Dienstag, 13. März 2018

Road to ..."Dr." #3: Unterstützung nötig - Umfrage online

Hallo liebe Leser,

sicher ist der ein oder andere Fußball-Fan unter Euch, oder?

Eure Hilfe ist nun im Rahmen meiner Doktorarbeit zum Thema Crowdfunding nötig!

Stellt Euch vor, Ihr würdet Geld an Euren Lieblingsverein leihen und dafür Zinsen und Dividende bekommen. Würdet Ihr an einer solchen Kampagne teilnehmen und wenn ja, warum würdet ihr das tun?

Mit der Umfrage soll untersucht werden ob Crowdfunding für Profi-Fußballvereine SOWIE ihre Fans eine sinnvolle Finanzierungs- bzw. Anlage-Alternative darstellen kann. Ich würde mich sehr freuen, wenn der Link unten häufig angeklickt, die Umfrage vollständig ausgefüllt und verteilt wird ;)

Ich weiß, es dauert ein paar Minuten (ca. 10 Minuten), aber die Ergebnisse bekommt ihr natürlich hier auf dem Blog geliefert!

https://www.surveymonkey.de/r/crowdfundingimfussball

Vielen Dank!

Sonntag, 11. Februar 2018

Crowdfunding für den Olympischen Traum?!

Die Olympischen Winterspiele sind eröffnet, das erste Wochenende aus deutscher Sicht sehr erfolgreich. Geschichten rund um Athleten, ihren Weg nach Pyeongchang 2018 werden von den Medien aufgegriffen und verbreitet.

Das Fundraiser-Herz in mir freut sich dabei auch immer mehr über Fundraising und vor allem Crowdfunding zu hören, immer mehr Sportler nutzen diese Möglichkeiten um ihren Sport zu finanzieren.

Stopp, Moment! Freut mich das wirklich? 

Wenn ich ehrlich zu mir bin, verärgert es mich in vielen Fällen eher, dass Sportler/innen Crowdfunding nutzen müssen, um ihren Olympischen Traum zu leben. Nicht in jedem Fall, da nicht jedes Land finanziell in der Lage ist eine komplette Olympia-Mannschaft auszustatten, alle Sportarten gleich zu fördern und es einfach auch Randsportarten in jedem Land gibt. Schade genug. Aber schauen wir mal auf Deutschland. Eigentlich ein reiches Land mit einer langen Sporttradition, vor allem auch im Wintersport. Über die geplante Spitzensportreform versuche ich an dieser Stelle mal nicht zu sehr ins Detail zu gehen, aber ganz lässt sich die Debatte darum nicht vermeiden.

Ein sicher sehr bekanntes Crowdfunding-Beispiel  ist das von Michael Rösch, dem ehemals deutschen Biathleten, der nun für Belgien startet.

Quelle: https://www.eurosport.de/biathlon/pokljuka/2016-2017/michael-rosch-hat-sich-auf-der-pokljuka-in-der-biathlon-weltspitze-zuruckgemeldet_sto5979936/story.shtml

Der trägt die über 300 Spender mit sich nach Pyeongchang - auf seinem Gewehr. Kreative, tolle Kampagne und es freut mich unglaublich für ihn, dass er noch einmal bei Olympischen Spielen starten kann! Er hatte einen harten Weg hinter sich, u.a. auch Verwürfnisse mit dem Deutschen Skiverband (zu dem komme ich später noch), Verletzungen, Niederschläge, Landeswechsel...und gibt sogar wieder Geld zurück, um die Krebsforschung in Deutschland zu unterstützen. Folgendes Video lohnt sich definitiv zu schauen, solltet ihr die Geschichte verpasst haben.

