte ich aufgrund der kürzeren Entfernung nun am Mittwochmorgen anreisen. Und ein großes Lob an dieser Stelle an die Deutsche Bahn und den Kassler Nahverkehr, das hat super geklappt. Um 9 Uhr war ich bereits im Hotel, 50m entfernt vom Kongress-Palais. Übrigens...verglichen mit Berlin in den Vorjahren wirkte die Location allemal eindrucksvoller und pompöser. Inwieweit dies relevant ist, kann jeder für sich entscheiden. Aber schön war es allemal.


Auch von innen bietet das Kongress Palais so ziemlich alles, was das Fundraiser-Herz begehrt. Inwieweit die einzelnen Sponsoren mit ihren Ständen und vor allem der Bewegungsfreiheit zufrieden waren, mag ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Etwas merkwürdig fand ich persönlich den abgesperrten Bereich im hinteren Teil, dieser große leere Raum mit Stühlen und Tischen hätte sich aus meiner Sicht (und der einiger Kollegen) gut für ein paar Sitzgelegenheiten während des Mittagessen angeboten (zumal die Stehtische diesbezüglich nicht wirklich ausreichten), aber das nur am Rande. Für mich als weibliche Teilnehmerin war das einzig negative an der Location, die Gefahr der Orientierungslosigkeit. Ich glaube bis zum letzten Tag habe ich im 1. Stock nicht verstanden, wo welcher Saal genau liegt und welcher Aufgang mich am schnellsten dorthin bringt, aber lassen wir das Thema beiseite und kommen zu den Inhalten. 

Nachdem ich ja am Vortag noch gegrübelt hatte, welchen Workshop ich besuchen sollte, habe ich mich für "Unterstützung durch Unternehmen -vom Bitten zum Bieten: CSR für NGOs" von Hugo W. Pettendrup (HP-FundConsult) entschieden und war im Nachhinein sehr zufrieden damit. Ein genauer Beitrag dazu folgt noch, soviel vorab zur Kernbotschaft: NGOs müssen sich auch gezielt überlegen, was außer Geld sie denn von Unternehmen noch bekommen können, und ist dies nicht teilweise sogar wertvoller? Dazu habe ich übrigens auch schon einmal einen Post zu pro bono Leistungen und einen allgemeinen Artikel geschrieben, in dem ich in Grundzügen erklärt habe, wie wichtig es ist, bei Unternehmenskooperationen über die finanziellen Möglichkeiten hinweg, kreativ zu sein. 

Nach dem Workshop habe ich mir den Nachmittag "frei" genommen, mich mit sehr guten Freunden in Kassel getroffen und mir die Highlights des Bergparks zeigen lassen. 



Auf dem #dfk17 ging es für mich also erst am Donnerstagmorgen weiter. Somit kann ich zur Podiumsdiskussion zum Thema "Emotionale Berichterstattung" auch kein Feedback geben. Was ich aber von den anderen Teilnehmer/-innen gehört habe, klang im Großen und Ganzen recht positiv. Dies ist den Veranstaltern also auf jeden Fall besser gelungen als im Vorjahr.

Die Eröffnungs-Keynote von Dr. Tillmann Bendikowski um das Thema Helfen hat mir persönlich gut gefallen. Dabei wurde die Kultur des Helfens einmal aus historischer Sicht betrachtet und nochmal ein Rückblick auf das "humanitäre Sommermärchen 2015" gewagt. Ein kurzer Exkurs in die Mitleidsdebatte (Nietzsche lässt grüßen) sowie die Übertragung der Geschichte des Barmherzigen Samariters in die heutige Zeit waren ebenfalls Teil dieses überraschend anders gestalten Beitrags. Dabei fand ich persönlich auch den Hinweis "auch Nicht-Christen helfen, Helfen ist kein christliches Phänomen" sehr interessant und wichtig, auch wenn dies eigentlich logischer Menschenverstand sein sollte. 

