Sonntag, 3. August 2014

Fundraising von Sport vs. Fundraising durch Sport

Hallo,

als ich heute in meiner alten Bachelor-Arbeit nach einer Quelle gesucht habe, die ich gerne auch in der Masterarbeit verwenden möchte, bin ich auf eine interessante Parallele gestoßen.

Sicher kennen einige von euch, die sich ab und an mit Sportmanagement/-marketing auch im wissenschaftlichen Bereich auseinandersetzen, die Grundlagenbücher von Nufer und Bühler zu diesem Thema.

Im Sportmarketing-Buch unterscheiden die beiden zwischen zwei Disziplinen im Sportmarketing-Bereich. Zum Einen gibt es das Marketing von Sport und zum anderen das Marketing durch Sport.
(Nufer, Gerd/Bühler, André (Hrsg.) (2011): Marketing im Sport – Grundlagen, Trends und internationale Perspektiven des modernen Sportmarketing. 2. Aufl. Berlin: Erich Schmidt Verlag)

Beim Marketing von Sport werden klassische Marketing-Prinzipien auf den Sportmarkt übertragen und unter der Berücksichtigung zahlreicher Besonderheiten des Sports (zum Beispiel hohe Emotionalität etc.) angewandt. Hier geht es wirklich um das Marketing von Sportprodukten, nehmen wir als Beispiel einen Profisport-Verein, der seine Tickets oder Merchandising-Produkte verkaufen will oder eben einen Sportartikelhersteller, der neues Sportequiment bekannt machen möchte.

Bei der anderen Disziplin, dem Marketing durch Sport, dient der Sport als Vermittler einer Botschaft. Unternehmen unterschiedlichster Branchen versuchen die hohen Sympathiewerte, die der Sport bei vielen Menschen genießt, über einen Imagetransfer auf ihr Produkt bzw. ihr Unternehmen zu übertragen bzw. wollen ihre eigene Bekanntheit dadurch erhöhen. Hier können als Beispiel all die verschiedenen Sponsoring-Aktionen genannt werden.

Und jetzt zurück zum Fundraising....

Kann man diese beiden Disziplinen nicht auch im Fundraising erkennen, wenn man dort den Sportbereich betrachtet? Ich denke schon ...

Zum einen gibt es die Vielzahl der Vereine und Verbände oder auch Stiftungen (Beispiel Stiftung Deutsche Sporthilfe) die über Fundraising-Kampagnen versuchen Mittel für ihre Projekte zu beschaffen. Dies ist klassisches Fundraising übertragen auf Sportorganisationen und unter Berücksichtigung sportspezifischer Besonderheiten. Also: Fundraising von Sport(organisationen).

Auf der anderen Seite kennen wir doch alle zahlreiche Fundraising-Kampagnen bei denen gemeinnützige Organisationen den Sport nutzen, um Fundraising zu betreiben. Nehmen wir als Beispiel die zahlreichen Spendenläufe. Meist geht das Geld, was dabei eingenommen wird ja nicht an eine Sportorganisation, sondern an eine Einrichtung im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich....als könnte man hier von Fundraising durch Sport sprechen. Ein weiteres Beispiel sind verschiedene Stiftungen (z.B. die Neven Subotic Stiftung - http://nevensuboticstiftung.de/), bei der ein Sympathieträger aus dem Sportbereich (Einzelperson oder auch ganzer Verein) seine Bekanntheit und/oder sein Vermögen nutzt, um für ein Kinderprojekt o.Ä. Spendenmittel zu akquirieren.

Was meint ihr? Ist diese Anwendung der Sportmarketing-Theorie auf den Fundraising-Bereich tragbar? Ich freue mich auf eure Meinung und vielleicht weitere Beispiele hierzu...

Viele Grüße
Maria

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