https://olympia.zdf.de/aktuelles/biathlon/michael-roesch-story-104/

Aber es gibt auch noch andere Sportler/innen, die sich ihren Olympischen Traum selbst finanzieren müssen. So zum Beispiel auch die deutschen Buckelpiste-Athletinnen, Katharina Förster und Lea Bouard. Sie mussten eigene Ersparnisse, Eltern und Freunde um Geld bitten, einen Kredit aufnehmen sowie private Sponsoren akquirieren. Auch eine Crowdfunding Kampagne über fairplaid.org wurde gestartet. Den Freestyle-Skifahrerinnen war nach Sotschi die Förderung über den Deutschen Skiverband (da ist er wieder) komplett gestrichen wurden. Wie man eben live in einem Gespräch hören konnte, weil wir in Deutschland in dieser Disziplin zu weit von der Weltspitze entfernt sind und es zu teuer wäre, diese Lücke zu schließen. Da sind wir wieder bei der Leistungssportreform. Ein Bericht dazu war heute auch in der ARD zu sehen.

https://www.eurosport.de/ski-freestyle/pyeongchang/2018/olympia-buckelpiste-bouard-und-forster-zahlen-selbst_sto6546989/story.shtml

Stop! Halt! Geht es im Sport wirklich nur noch um Medaillen? Sind Olympische Spiele nur noch etwas für die Athleten, die Aussicht auf Medaillen haben. Warum dürfen die Medaillen-Hoffnungen 1. Klasse fliegen, während andere den Flug gar nicht bezahlt bekommen, ja noch nicht mal Ausrüstung oder Trainingslager? Wer sind wir (und die Funktionäre), dass wir vergessen haben, wofür Olympia steht? Geht es nicht darum, Kindern zu zeigen, welche Emotionen Sport transportieren kann, die Welt zu verbessern und gemeinsam ein Fest des Friedens zu feiern? Waren das nicht die Werte von Pierre de Coubertin? 

Doch bevor ich in Rage rede, die Verbände für ihren Stolz (im Fall des DSV) und das Sportsystem für falsche Anreize (Leistungssportreform, Medaillenvorgaben) verfluche, bleibt eine Hoffnung: Nämlich die Sportler/innen selbst! Diejenigen, die ihr Schicksal in die Hand nehmen und die ihren Traum leben! Wie Katharina Förster und Lea Bouard! Sie sind die Vorbilder, die Kindern zeigen, was es heißt für den eigene Traum zu kämpfen und das man wie im Falle von Katharina Förster auch dann im Olympischen Finale stehen kann, wenn der Verband einen schon längst aufgegeben hat.

Und damit wird das Ziel von fairplaid.org immer wichtiger und unterstützenswerter: nämlich Crowdfunding als Säule der Sportfinanzierung zu etablieren und damit selbstständig und unabhängig von Sportpolitik den eigenen Traum leben zu können.






Montag, 18. Dezember 2017

Kreative Geschenke zu Weihnachten

Weihnachten steht vor der Tür. Plötzlich und unerwartet.
Naja eigentlich nicht. Aber zumindest hat man den Eindruck. Und deshalb häufen sich jetzt natürlich auch wieder die Aufrufe zum Spenden, in welcher Form auch immer.

„Einmal sinnvoll schenken“ scheint der Trend dieses Jahr zu sein, zumindest wenn man in den sozialen Netzwerken vielen gemeinnützigen Organisationen folgt, wie dies bei mir der Fall ist. Mal nichts Materielles schenken, sondern dafür ein Projekt unterstützen. An sich nicht neu, aber verstärkt in der öffentlichen Wahrnehmung, zumindest in meinem Umfeld. Doch wenn ich mir diese besonderen Geschenkideen genauer anschaue, finde ich immer wieder die gleichen (großen) Organisationen, die sich diese Idee auf die Fahne geschrieben haben und dies zum Teil auch wirklich gut umsetzen. An dieser Stelle möchte ich dieses Engagement nämlich auf keinen Fall schlecht reden! Ich finde es toll, wie sich das Fundraising in den letzten Jahren auf Aktionen zu Weihnachten, bei denen der Beschenkte eine Spende und dafür etwas Symbolisches in die Hand bekommt, entwickelt haben. Beispielsweise verkaufen die häkelhelden selbstgehäkelte Mützen, um damit den Weissen Ring zu unterstützen, neben Polizisten werden auch JVA-Insassen in das Projekt integriert. Oder die KlinikClowns können unterstützt werden, in dem man Freunden und Familie eine Schoko-Figur zu Weihnachten schenkt. Und sind wir mal ehrlich: wer packt denn nicht sowieso den ein oder anderen Pralinenkasten für Mama, Papa oder Oma ins Geschenk mit ein?

