Montag, 27. Februar 2017

Die Vorteile der Gemeinnützigkeit richtig nutzen

Hallo,

endlich gibt es mal wieder einen praktischen Tipp für Sportvereine hier im Blog, nachdem es in den letzten Beiträge doch eher um meine Doktorarbeit und zukünftigen Pläne ging.

Heute soll es darum gehen, wie man aus der Gemeinnützigkeit am meisten herausholen kann. Das klingt jetzt vielleicht etwas platt, aber viele Organisationen sind sich nicht bewusst, dass sie zum Teil Produkte und Dienstleistungen reduziert oder sogar kostenlos bekommen, da sie das Siegel der Gemeinnützigkeit tragen. Diese Chancen sollte man aktiv wahrnehmen und sich bewusst machen.

Beste Beispiele dafür gibt es häufig aus dem IT-Bereich, so kann man bei Microsoft kostenlos bzw. günstig Office-Lizenzen erwerben. Eine andere in Deutschland bereits etablierte Plattform, die sich darauf spezialisiert hat, Produktspenden aus dem IT-Bereich zu vermitteln, ist Stifter-helfen.de.

Hier geht es zur Website:

https://www.stifter-helfen.de/

Nein, dies ist keine Werbung oder ähnliches, ich bekomme auch kein Geld dafür, dass ich die Plattform hier vorstelle. Einziger Anreiz, dies zu tun ist, dass wir in den Organisationen, in den ich bisher im Fundraising eingebunden war, bereits häufig auf die Dienste von Stifter-helfen zurückgegriffen haben, sei es das Seminarangebote wahrgenommen wurden oder ähnliches.

Über das Portal kann man Sonderkonditionen aber eben auch Produktspenden erhalten. Außerdem bietet es regelmäßig Möglichkeiten zur Weiterbildung rund um moderne Technologien, Internet-Services und ähnliche Dinge. Wenn Sie also in einer gemeinnützigen Organisation engagiert sind und immer wieder fragen nach möglicherweise neuen Laptops, Software, Fundraising Formularen für Online Spenden oder ähnliches aufkommt, sollten sie sich dort auf jeden Fall registrieren. Viele dieser Sonderkonditionen (gerade bei Microsoft, Google, Adobe) bekommt man bei den Firmen auch direkt, dennoch finde ich die Plattform Stifter-helfen besonders attraktiv, da sie die verschiedenen Möglichkeiten von Produktspenden etc. bündelt.

Sportvereine müssen sich bewusst machen, dass auch sie von der Digitalisierung profitieren können, wenn sie sich damit auseinandersetzen und Prozesse anstoßen, die die eigene Organisation und Abläufe optimieren. Gerade beim Thema Digitalisierung sollten gemeinnützige Institutionen nicht den Anschluss verlieren, leider lässt sich genau dies bei vielen Vereinen aktuell beobachten. Aber das ist wohl ein Thema für einen kompletten Beitrag hier im Blog.

Schaut man aktuell auf die Seite von Stifter-helfen gibt es beispielsweise vergünstigte Adobe-Lizenzen, Cisco Switches und Module. Auch Online-Fundraising Services wie FundraisingBox oder spendino bieten spezielle Konditionen für Nonprofit-Organisationen.

Gerade auch die Webinar-Angebote von Stifter-helfen finde ich eine gute Möglichkeit um sein Wissen rund um Themen IT, Recht & Finanzen oder Fundraising aufzubessern und zu erweitern.

Habt ihr auch schon einmal an diese Möglichkeiten gedacht oder Angebote von Stifter-helfen sogar genutzt? Dann würden mich Eure Erfahrungen damit sehr interessieren!

Welche anderen Anbieter kennt ihr, wo gemeinnützige Organisationen Vergünstigungen oder Vorteile erhalten? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Viele Grüße
Maria

Mittwoch, 1. Februar 2017

Road to ..."Dr." #1: Interviews gestartet

Hallo zusammen,

eigentlich sollte dieser Blogpost bereits im Januar erscheinen, nun leider mit knapper Verspätung von ca. 9 Stunden, aber gut - ich hoffe ihr verzeiht dies noch einmal ;) Keine Angst, ein inhaltlicher Post kommt in den nächsten Tagen auch noch.