Danach beginnen die einzelnen Seminare. Etwas enttäuscht war ich von "Zahlungsmethoden der Zukunft". Diesbezüglich hatte ich mir etwas mehr erhofft. Sind doch NFC, Apple Pay, paydirekt und Co. schon lange Gegenwart oder zumindest sehr nah an der Umsetzung und somit weit weg von einem Zukunftstrend. Die angerissene Thematik Blockchain hingegen hätte ich sehr gerne vertieft. Das wäre interessant gewesen, denn damit lassen sich zukünftig Prozesse zwischen Spender und NGO ganz anders abbilden. So meine unfundierte Hypothese.

Ein neues Format "Germany's Next Fundraising Trends by Sozialmarketing.de" hat den #dfk17 im Sturm erobert. Unterhaltsam mit kurzen informativen Fundraising-Trends, vorgetragen von sympathischen Kolleg/-innen. Ich bin gespannt, was sich das Team rund um Sozialmarketing.de im nächsten Jahr einfallen lässt. Team Weiß hat übrigens nur gewonnen, weil Nico von Altruja mit seinem Beitrag das Publikum begeistert hat. Davon bin ich fest überzeugt. 

"Neues aus der Fundraising-Forschung" von Jörg Eisfeld-Reschke und Kai Fischer gab es bereits zum 3. Mal als Seminar beim DFK. Und ich muss sagen, ich habe alle drei davon besucht und fand es nach wie vor spannend. Dies mag nun darin liegen, dass ich selbst in der Wissenschaft arbeite, aber generell haben die vorgestellten Studien auf jeden Fall Relevanz und das Format des Workshops regt zum Diskutieren an. Den Hinweis, dass in Deutschland weiterhin empirische Daten zum Fundraising fehlen, habe ich wohlwollend zur Kenntnis genommen. Bleibt doch so noch genug Spielraum für meine wissenschaftlichen Tätigkeiten nach der Doktorarbeit.

Am Donnerstagabend fand traditionell die Gala mit der Verleihung des Deutschen Fundraising-Preises statt. Emotional bewegt und hängen geblieben von den Preisträgern ist bei mir vor allem der Preis für "herausragendes persönliches Engagement", der posthum an Jonathan (Johnny) Heimes verliehen wurde. Seine Kampagne DU MUSST KÄMPFEN ist ein herausragendes Beispiel für den Kampf gegen Krebs. Ich habe vor auch dazu einen separaten Post zu machen, da ich zuletzt einiges über dessen Kampagnen zusammen mit SV Darmstadt 98 gelesen habe. Johnny steht wie kaum ein anderer für das Zusammenspiel von Sport, Leidenschaft und einem enormen persönlichen Engagement für andere in einer so schwierigen persönlichen Lebenssituation, sodass ich sehr froh bin, dass dies auch im Rahmen des Deutschen Fundraising Kongresses gewürdigt wurde. 

Am Freitag hat mir am besten der Beitrag von Dr. Martin Kasper gefallen, der Stifter von childaid network, einer Stiftung aus Königstein. Dieser hat sehr authentisch davon berichtet, was seine Stiftung mit viel ehrenamtlichen Engagement, einer klaren Vision und kontinuierlicher Arbeit innerhalb kürzester Zeit bereits erreicht hat. Daran können sich andere Organisationen ein Beispiel nehmen. Übrigens, Dr. Martin Kasper war auch einer der Gesprächspartner von Maik Meid, der in diesem Jahr mit dem Fundraising Radio live vom Deutschen Fundraising Kongress berichtet hat. Die einzelnen Folgen können als Podcast auch jetzt im Nachhinein noch angehört werden. Das lohnt sich auf jeden Fall.

Die Abschluss-Keynote von Daniel Röder, dem Initiator von Pulse of Europe, war ein gelungener Aufruf gemeinsam für Europa einzustehen und hat ja zumindest in Frankreich am Sonntag schon einmal Wirkung gezeigt.

