Donnerstag, 29. Mai 2014

Arne Peper über Frundraising

Hallo,

heute möchte ich euch kurz einen Link zu einem interessanten Interview zeigen.

Unter folgendem Link findet ihr ein Interview mit Arne Peper, dem Geschäftsführer des Deutschen Fundraising Verbandes.

http://www.fundraisingverband.de/information/news/news/news-2014/radiointerview-mit-arne-peper.html

Er sprach im Interview in der WDR5-Sendung "Morgenecho" kurz vor dem Deutschen Fundraising Kongresses diesen Jahres im April über Fundraising im Allgemeinen, Fundraising im Internet (Crowdfunding) sowie die Möglichkeiten für kleine Vereine.

Besonders interessant fand ich seinen Hinweis, dass kleine Organisationen kaum in der Lage sind, von den großen Institutionen wie Unicef, WWF u.a. zu lernen, sondern dafür eher den Austausch mit anderen Fundraisern ähnlich großer Vereine suchen sollten. Genau diesen Aspekt will ich auch in der Masterabeit analysieren, inwieweit diese möglichen Best-Practice Ansätze übertragbar sind. Für kleine Vereine empfiehlt Peper eher die vom Deutschen Fundraising Verband organisierten Regionaltreffen.

Bei Regionaltreffen fällt mir doch auch gleich noch ein Link ein, der für Fundraiser in Baden-Württemberg interessant sein könnte. Am 23.06. findet in Stuttgart nämlich der 6. Fundraising Tag Baden-Württemberg statt. Ein Blick ins Programm lohnt sich allemal und vielleicht schafft es ja auch der ein oder andere daran teilzunehmen. Ich kann leider nicht dabei sein :( aber vielleicht klappt es nächstes Jahr.
http://www.fundraisingtag-bw.de/ 

Ich denke, dieses kurze Interview ist für einen ersten Überblick sehr gut geeignet, um sich dem Thema Fundraising zu nähern. Was denkt ihr?

Viele Grüße
Maria



Mittwoch, 21. Mai 2014

Startnext

Hallo,

heute möchte ich euch die Crowdfunding-Plattform Startnext vorstellen, auf die ich diese Woche aufmerksam geworden bin. Schon beim letzten Post über Original Unverpackt kam ein Link zu dieser Seite vor.

Allerdings möchte ich zunächst kurz klären, was Crowdfunding eigentlich ist...klingt ja wie ein Modewort: Es handelt sich dabei ganz einfach gesagt um eine Möglichkeit an Geld zu kommen, also eine Finanzierungsform. In der Regel wird Geld gesammelt für ein bestimmtes Projekt oder einen ganz konkreten Zweck. Dabei wird das benötigte Kapital (funding) nicht von einer Person/Bank/Investor/.... bereitgestellt, sondern einer großen Masse (crowd). Oftmals erfolgt die Abwicklung, Werbung etc. über das Internet.

Jetzt aber zurück zu Startnext.
http://www.startnext.de/
Insgesamt 10.890.962,12 Euro sind bisher für 1688 Projekte zustande gekommen - gegründet wurde die Plattform 2010. Wahnsinn oder?
Damit ist Startnext die größte Crowdfunding-Plattform in Deutschland.

Ich selbst bin diese Woche auf ein Projekt aufmerksam geworden, dass von drei Studenten meiner Universität ins Leben gerufen wurde und die jetzt Geld dafür sammeln möchten, um ihre Idee unternehmerisch umzusetzen: Schaut es euch doch einfach mal an: es geht darum, bei Geschenken für Freunde, Familie und Bekannte böse Überraschungen in Form von doppelten oder unnützen Geschenken zu vermeiden.
http://www.startnext.de/was-schenkt-ihr

Über solche Plattformen haben innovative und kreative Ideen ebenfalls die Chance, Geld zu bekommen, um ihre Visionen umzusetzen. Hauptsächlich fokussiert sich Startnext auf Künstler, Erfinder und Kreative und hat vor allem in den folgenden Kategorien Projekte: Comic, Community, Design, Erfindung, Event, Film/Video, Fotografie, Games, Hörspiel/Hörbuch, Journalismus, Literatur, Kunst, Kulturelle Bildung, Mode, Musik, Technologie und Theater. Dabei stellt sich für mich die Frage, ob man dies vielleicht noch ausdehnen möchte und sollte, um auch sozialen und sportlichen Organisationen/Ideengebern die Möglichkeit zu geben, über diese riesige Community Gelder zu erhalten. Aber grundsätzlich kann ja auch eine Fokussierung auf wesentliche Zielgruppen ebenfalls sinnvoll sein.