Wie schon im letzten Jahr angekündigt, wird es neben den eigentlichen praktisch-orientierten Fundraising-Ideen, sowie der Artikelserie "Behind the scenes" ab sofort auch Beiträge über meine Doktorarbeit geben. Ich habe mich dazu entschlossen, da die Doktorarbeit natürlich einen Großteil meiner freien Zeit in Anspruch nimmt, ich selbst sehr gerne andere Blogs zum Thema Doktorarbeit lese und ich glaube, dass aufgrund der inhaltlichen Nähe zum Fundraising viele Aspekte für Euch sehr spannend werden. Gerade aufgrund der Überschneidung habe ich mich auch zunächst dagegen entschlossen, einen separaten Blog zur Doktorarbeit zu machen, sondern binde dies hier ein. Außerdem liegt ja über ein Jahr der Reise schon hinter mir, sodass ich darauf nur eingehe, an Stellen an denen es auch für Fundraising Solutions / Fundraising im Sport interessant ist. Ihr könnt ja am Ende mal Feedback geben, wie ihr dies findet oder wie ihr das Format lieber hättet.

Soviel schon mal vorab: Ich freue mich sehr über Feedback dazu, solltet ihr dies gut finden - oder eben auch, wenn ihr diese Artikelserie nicht haben wollt oder Anmerkungen habt.

Nun aber los:
Nachdem das erste Jahr der Doktorarbeit vor allem dadurch gekennzeichnet war, Literatur zum Thema Crowdfunding, Fan-Loyalität sowie Fan-Anleihen zu sichten um mir unter dem Arbeitstitel "The financial implications of crowdfunding by German association football clubs" ein grobes Bild zu verschaffen, konnte ich nun im Januar endlich mit der Datenerhebung anfangen. Obwohl letztendlich eine große quantitative Umfrage zu den Hauptergebnissen leiten soll, führe ich aktuell Experteninterviews mit Fans und Club-Managern durch, um deren Haltung zum Crowdfunding im Fußball herauszufinden. Trotz der vielen Arbeit, die Interviews verursachen (gerade im Nachgang - die Wissenschaftler unter Euch wissen was ich meine, ich sage nur Transkripts), waren die ersten Eindrücke bereits sehr spannend. Zwischen den Ligen ist ein großes Gefälle, auch hinsichtlich finanzieller Einschätzungen und dem Professionalisierungsgrad - also nicht nur im sportlichen Bereich. Während die unteren Ligen mit den 2,5 Millionen Euro, die laut Kleinanlegerschutzgesetz ohne Prospektpflicht über Crowdfunding erzielt werden können, mega glücklich wären, ist dies für die 1. Bundesliga eine Summe, die bilanziell keine Rolle spielt und die den Aufwand einer Kampagne nur im bedingten Maße rechtfertigen würde. Des Weiteren merkt man auch, dass Crowdfunding zwar allen in gewisser Weise geläufig ist, aber die konkreten Prozesse dahinter, Limitationen sowie Gestaltungsmöglichkeiten etc. sind nur teilweise bekannt.

Bereits die ersten Interviews haben mir viele Eindrücke und interessante Gespräche ermöglicht und ich freue mich sehr auf die weiteren Gelegenheiten. Gerade in der Sportbranche sind diese Netzwerke, die sich im Zuge der Kontaktaufnahme ergeben, ein großes Geschenk und ich freue mich auf die vielen weiteren Interviews und Ideen, die dadurch zustande kommen. Mindestens 10 weitere Club-Interviews sowie 10-15 Interviews mit Fans sind noch geplant.

Mit dem Start der Interview beginnt bei der Doktorarbeit eine neue Phase und ich bin mir jetzt schon ziemlich sicher, dass das Jahr 2017 ein sehr spannendes wird, wenn ich an die vielen empirischen Daten denke, die ich in den nächsten Monaten erheben und auswerten darf. Es werden stets neue Fragen aufgeworfen und man bekommt neue Gedanken, die sich gar nicht alle in diesem Rahmen umsetzen lassen. Also Futter für weitere Forschungen, Analysen und Veröffentlichungen habe ich jetzt schon mal fleißig gesammelt.

Im Rahmen dieser Artikelserie "Road to..."Dr." werde ich sicherlich auch immer mal wieder um Eure Meinung bitten oder Gedanken zu den Interviews und Ergebnissen hier veröffentlichen. Seid also gespannt und beteiligt Euch rege an den Diskussionen. Ich freue mich auf dieses neue Format, und hoffe ihr habt daran genauso viel Spaß wie ich.

Viele Grüße
Maria

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