Aber wie sieht es aus mit „sinnvoll schenken vor der Haustür?“ Der lokale Sportverein hat mich noch nicht gefragt, ob ich eine Spende tätigen möchte, die ich dann in schöner Form (Schokolade, Mütze) als Geschenk dem ehrenamtlichen Trainer zu Weihnachten übergeben kann. Zwar organisieren viele Vereine Weihnachtsfeiern und -märkte, auf denen Bratwürste, Glühwein und Nüsse verkauft werden und ggf. eine Tombola veranstaltet wird, aber auch hier werden häufig zu großen Teilen nur die Mitglieder angesprochen, die sich sowieso schon über das Jahr hinweg für den Verein engagieren. Diese Personen würden sich vielleicht auch einmal besonders darüber freuen, wenn Bekannte aus ihrem Umfeld, die bisher eher weniger für den Verein gegeben haben, durch eine Spende zu Weihnachten helfen, Projekten vor Ort umzusetzen – die dann ggf. die Arbeit der Ehrenamtlichen auch wieder einfacher machen. Ein neuer Trikotsatz, neue Trainingsbälle und -geräte oder gar ein Kleinbus für Auswärtsfahrten – all das könnten Projekte vor Ort sein, die sich in der Weihnachtszeit gut im lokalen Umfeld bewerben lassen.

Für dieses Jahr ist dieser Gedanke sicherlich zu spät, aber er lässt sich ja nicht nur auf Weihnachten übertragen, sondern generell über das Jahr hinweg umsetzen. Vielleicht nutzt der ein oder andere Vereinsverantwortliche die Feiertage, um für das nächste Jahr kreative Ideen zu entwickeln, womit man außer den Mitgliedern noch andere Zielgruppen ansprechen kann um damit die Vereinsarbeit zu erleichtern.


Ich wünsche Euch allen frohe, besinnliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Freitag, 20. Oktober 2017

Behind the scenes #3: selbstständige Tätigkeit angemeldet

Meine letzten Updates liegen schon wieder eine Weile zurück. Job und Doktorarbeit nehmen im Moment einen Großteil meiner Zeit ein, machen aber auch sehr viel Spaß und bringen mich inhaltlich weiter voran. Nichtsdestotrotz hier mal ein paar Infos, wie es um Fundraising Solutions aktuell steht.

Ich hatte im letzten „Behind the scenes“-Post angekündigt, eine Gewerbeanmeldung für den Blog bzw. für „Fundraising Solutions“ vorzunehmen. Dies habe ich nun zunächst anders gelöst. Ich habe mich für eine selbstständige (freiberufliche) Tätigkeit entschieden, weil eben die Beratung, Recherche-Arbeit, Unterstützung von Organisationen im Vordergrund stehen soll und eben nicht nur der Betrieb von Webseiten. Die Abstimmung mit dem Finanzamt für die selbstständige Tätigkeit ist erfolgt.

Richtig starten mit der eigenständigen Fundraising-Beratung werde ich sicherlich erst nach der Doktorarbeit. In den nächsten Monaten will ich noch den Blog auf Wordpress umziehen. Danach schaue ich mir nochmal an, ob und wenn ja für welche Bereiche genau ich eine Gewerbeanmeldung benötige.

Im Fundraising selbst war ich die letzten Monate nur wenig aktiv, hatte aber kleinere andere Aufträge neben den Fundraising-Themen, die ich kontinuierlich bearbeite. In den nächsten Monaten möchte ich mein Engagement im Fundraising wieder etwas verstärken. Ich unterstütze derzeit zwei Organisationen ehrenamtlich und gerade vor Weihnachten wollen wir zusammen noch einmal Gas geben und beispielsweise auf Firmen zugehen. Wie weit seid ihr mit der Planung bzw. Umsetzung der Weihnachtsspendenaktionen?

LG
Maria


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Wer den Pfennig nicht ehrt....

... ist des Talers nicht wert.

Sicher hat schon mal jeder diesen Spruch gehört und natürlich ist viel Wahres dran.