Das soll es jetzt zunächst einmal mit dem kurzem allgemeinen Recap gewesen sein.

Ich freue mich auch in den nächsten Beiträgen immer wieder auf den #dfk17 Bezug nehmen zu können.

Wie sieht es mit Euch aus? War von Euch auch jemand auf dem #dfk17 und wenn ja, was hat Euch am meisten gefallen?

Viele Grüße
Maria

Dienstag, 2. Mai 2017

Alle Jahre wieder ... #DFK17

Liebe Leser/-innen,

schon fast traditionell könnte man sagen, kommt für meinen Blog nun die "wichtigste" Zeit des Jahres, denn der Deutsche Fundraising Kongress #DFK17 steht an. Lange stand nicht fest, ob ich beruflich den Termin dieses Jahr wahrnehmen kann, doch letztendlich hat es nun doch geklappt...und was soll ich sagen?! Ich freue mich riesig drauf. Auf geht's nach Kassel!

Aufgrund der kürzeren Anreise geht es nun erst morgen früh los, die Vorbereitungen haben sich also etwas nach hinten verschoben. Das Programm habe ich mittlerweile gesichtet, die App installiert und freue mich sehr über diese digitale Unterstützung - es macht doch alles so viel einfacher. Handy-Ticket der Deutschen Bahn, Hotel-Buchung in der entsprechenden App, Kongress-Programm in der DFK App - alles digital auf meinem Smartphone. Perfekt. Der kaputte Rücken dankt es mir.

Ein Problem bleibt - auch trotz Digitalisierung: die Qual der Wahl, was die Workshops und Seminare angeht. Morgen startet auch schon fast traditional der #DFK17 mit dem Workshop-Tag. Aktuell schwanke ich noch zwischen 3 Workshops:

  • CSR ist mehr als Spendensammeln
  • Unterstützung durch Unternehmen - Vom Bitten zum Bieten! CSR für NGOs
  • Institutional Readiness
CSR ist Schwerpunkt-Thema dieses Jahr beim Kongress, ich finde es sehr spannend, auch wenn ich in meiner alltäglichen Arbeit bisher eher nur bedingt Kontakt damit hatte. Gerade deshalb ein Argument für den Besuch der entsprechenden Workshops. Von daher würde ich mich sehr gerne damit auseinandersetzen, wie NGOs CSR für sich nutzen können und in entsprechende Gespräche mit existierenden oder auch neuen Partnern aus der Wirtschaft gehen können. Andererseits ist gerade im Umfeld Sport die Institutional Readiness der Vereine und Verbände für Fundraising nur bedingt gegeben. Häufig sind hier die Voraussetzungen für strategisches Fundraising nicht gegeben. 

Auch die restlichen zwei Kongress-Tage versprechen viel fachlichen Input. Besonders freue ich mich auf:
  • Germanys Next Fundraising Trends by sozialmarketing.de
  • Best Practice: Crowdfunding ist (nicht) lustig" 
  • Neues aus der Fundraising-Forschung (Volume 3) 
  • Professionelles Stiftungsmanagement in Zeiten von Compliance und Nachhaltigkeit
  • Gewinnstrategien gegenüber Vorstand und Geschäftsführung
  • Das Leben der Anderen: Fundraising-Methoden im internationalen Vergleich
Leider liegen einige dieser Sessions parallel, das ist etwas schade, aber die Erfahrung der vergangenen Jahre hat  gezeigt, dass ich mich meist eh spontan entschieden habe, in welche Sessions ich gehe. Den Beitrag zu Crowdfunding werde ich natürlich schon allein aufgrund meiner Doktorarbeit wahrnehmen, Fundraising-Forschung passt ebenfalls in meinen wissenschaftlichen Fokus und war in den vergangenen Jahren echt gut. Für den Sportbereich wiederum relevant sind die Argumentationen gegenüber Vorstand und Geschäftsführung, vor allem wie ich immer erlebe, in ehrenamtlich geführten Organisationen.