Startnext geht übrigens nach dem Alles-oder-nichts Prinzip vor. Projektinitiatoren müssen ein Funding-Ziel vorgeben. Nur wenn dieses erreicht wird, geht das Geld an sie, ansonsten bekommt es die Community zurück. Somit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Projekte auch tatsächlich eine Chance haben und nicht nur halbherzig mit weniger finanziellen Mitteln als benötigt gestartet werden.
Außerdem gibt es zwei Phasen für Projekte: zunächst eine Startphase und eine Finanzierungsphase.
Innerhalb von 30 Tagen muss eine gewisse Anzahl an Fans gewonnen werden, bevor überhaupt Geld für dieses Projekt eingesammelt werden kann. Erst wenn dies erreicht ist, kommt das Projekt in die Finanzierungsphase.

Beides sind Maßnahmen, um die Qualität des Fundraisings aufrecht zu erhalten und gewisse Regeln und Rahmenbedingungen festzulegen. Ich denke, dass diese Restriktionen Sinn machen, um die willigen Supporter nicht zu verlieren, sondern so viele Projekte wie möglich gut und erfolgreich umzusetzen.

Natürlich gibt es eine Vielzahl weiterer Plattformen.
Eine ganz gute Übersicht findet ihr unter folgendem Link: http://www.crowdfunding.de/plattformen/

Was haltet ihr von Crowdfunding und was sind eure Erfahrungen?

Im nächsten Post werde ich dann mal schauen, was eigentlich die Community von ihrer Unterstützung für Projekten bei Startnext hat...

Viele Grüße

Donnerstag, 15. Mai 2014

"Original unverpackt"

Hallo,

im Laufe der Woche bin ich erneut auf eine sehr spannende Kampagne aufmerksam geworden, die mittlerweile mit Hilfe von Spenden umgesetzt wird. Es hat zwar nichts mit Sport zu tun, trotzdem möchte ich sie euch vorstellen, weil es mir zeigt, dass es immer wieder tolle Ideen gibt, die es zu unterstützen gilt. Und ich hoffe, dass dies ein erfolgreiches Beispiel für Crowdfunding wird, dass zeigt, was gemeinsam möglich ist - egal in welcher Branche.

Vielleicht habt ihr auch schon davon gehört: Original Unverpackt

Zuerst bin ich auf einen Artikel im Stern auf die Idee der Gründerinnen aufmerksam geworden:
http://mobil.stern.de/wirtschaft/news/original-unverpackt-supermarkt-schafft-verpackungen-ab-2109523.html?mobil=1

Es geht um ein neues Konzept zum Einkaufen, und zwar einen Supermarkt ohne Einwegverpackungen. Wer kann sich das denn noch vorstellen? Es reicht ja oftmals nicht, dass unsere Lebensmittel einfach verpackt sind, nein, in vielen Fällen sind sie ja von mehreren Schichten umgeben und beim Abendbrot kämpft man sich durch immer neue "Ideen" der Verpackungskünstler.

Damit soll jetzt Schluss sein!

Hier findet ihr die Website: http://original-unverpackt.de/ 

Mit Hilfe von Spenden konnte mittlerweile genügend Startkapital gesammelt werden, um im Sommer den ersten Laden in Berlin zu eröffnen. Über folgenden Link gelangt man zur entsprechenden Crowdfunding-Seite. Im Moment steht die Unterstützung bereits bei über 80.000€ innerhalb kürester Zeit.
http://www.startnext.de/original-unverpackt

Ich freue mich schon sehr auf die Umsetzung und werde das Projekt auf jeden Fall weiterverfolgen.

Viele Grüße
Maria

Mittwoch, 7. Mai 2014

It is not just about money ....

Hallo,

einen interessanten Ansatz, der mir beim Vergleichen der verschiedenen Definitionen vom Fundraising aufgefallen ist, möchte ich kurz mit euch teilen.

Dabei geht es um jene Mittel, die es zu beschaffen gilt. In erster Linie sind die meisten Menschen dabei auf Geldmittel fokussiert, doch bei professionellen Ansätzen des Fundraisings können auch Sachleistungen oder Dienstleistung enorm hilfreich sein. Diese Form kann auch Non-Cash Assistance bezeichnet werden. Aufmerksam geworden bin ich auf diese Art des Fundraisings im Buch "Fundraising: Professionelle Mittelbeschaffung für steuerbegünstigte Organisationen" von Michael Urselmann (6. Aufl., Springer Fachmedien Wiesbaden, 2014).

Eigentlich logisch: Denn Unternehmen können beispielsweise eigene Leistungen viel besser einem Verein zur Verfügung als Geld. Und jeder Verein bzw. jede Organisation benötigt gewisse Sachmittel oder Dienstleistungen. Ich denke, in Praxis wird diese Art des Fundraisings schon in vielen Vereinen auf einem gewissen Level gelebt. Es gäbe ja auch zahlreiche Möglichkeiten: Zum Beispiel kann eine regionale Wäscherei die Reinigung der Trikots bei Amateurmannschaften übernehmen oder Dienstleistungen wie Steuerberatung oder Buchhaltung werden über diese Kooperationen in Anspruch genommen. Einige Vereins-Webseiten basieren auf solchen Konzepten: da die Einrichtung und der Betrieb von Internetseiten sehr teuer ist, haben sich bei einigen Vereinen bzw. Organisationen Firmen gefunden, die sich tagtäglich mit Online-Services beschäftigen und so auch dem Verein eine eigene Plattform bieten. Die Organisation muss somit nicht die teueren Kosten tragen, da es für die Unternehmen wesentlich günstiger ist als der übliche Marktpreis, den man für eine Internetseite bezahlen müsste.