Dennoch werden die Diskussionen über die Abschaffung des Kleingeldes immer lauter. In einigen Ländern ist es bereits soweit. So wird es in Italien ab 2018 keine 1-Cent und 2-Cent Münzen mehr im Umlauf geben. In Dänemark soll Bargeld ganz und gar abgeschafft werden. Auf das Pro und Contra möchte ich an dieser Stelle gar nicht eingehen, sondern zunächst soll es hier nur um die Möglichkeiten gehen, die sich aktuell durch das Kleingeld noch für kleine Vereine und gemeinnützige Organisationen ergeben. Verfolgt man die Diskussionen um die Abschaffung des Bargeldes, könnten diese Fundraising Möglichkeiten nämlich bald nicht mehr existieren. Besonders die Übergangszeit kann aber eine lukrative Geldquelle - und dies mit wenig Aufwand - darstellen.

Das Abgeben der Münzen bei einer Bank für Privatpersonen wird immer schwieriger. Ich selbst habe neulich erst versucht eine gefüllte Spardose bei einer Filiale meiner Bank abzugeben, konnte dies dann aber nicht bundesweit, sondern nur in meiner lokalen Filiale erledigen (nur gut, dass ich dort so gut wie nie bin und schon gar nicht zu Öffnungszeiten der Bank). Unnötiger bürokratischer Aufwand. Ich habe mir vorgenommen, dies in Zukunft anders zu lösen. Doch viel weniger gemeinnützige Organisationen als gedacht, haben dafür Angebote für interessierte Spender.

Zunächst aber einmal die ehrliche Frage: wer mag Kleingeld im Geldbeutel? Besonders Männer sehen dies häufig eher als lästig an. Moderne Geldbeutel haben zudem gar kein Münzfach mehr. Trotzdem: beinahe bei jedem Kauf, den man in bar tätig oder tätigen muss, erhält man Rückgeld. Besonders die junge Generation ist dazu übergegangen, soweit wie möglich bargeldlos via Karte, Handy oder Paypal zu bezahlen. Doch nicht überall geht dies. Auch an dieser Stelle soll nicht darauf eingegangen werden, warum wir noch nicht digital genug sind, ApplePay zum Beispiel in Deutschland immer noch nicht möglich ist und andere Länder uns vieles Voraus haben.

Fakt ist: noch gibt es Kleingeld und noch gibt es viele Gelegenheiten, in denen man in bar zahlen muss. Praktisches Beispiel: Sonntags auf dem Fußballplatz: Der emotionalisierte Fan will sich ein Bier holen, vielleicht auch zwei - und die Bratwurst darf auch nicht fehlen, wenn schon die Mannschaft nicht so spielt wie sie soll. Betrag: 4 Euro. Bezahlt wird natürlich mit einem 5-Euro Schein. Wohin nun wieder mit dem einen Euro? Meist landet dieser in der Hosentasche, um dann beim Waschen wieder rausgefischt zu werden.

Und jetzt mal ehrlich: wie viele Vereine haben konsequent ein Sparschwein neben der Kasse für Eintritt, neben der Kasse für Getränke oder am Kuchentisch stehen? Wenn ich mich so umschaue, ist es doch eher die Minderheit. Ein selbst-gebasteltes Sparschwein, eine schöne Dose oder was auch immer hinzustellen, sollte die einfachste Übung sein. Und was passiert im schlimmsten Fall? Nichts, dann bleibt die Dose eben leer. Im Idealfall, landet aber der ein oder andere Euro drin und am Ende des Tages kommen so vielleicht 20 €, 50 € oder auch 100 € zusammen. Und ist das denn nichts für kleine Organisationen, beispielsweise Sportvereine?

Abb. individuelles Sparschwein - einfach selbst gebastelt.