Hier übrigens für alle die es interessiert der Link zum Kongress:

Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen dieses Jahr im Blog ein bisschen mehr inhaltlich über den #DFK17 zu berichten. Sprich während in den vergangenen 2 Jahren hauptsächlich Recaps über die Kongress-Tage kamen, möchte ich dieses Jahr auch den Workshop bzw. die ein oder andere Session inhaltlich wiedergeben bzw. als Aufhänger für thematische Diskussionen nutzen. Mal sehen wie weit mir dies gelingen mag.

Auf jeden Fall kann ich den Kollegen vom Fundraising Radio nur zustimmen - ich freue mich auch riesig auf die 3 Tage Kongress! By the way - das Fundraising Radio berichtet live vom Kongress, die 1. Folge ist bereits online - und darin wird ein historischer Abriss des Kongresses sowie eine Vorschau auf den #DFK17 gegeben - sehr hörenswert! Hier der Link:

Ich bin mal gespannt wie der Kongress in Kassel sein wird. Die letzten beiden Jahre fand er jeweils in Berlin im andels Hotel statt. Ich persönlich fand das super, denn so hatte ich zumindest einmal im Jahr die Möglichkeit in die Hauptstadt zu reisen. Das Hotel war aus meiner Sicht auch super geeignet für die Veranstaltung. Jetzt lasse ich mich einfach mal überraschen, wie es in Kassel wird. Ich habe lange überlegt, wie ich es logistisch angehe hinsichtlich Übernachtung, da die Anreise ja gar nicht so weit ist für mich, bleibe nun aber dennoch bis Freitag durchweg in Kassel.

Ich hoffe, dass ich auch dieses Jahr wieder viele tolle Menschen treffen - der ein oder andere Bekannte wird sicherlich dabei sein, aber spannend ist es auch, wieder neue Fundraiser/-innen kennenzulernen. Von daher werde ich jetzt mal die finalen Vorbereitungen angehen und dann morgen sehr früh Richtung Kassel aufbrechen. Wir sehen uns dort! 

Ihr dürft gespannt sein - und wenn es Themen gibt, über die ich auf jeden Fall berichten soll, dann nutzt die Kommentarfunktion unter dem Beitrag!

Viele Grüße
Maria

 

Mittwoch, 15. März 2017

Behind the scenes #2: Next steps

Hallo,

wie Ende letzten Jahres angekündigt, bin ich dabei meine Fundraising-Aktivitäten zu professionalisieren. Dazu möchte ich unter dem Namen "Fundraising Solutions" Fundraising-Beratung hauptsächlich für Sportorganisationen, aber auch andere gemeinnützige Initiativen anbieten.
Aufgrund meines Hauptjobs und meiner Doktorarbeit dauert dieser Prozess allerdings ein bisschen, aber hat in vielen Bereichen auch schon gestartet.

Deshalb dachte ich mir, werde ich Euch einfach mal über den aktuellen Stand berichten - und ja, wer bei der ein oder anderen Aufgabe über mehr KnowHow als ich verfügt, ist herzlich eingeladen, mir dabei mit Rat und Tat zur Seite zu stehen :)

Hier also die nächsten Schritte auf den Weg zu "Fundraising Solutions":

1.) Gewerbeanmeldung
Um den Blog und mein "Business" vernünftig betreiben zu können, hat mir meine Steuerberaterin empfohlen, ein Gewerbe anzumelden damit ich nebenberuflich mit der Beratung und dem Blog starten kann. Der Blog läuft natürlich schon, aber sobald darüber einmal Einnahmen generiert werden, macht eine Gewerbeanmeldung wohl Sinn. Die Beratung an sich könnte natürlich auch auf freiberuflicher Basis erfolgen. Mit diesen steuerlichen, rechtlichen Feinheiten und Vorbereitungen beschäftige ich mich gerade und wer die deutsche Bürokratie kennt, versteht vielleicht was ich meine wenn ich sage "es dauert etwas länger"... wer sich also zufälligerweise gut mit Selbstständigkeit und Gewerbeanmeldungen auskennt, darf sich gerne bei mir melden.