Allerdings muss man aufpassen, dass es hier nicht zur Verwechselung dieser Spenden mit Sponsoring kommt. Sobald beispielsweise die örtliche Wäscherei als Gegenleistung kostenlos Banner-Werbung am Spielfeldrand bekommt oder Anzeigen im Vereinsheft schalten kann, handelt es sich um Sponsoring und nicht um eine Spende. Sponsoring bezieht immer eine Leistung und Gegenleistung ein. Dies ist vor allem nicht nur eine Begriffsunterscheidung, sondern hauptsächlich die steuerrechtliche Unterscheidung ist in der Praxis relevant (Spende - ideeller Bereich/Sponsoring - wirtschaftlicher Geschäftsbereich).

Als Verantwortlicher sollte man sich also fragen: Was brauche ich tagtäglich und welches Unternehmen oder welche Person kann mir dies bieten?

Ist es wirklich zielführend, überall nur nach finanzieller Unterstützung anzufragen oder können kreative Ideen vielleicht für beide Seiten viel mehr Vorteile bringen? Sicherlich stecken in diesem Bereich noch viele ungenutzte Potentiale, die es zu erschließen gilt.

Ich würde mich freuen, einige gute Beispiele im Bereich Non-Cash Assistance kennenzulernen und freue mich auf Kommentare. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass im Laufe meiner Recherche und Beschäftigung mit diesem Thema noch der ein oder andere Post zu diesem Thema entstehen wird. Dies hier soll lediglich als Gedankenanstoß und erste Anregung dienen.

Viele Grüße
Maria

Donnerstag, 1. Mai 2014

Fundraising-Organisationen in Deutschland

Hallo zusammen,

nachdem ich mittlerweile mitten in der Literatur-Recherche für die Masterarbeit stecke (und nicht nur einmal schlucken musste als mir die Preise für die einschlägige Fachliteratur ins Auge fielen), ist mir auch bewusst geworden, dass Fundraising in Deutschland gar nicht so klein ist, wie die meisten bisher vermutlich angenommen haben. Auch ich muss zugegeben, dass ich die vorhandenen Strukturen und Netzwerke womöglich leicht unterschätzt habe.

Einige Beispiele, die mir heute aufgefallen sind, möchte ich hier auflisten und etwas näher darstellen.
Ich werde die Liste nach und nach vervollständigen.

Fundraising Akademie
http://www.fundraisingakademie.de/
Diese Organisation strebt eine Professionalisierung im Fundraising an und hat verschiedene Angebote für die Weiterbildung von Fundraisern und Organisationen, beispielsweise einen Studiengang oder die Ausbildung zum "CSR-Manager/in (FA)". Auch einzelne Tagesseminare und andere Weiterbildungsangebote werden angeboten.
Hier auch der Link zur vollständigen Programmübersicht: http://www.fundraisingakademie.de/bilden/programmuebersicht/

Deutscher Fundraising Verband e.V. (DFRV)
http://www.fundraisingverband.de/
Dieser Fachverband für Fundraiser und die verschiedensten Organisationen im Dritten Sektor setzt sich in Deutschland für die Rahmenbedingungen im Fundraising ein. So vertritt er beispielsweise im Sinne der Lobbyarbeit deren Anliegen in der Politik und Öffentlichkeit und ist maßgeblich an der Ausrichtung des Deutschen Fundraising Kongresses, der jährlich stattfindet, beteiligt. Aktuell hat der Verband ca. 1300 Mitglieder.

Fundraiser-Magazin
http://www.fundraiser-magazin.de/
Das Fundraiser-Magazin hat mir den eigentlichen Impuls gegeben, mich mit dem Thema Fundraising zu beschäftigen, da ich auf die diversen Ausgaben während der Recherche zur Bachelor-Arbeit aufmerksam geworden bin. Seitdem stöbere ich immer mal wieder auf der Homepage oder lade mir die verschiedenen Ausgaben im Archiv herunter. Hier werden verschiedenste News aus der Branche präsentiert, Hinweise und Tipps gegeben und Informationen gesammelt. Eine wahre Fundgrube :)

Auf den Webseiten alle drei konnte ich wertvolle Informationen und einen guten Überblick zum Fundraising gewinnen. Allerdings habe ich bisher keinen konkreten Hinweis zum Thema "Fundraising im Sport" entdeckt, aber ich bin mir sicher, dass ich auch hier noch auf interessante Kampagnen und Institutionen stoßen werde.

Ich bin mir sicher, dass alle drei genannten in meiner weiteren Literaturrecherche eine wichtige Rolle spielen und freue mich schon auf die weiteren Organisationen, die ich dieser Liste noch beifügen werde.

Viele Grüße und bis bald
Maria

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