Das sind aber ja nicht die einzelnen Möglichkeiten. Man kann ja zusätzlich auch noch dazu auffordern (mündlich, via Social Media, Vereinszeitung,...), dass überflüssige Kleingeld beim Verein abzugeben und eine Spendenaktion daraus zu machen. Es gibt viele Ideen, was man aus dem Kleingeld alles machen kann, um es plakativ darzustellen: die längste Kleingeld-Straße der Region, ein schönes Kunstwerk, einen Turm oder auch Pyramiden. Ein jeder hat doch daheim irgendein Fach, in dem sich überschüssige 1-Cent und 2-Cent Münzen sammeln und eben leider doch nicht vermehren - so sehr wir es uns auch wünschen. Aber wegen 7,59 € bringt man diese ja schließlich auch nicht zur Bank, oder? Vereine können sich dies zu Nutzen machen und dazu aufrufen, das Kleingeld dem Verein zu spenden. Der Weg zur Bank lohnt sich für den Verein dann auf jeden Fall, meist ist dieser ja eh im regelmäßigen Austausch, um Wechselgeld oder ähnliches zu holen. Das Schöne dabei: man tut den Menschen sogar noch etwas Gutes. Denn eigentlich nervt das Kleingeld ja doch nur.

So finden sich sicherlich noch viele anderen Möglichkeiten - nicht umsonst haben auch Supermärkte, Personalabteilungen größerer Konzerne dies bereits aufgegriffen und die "Aufrunden" oder Payroll-Aktionen eingeführt.

Wer ist davon überzeugt, dass Kleinvieh eben doch Mist macht?

Viele Grüße
Maria



Donnerstag, 29. Juni 2017

Road to ..."Dr." #2: Interviews und Workshops

Hallo zusammen,

ja es ist mal wieder etwas ruhiger auf dem Blog und daher hier mal ein Update über meine aktuellen Tätigkeiten. Grund dafür sind neben privaten Angelegenheiten, vielen Projekten auf der Arbeit, vor allem auch die Konferenzen und Doktoranden-Workshops an denen ich aktuell teilnehme.

So war ich vor 2 Wochen in Glasgow auf dem EURAM Doktoranden-Seminar und bin heute und morgen in Düsseldorf auf dem Nachwuchsforscher-Workshop des Arbeitskreises Sportökonomie.

Es ist unglaublich spannend, sich mit anderen Doktoranden zum eigenen Thema auszutauschen, auf der EURAM zum Beispiel haben wir in Kleingruppen mehrere Stunden unsere weitere Strategie gesprochen. Die Herausforderung beim Arbeitskreis ist für mich beispielsweise die Präsentation meines Themas in Deutsch, da ich grundsätzlich nur in Englisch daran arbeite. Die Interviews sind zwar in Deutsch, aber ansonsten habe ich die gesamte Methodik auf Englisch erarbeitet.

Ende Juli bin ich dann noch für eine Woche auf der Summer School meiner englischen Universität, um dort nochmal tiefer in die Statistik, Datenerhebung, Auswertung, Philosophie etc. einzusteigen. Darauf freue ich mich sehr, allerdings sind die Anforderungen und Vorbereitungen sehr zeitintensiv, da man einiges an Vorarbeit zu leisten hat.

Ich kann nach den bisherigen Erfahrungen nur jedem empfehlen, diese Art Workshops mitzunehmen und daran teilzunehmen. Zum einen ist man "gezwungen" bis zu einem bestimmten Datum etwas zu tun, zum anderen lernt man unheimlich viel was  die allgemeinen Inhalte zu Forschungsfragen angeht und man hat zusätzlich den Austausch mit Gleichgesinnten.

Gerne berichte ich auch nochmal genauer über die einzelnen Workshops und Inhalte, aber dies wäre dann nur eine Randnotiz hier auf dem Blog, schließlich soll das Fundraising für Sportvereine im Mittelpunkt stehen.

Viele Grüße
Maria

Donnerstag, 11. Mai 2017

Recap #dfk17 - Willkommen in Kassel!

Hallo,

wie letzte Woche schon angekündigt, gibt es nun nach und nach Input auf dem Blog vom Deutschen Fundraising Kongress 2017. Dieser Post ist zunächst einmal der allgemeine Recap, der eigentlich schon für Anfang der Woche geplant war, aber irgendwie war es dann über Nacht schon wieder Donnerstag.