2.) Umzug des Blogs auf Wordpress 
Obwohl ich mit Blogger zufrieden bin, überwiegen auf Wordpress für mich die Vorteile. Nachdem ich bereits eine eigene URL für den Blog habe, mich mit Wordpress beschäftigt habe und erste Experimente mit einer Website dort begonnen habe, möchte ich in den nächsten Monaten den Blog dorthin umziehen. Dabei sollen die Posts natürlich alle bestehen bleiben und auch die gesamte Wordpress Website muss erst noch fertig erstellt werden, aber ich denke, dies bekomme ich nach und nach hin. Auch hier greife ich gerne auf vorhandenes Wissen zurück - wer diesen Prozess also schon durchgeführt hat, kann mir gerne Tipps und Tricks verraten.

3.) Konzeptionelle Überlegungen
Ein Großteil des Businessplans existiert natürlich schon - und anders als bei den ersten beiden Bereichen bin ich hier auch schon recht weit. Schließlich habe ich im Studium Business Planning und Strategie-Kurse belegt und bin in der Lage betriebswirtschaftliche Konzepte aufzustellen. Sollte man meinen ;) Dennoch ist der Beginn einer selbstständigen Tätigkeit, und sei es anfangs nur in ganz geringem Umfang im Nebenerwerb, mit vielen konzeptionellen Überlegungen verbunden. Allerdings bin ich bei diesem Bereich aktuell auch an einem Punkt wo es heißt "Learning by doing", denn die Grundlagen sind gelegt.

Soweit erst einmal zum Update was Fundraising Solutions betrifft - allerdings nur für den organisatorischen Teil. Die Projekte, in denen ich bereits ins Fundraising involviert bin, laufen parallel und sind so vielseitig und spannend wie das Fundraising selbst. Aktuell beschäftige ich mich in den verschiedenen Organisationen beispielsweise mit Anträgen bei Stiftungen, Drittmittel-Akquise sowie Dauerspenden und neuen Anforderungen an Spendenbescheinigungen. Dazu werde ich sicherlich nach und nach auch noch Posts veröffentlichen.

Wenn es Themen geben sollte, die für Euch speziell von Interesse sind, lasst es mich wissen ;)

Viele Grüße
Maria


Montag, 27. Februar 2017

Die Vorteile der Gemeinnützigkeit richtig nutzen

Hallo,

endlich gibt es mal wieder einen praktischen Tipp für Sportvereine hier im Blog, nachdem es in den letzten Beiträge doch eher um meine Doktorarbeit und zukünftigen Pläne ging.

Heute soll es darum gehen, wie man aus der Gemeinnützigkeit am meisten herausholen kann. Das klingt jetzt vielleicht etwas platt, aber viele Organisationen sind sich nicht bewusst, dass sie zum Teil Produkte und Dienstleistungen reduziert oder sogar kostenlos bekommen, da sie das Siegel der Gemeinnützigkeit tragen. Diese Chancen sollte man aktiv wahrnehmen und sich bewusst machen.

Beste Beispiele dafür gibt es häufig aus dem IT-Bereich, so kann man bei Microsoft kostenlos bzw. günstig Office-Lizenzen erwerben. Eine andere in Deutschland bereits etablierte Plattform, die sich darauf spezialisiert hat, Produktspenden aus dem IT-Bereich zu vermitteln, ist Stifter-helfen.de.

Hier geht es zur Website:

https://www.stifter-helfen.de/

Nein, dies ist keine Werbung oder ähnliches, ich bekomme auch kein Geld dafür, dass ich die Plattform hier vorstelle. Einziger Anreiz, dies zu tun ist, dass wir in den Organisationen, in den ich bisher im Fundraising eingebunden war, bereits häufig auf die Dienste von Stifter-helfen zurückgegriffen haben, sei es das Seminarangebote wahrgenommen wurden oder ähnliches.