In meinem letzten Beitrag habe ich ja bereits schon ein paar Punkte angesprochen. Zunächst einmal konnte ich aufgrund der kürzeren Entfernung nun am Mittwochmorgen anreisen. Und ein großes Lob an dieser Stelle an die Deutsche Bahn und den Kassler Nahverkehr, das hat super geklappt. Um 9 Uhr war ich bereits im Hotel, 50m entfernt vom Kongress-Palais. Übrigens...verglichen mit Berlin in den Vorjahren wirkte die Location allemal eindrucksvoller und pompöser. Inwieweit dies relevant ist, kann jeder für sich entscheiden. Aber schön war es allemal.


Auch von innen bietet das Kongress Palais so ziemlich alles, was das Fundraiser-Herz begehrt. Inwieweit die einzelnen Sponsoren mit ihren Ständen und vor allem der Bewegungsfreiheit zufrieden waren, mag ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Etwas merkwürdig fand ich persönlich den abgesperrten Bereich im hinteren Teil, dieser große leere Raum mit Stühlen und Tischen hätte sich aus meiner Sicht (und der einiger Kollegen) gut für ein paar Sitzgelegenheiten während des Mittagessen angeboten (zumal die Stehtische diesbezüglich nicht wirklich ausreichten), aber das nur am Rande. Für mich als weibliche Teilnehmerin war das einzig negative an der Location, die Gefahr der Orientierungslosigkeit. Ich glaube bis zum letzten Tag habe ich im 1. Stock nicht verstanden, wo welcher Saal genau liegt und welcher Aufgang mich am schnellsten dorthin bringt, aber lassen wir das Thema beiseite und kommen zu den Inhalten. 

Nachdem ich ja am Vortag noch gegrübelt hatte, welchen Workshop ich besuchen sollte, habe ich mich für "Unterstützung durch Unternehmen -vom Bitten zum Bieten: CSR für NGOs" von Hugo W. Pettendrup (HP-FundConsult) entschieden und war im Nachhinein sehr zufrieden damit. Ein genauer Beitrag dazu folgt noch, soviel vorab zur Kernbotschaft: NGOs müssen sich auch gezielt überlegen, was außer Geld sie denn von Unternehmen noch bekommen können, und ist dies nicht teilweise sogar wertvoller? Dazu habe ich übrigens auch schon einmal einen Post zu pro bono Leistungen und einen allgemeinen Artikel geschrieben, in dem ich in Grundzügen erklärt habe, wie wichtig es ist, bei Unternehmenskooperationen über die finanziellen Möglichkeiten hinweg, kreativ zu sein. 

Nach dem Workshop habe ich mir den Nachmittag "frei" genommen, mich mit sehr guten Freunden in Kassel getroffen und mir die Highlights des Bergparks zeigen lassen. 



Auf dem #dfk17 ging es für mich also erst am Donnerstagmorgen weiter. Somit kann ich zur Podiumsdiskussion zum Thema "Emotionale Berichterstattung" auch kein Feedback geben. Was ich aber von den anderen Teilnehmer/-innen gehört habe, klang im Großen und Ganzen recht positiv. Dies ist den Veranstaltern also auf jeden Fall besser gelungen als im Vorjahr.

Die Eröffnungs-Keynote von Dr. Tillmann Bendikowski um das Thema Helfen hat mir persönlich gut gefallen. Dabei wurde die Kultur des Helfens einmal aus historischer Sicht betrachtet und nochmal ein Rückblick auf das "humanitäre Sommermärchen 2015" gewagt. Ein kurzer Exkurs in die Mitleidsdebatte (Nietzsche lässt grüßen) sowie die Übertragung der Geschichte des Barmherzigen Samariters in die heutige Zeit waren ebenfalls Teil dieses überraschend anders gestalten Beitrags. Dabei fand ich persönlich auch den Hinweis "auch Nicht-Christen helfen, Helfen ist kein christliches Phänomen" sehr interessant und wichtig, auch wenn dies eigentlich logischer Menschenverstand sein sollte. 

Danach beginnen die einzelnen Seminare. Etwas enttäuscht war ich von "Zahlungsmethoden der Zukunft". Diesbezüglich hatte ich mir etwas mehr erhofft. Sind doch NFC, Apple Pay, paydirekt und Co. schon lange Gegenwart oder zumindest sehr nah an der Umsetzung und somit weit weg von einem Zukunftstrend. Die angerissene Thematik Blockchain hingegen hätte ich sehr gerne vertieft. Das wäre interessant gewesen, denn damit lassen sich zukünftig Prozesse zwischen Spender und NGO ganz anders abbilden. So meine unfundierte Hypothese.

Ein neues Format "Germany's Next Fundraising Trends by Sozialmarketing.de" hat den #dfk17 im Sturm erobert. Unterhaltsam mit kurzen informativen Fundraising-Trends, vorgetragen von sympathischen Kolleg/-innen. Ich bin gespannt, was sich das Team rund um Sozialmarketing.de im nächsten Jahr einfallen lässt. Team Weiß hat übrigens nur gewonnen, weil Nico von Altruja mit seinem Beitrag das Publikum begeistert hat. Davon bin ich fest überzeugt. 

"Neues aus der Fundraising-Forschung" von Jörg Eisfeld-Reschke und Kai Fischer gab es bereits zum 3. Mal als Seminar beim DFK. Und ich muss sagen, ich habe alle drei davon besucht und fand es nach wie vor spannend. Dies mag nun darin liegen, dass ich selbst in der Wissenschaft arbeite, aber generell haben die vorgestellten Studien auf jeden Fall Relevanz und das Format des Workshops regt zum Diskutieren an. Den Hinweis, dass in Deutschland weiterhin empirische Daten zum Fundraising fehlen, habe ich wohlwollend zur Kenntnis genommen. Bleibt doch so noch genug Spielraum für meine wissenschaftlichen Tätigkeiten nach der Doktorarbeit.

Am Donnerstagabend fand traditionell die Gala mit der Verleihung des Deutschen Fundraising-Preises statt. Emotional bewegt und hängen geblieben von den Preisträgern ist bei mir vor allem der Preis für "herausragendes persönliches Engagement", der posthum an Jonathan (Johnny) Heimes verliehen wurde. Seine Kampagne DU MUSST KÄMPFEN ist ein herausragendes Beispiel für den Kampf gegen Krebs. Ich habe vor auch dazu einen separaten Post zu machen, da ich zuletzt einiges über dessen Kampagnen zusammen mit SV Darmstadt 98 gelesen habe. Johnny steht wie kaum ein anderer für das Zusammenspiel von Sport, Leidenschaft und einem enormen persönlichen Engagement für andere in einer so schwierigen persönlichen Lebenssituation, sodass ich sehr froh bin, dass dies auch im Rahmen des Deutschen Fundraising Kongresses gewürdigt wurde. 

Am Freitag hat mir am besten der Beitrag von Dr. Martin Kasper gefallen, der Stifter von childaid network, einer Stiftung aus Königstein. Dieser hat sehr authentisch davon berichtet, was seine Stiftung mit viel ehrenamtlichen Engagement, einer klaren Vision und kontinuierlicher Arbeit innerhalb kürzester Zeit bereits erreicht hat. Daran können sich andere Organisationen ein Beispiel nehmen. Übrigens, Dr. Martin Kasper war auch einer der Gesprächspartner von Maik Meid, der in diesem Jahr mit dem Fundraising Radio live vom Deutschen Fundraising Kongress berichtet hat. Die einzelnen Folgen können als Podcast auch jetzt im Nachhinein noch angehört werden. Das lohnt sich auf jeden Fall.

Die Abschluss-Keynote von Daniel Röder, dem Initiator von Pulse of Europe, war ein gelungener Aufruf gemeinsam für Europa einzustehen und hat ja zumindest in Frankreich am Sonntag schon einmal Wirkung gezeigt.

Das soll es jetzt zunächst einmal mit dem kurzem allgemeinen Recap gewesen sein.

Ich freue mich auch in den nächsten Beiträgen immer wieder auf den #dfk17 Bezug nehmen zu können.

Wie sieht es mit Euch aus? War von Euch auch jemand auf dem #dfk17 und wenn ja, was hat Euch am meisten gefallen?

Viele Grüße
Maria

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