Über das Portal kann man Sonderkonditionen aber eben auch Produktspenden erhalten. Außerdem bietet es regelmäßig Möglichkeiten zur Weiterbildung rund um moderne Technologien, Internet-Services und ähnliche Dinge. Wenn Sie also in einer gemeinnützigen Organisation engagiert sind und immer wieder fragen nach möglicherweise neuen Laptops, Software, Fundraising Formularen für Online Spenden oder ähnliches aufkommt, sollten sie sich dort auf jeden Fall registrieren. Viele dieser Sonderkonditionen (gerade bei Microsoft, Google, Adobe) bekommt man bei den Firmen auch direkt, dennoch finde ich die Plattform Stifter-helfen besonders attraktiv, da sie die verschiedenen Möglichkeiten von Produktspenden etc. bündelt.

Sportvereine müssen sich bewusst machen, dass auch sie von der Digitalisierung profitieren können, wenn sie sich damit auseinandersetzen und Prozesse anstoßen, die die eigene Organisation und Abläufe optimieren. Gerade beim Thema Digitalisierung sollten gemeinnützige Institutionen nicht den Anschluss verlieren, leider lässt sich genau dies bei vielen Vereinen aktuell beobachten. Aber das ist wohl ein Thema für einen kompletten Beitrag hier im Blog.

Schaut man aktuell auf die Seite von Stifter-helfen gibt es beispielsweise vergünstigte Adobe-Lizenzen, Cisco Switches und Module. Auch Online-Fundraising Services wie FundraisingBox oder spendino bieten spezielle Konditionen für Nonprofit-Organisationen.

Gerade auch die Webinar-Angebote von Stifter-helfen finde ich eine gute Möglichkeit um sein Wissen rund um Themen IT, Recht & Finanzen oder Fundraising aufzubessern und zu erweitern.

Habt ihr auch schon einmal an diese Möglichkeiten gedacht oder Angebote von Stifter-helfen sogar genutzt? Dann würden mich Eure Erfahrungen damit sehr interessieren!

Welche anderen Anbieter kennt ihr, wo gemeinnützige Organisationen Vergünstigungen oder Vorteile erhalten? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Viele Grüße
Maria

Mittwoch, 1. Februar 2017

Road to ..."Dr." #1: Interviews gestartet

Hallo zusammen,

eigentlich sollte dieser Blogpost bereits im Januar erscheinen, nun leider mit knapper Verspätung von ca. 9 Stunden, aber gut - ich hoffe ihr verzeiht dies noch einmal ;) Keine Angst, ein inhaltlicher Post kommt in den nächsten Tagen auch noch.

Wie schon im letzten Jahr angekündigt, wird es neben den eigentlichen praktisch-orientierten Fundraising-Ideen, sowie der Artikelserie "Behind the scenes" ab sofort auch Beiträge über meine Doktorarbeit geben. Ich habe mich dazu entschlossen, da die Doktorarbeit natürlich einen Großteil meiner freien Zeit in Anspruch nimmt, ich selbst sehr gerne andere Blogs zum Thema Doktorarbeit lese und ich glaube, dass aufgrund der inhaltlichen Nähe zum Fundraising viele Aspekte für Euch sehr spannend werden. Gerade aufgrund der Überschneidung habe ich mich auch zunächst dagegen entschlossen, einen separaten Blog zur Doktorarbeit zu machen, sondern binde dies hier ein. Außerdem liegt ja über ein Jahr der Reise schon hinter mir, sodass ich darauf nur eingehe, an Stellen an denen es auch für Fundraising Solutions / Fundraising im Sport interessant ist. Ihr könnt ja am Ende mal Feedback geben, wie ihr dies findet oder wie ihr das Format lieber hättet.

Soviel schon mal vorab: Ich freue mich sehr über Feedback dazu, solltet ihr dies gut finden - oder eben auch, wenn ihr diese Artikelserie nicht haben wollt oder Anmerkungen habt.

Nun aber los:
Nachdem das erste Jahr der Doktorarbeit vor allem dadurch gekennzeichnet war, Literatur zum Thema Crowdfunding, Fan-Loyalität sowie Fan-Anleihen zu sichten um mir unter dem Arbeitstitel "The financial implications of crowdfunding by German association football clubs" ein grobes Bild zu verschaffen, konnte ich nun im Januar endlich mit der Datenerhebung anfangen. Obwohl letztendlich eine große quantitative Umfrage zu den Hauptergebnissen leiten soll, führe ich aktuell Experteninterviews mit Fans und Club-Managern durch, um deren Haltung zum Crowdfunding im Fußball herauszufinden. Trotz der vielen Arbeit, die Interviews verursachen (gerade im Nachgang - die Wissenschaftler unter Euch wissen was ich meine, ich sage nur Transkripts), waren die ersten Eindrücke bereits sehr spannend. Zwischen den Ligen ist ein großes Gefälle, auch hinsichtlich finanzieller Einschätzungen und dem Professionalisierungsgrad - also nicht nur im sportlichen Bereich. Während die unteren Ligen mit den 2,5 Millionen Euro, die laut Kleinanlegerschutzgesetz ohne Prospektpflicht über Crowdfunding erzielt werden können, mega glücklich wären, ist dies für die 1. Bundesliga eine Summe, die bilanziell keine Rolle spielt und die den Aufwand einer Kampagne nur im bedingten Maße rechtfertigen würde. Des Weiteren merkt man auch, dass Crowdfunding zwar allen in gewisser Weise geläufig ist, aber die konkreten Prozesse dahinter, Limitationen sowie Gestaltungsmöglichkeiten etc. sind nur teilweise bekannt.

Bereits die ersten Interviews haben mir viele Eindrücke und interessante Gespräche ermöglicht und ich freue mich sehr auf die weiteren Gelegenheiten. Gerade in der Sportbranche sind diese Netzwerke, die sich im Zuge der Kontaktaufnahme ergeben, ein großes Geschenk und ich freue mich auf die vielen weiteren Interviews und Ideen, die dadurch zustande kommen. Mindestens 10 weitere Club-Interviews sowie 10-15 Interviews mit Fans sind noch geplant.

Mit dem Start der Interview beginnt bei der Doktorarbeit eine neue Phase und ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass das Jahr 2017 ein sehr spannendes wird, wenn ich an die vielen empirischen Daten denke, die ich in den nächsten Monaten erheben und auswerten darf. Es werden stets neue Fragen aufgeworfen und man bekommt neue Gedanken, die sich gar nicht alle in diesem Rahmen umsetzen lassen. Also Futter für weitere Forschungen, Analysen und Veröffentlichungen habe ich jetzt schon mal fleißig gesammelt.

Im Rahmen dieser Artikelserie "Road to..."Dr." werde ich sicherlich auch immer mal wieder um Eure Meinung bitten oder Gedanken zu den Interviews und Ergebnissen hier veröffentlichen. Seid also gespannt und beteiligt Euch rege an den Diskussionen. Ich freue mich auf dieses neue Format, und hoffe ihr habt daran genauso viel Spaß wie ich.

Viele Grüße
Maria

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Fundraising - sich selbst der Nächste sein?

Liebe Leser,

für den Dezember Post habe ich mir einmal kein klassisches Weihnachts-Thema ausgesucht, schließlich werden wir ja aktuell bombardiert mit Adventskalender in jeglicher Art und Weise, Weihnachtspost mit Spendenaufrufen, Jahresrückblicken und so weiter ... dennoch im weitesten Sinne hat mein heutiger Post dennoch mit der Adventszeit zu tun und er ist auf jeden Fall diskussionswürdig. Ich freue mich also schon jetzt auf die Kommentare.

Traditionell ist der Dezember der wichtigste Monat im Fundraising, denn viele wollen in der Zeit vor Weihnachten auch anderen, denen es nicht so gut geht, etwas Gutes tun. Soweit der emotionale Hintergrund. Außerdem will man vielleicht auch nochmal spenden, um es im nächsten Jahr etwas von der Steuer absetzen zu können. Das wäre die rationale Sichtweise, auch wenn darüber eigentlich kaum jemand spricht. Wie dem auch sei, im Dezember wird also viel gespendet. Fundraiser, Vorstandsmitglieder, sämtliche Ehrenamtliche ziehen los um noch einmal Geld in die Kassen zu spülen. Aber bei wem geht Fundraising eigentlich los? Was ist mit uns selbst? Spenden wir, die die anderen danach fragen eigentlich auch für unsere Organisation?

Bildquelle: http://utilitarismus.info/utilitarismus-egoismus/

Jetzt kann man natürlich sagen: "Also ehrlich, Maria, ich bringe das ganze Jahr meine Zeit ein, um diesen Verein am Leben zu halten und jetzt kommst du an, und sagst, ich soll auch noch was spenden?" Nein, das sage ich nicht. Aber ich sage, man sollte einmal darüber nachdenken und zwar nicht "muss ich eigentlich auch was spenden" - das ist der vollkommen falsche Ansatz, die Frage muss viel eher lauten: "Will ich etwas für meine Organisation spenden?" Bin ich von der Mission, der Arbeit, die gemacht wird (respektive also auch von meiner Arbeit) überzeugt? Leistet diese Arbeit einen Mehrwert?

Für mich selbst ist klar, dass wenn diese Fragen mit "ja" beantwortet werden können, eigentlich nichts dagegen spricht, wenn man auch eine kleine Spende von sich aus an die eigene Organisation leistet. Ich frage mich häufig bei Organisationen mit verschiedenen Gremien wie Beirat, Kuratorium, Vorstand etc. warum so wenig "eigene" Spenden eingehen? Vertrauen die Repräsentanten den eigenen Worten und Taten nicht? In den USA beispielsweise wird Kuratoren zum Teil vorgeschrieben, wie viel Geld sie selbst und ihr Netzwerk in die Organisation einzubringen haben. In Deutschland habe ich teilweise das Gefühl, dass dies ein Tabu-Thema ist, keiner möchte darüber reden. Aber sind wir einmal ehrlich, sind diese 50 Euro wirklich zu viel verlangt? Wenn man selbst die eigenen Kampagnen nicht gut findet, wie sollen andere diese dann wirklich gut finden?

Ich verstehe natürlich auch die Gegenargumente. Zeit und ehrenamtliche Arbeit sind um ein vielfaches höher einzuschätzen als Geld, und natürlich sind Zeitspenden für jeden Verein ein absolutes Geschenk! Das will ich auch gar nicht in Frage stellen. Jeder hat seine eigenen Gründen für die Spendenentscheidung oder dagegen. Ich selbst verfolge allerdings generell den Ansatz: bei sich selbst anfangen - und das gilt zumindest für mich auch für das Fundraising. Man muss ja nicht gleich zum Großspender werden. Natürlich kann es auch mal sein, dass man aus bestimmten Gründen in einem Jahr auch mal an eine andere Organisation spendet (Katastrophenhilfe, Spontanität, persönliche Beziehung,...), aber dennoch kann einem auch der eigene Verein so viel Wert sein, dass man einmal bei sich anfängt.

Was meint ihr? Liege ich vollkommen falsch oder seht ihr es vielleicht ähnlich wie ich? Wie geht man mit dem Thema um? Aktiv im Vorstand ansprechen oder lieber für sich behalten?


Viele Grüße und schon jetzt einmal einen schönen besinnlichen 4. Advent, ein ruhiges Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!


Eure Maria



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