Sonntag, 1. November 2015

Crowdinvesting für Sportvereine

Hallo zusammen,

die letzten Wochen waren etwas hektisch, deshalb habe ich auch wenig Posts hier veröffentlicht.

Hintergrund ist, dass ich noch tiefer in die Fundraising-Materie eintauchen werde. Denn dies wird mich die nächsten drei Jahre während meiner Promotion begleiten. Um genau zu sein, beschäftige ich mich dabei mit dem Thema Crowdfunding, und speziell mit Crowdinvesting. Dabei möchte ich die Idee des Crowdinvestings als Finanzierungsalternative für Sportvereine evaluieren. Bisher sieht es so aus, als ob ich dies vor allem auf den Fußball-Bereich beziehen werde, um dann von dort aus auch Ideen für andere Sportstrukturen zu entwickeln.

Crowdinvesting ist eine Sonder-Form des Crowdfundings, bei der einzelne Personen oder kleine Gruppen Anteile an einem Unternehmen etc. erhalten können, indem sie einen gewissen Betrag für das Eigenkapital zur  Verfügung stellen. Es gibt zahlreiche Portale, die sich dafür spezialisiert haben (z.B. Bergfürst - www.bergfuerst.com).

Bei meiner Recherche ist mir ein Portal aufgefallen, was ich Euch nicht vorenthalten möchte, denn darüber haben bereits einige Sportvereine ein erfolgreiches Crowdinvesting abgewickelt: Es handelt sich um Crowdrange. Hier könnt ihr Euch selbst ein Bild davon machen:
http://www.crowdrange.de/crowdfunding-im-sport-fussball/

Zum Beispiel hat der VfL Osnabrück ein sehr erfolgreiches Crowdinvesting durchgeführt und über ein sogenanntes "Lizenz-Darlehen" seine Fans aktiv eingebunden. Ab 50 Euro und für 3 % Verzinsung pro Jahr konnten Unterstützer dem Verein Geld zur Verfügung stellen, das nötig war, um die Lizenzauflagen der DFL zu erfüllen. Hier das Beispiel mit sämtlichen Hintergrundinfos:
http://www.crowdrange.de/project/vfl-osnabruck/

Ich denke, Sportvereine sollten nicht nur die Möglichkeit prüfen, Fans um Spenden zu bitten, sondern diese noch viel aktiver in die finanzielle Entwicklung des Vereins einzubinden. Denn Fans sind nicht irgendwer, sie haben ein ganz spezielle emotionale Bindung zum Verein und das Community-Gefühl verstärkt die Wirkung um ein vielfältiges....

Ich bin mir sicher, dass ich im Zuge der Promotion noch öfter über dieses Thema schreiben werde, sodass dies hier zunächst einmal nur als Aufhänger und Einleitung zu verstehen ist.

PS: Wer von Euch andere Crowdinvesting-Beispiele im deutschen Fußball (oder Sport allgemein) kennt - auch wenn sie vielleicht nicht so bezeichnet wurden - oder sich zu diesem Thema austauschen möchte, kann sich gerne an mich wenden.

Viele Grüße
Maria

Montag, 28. September 2015

Tag der Stiftungen steht vor der Tür

Hallo liebe Leser,

der 01. Oktober steht kurz vor der Tür und damit auch der Tag der Stiftungen.

Bereits zum 3. Mal wird dieser Tag begangen, und zwar nicht nur in Deutschland, sondern in insgesamt 11 europäischen Ländern. Nicht zuletzt gilt es mit dieser Aktion, an einem Tag die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Wirken von Stiftungen zu lenken.

Weitere Infos zum Tag der Stiftungen gibt es unter:
www.tag-der-stiftungen.de

Mein Ziel hier im Blog ist aber nicht nur die Berichterstattung über die verschiedenen Aktionen, sondern ich möchte bewusst nur die sportbezogenen Aktivitäten in den nächsten Tagen vorstellen.

Also: wer von einer interessanten Aktion zum Tag der Stiftungen aus dem Sportumfeld gehört hat, kann dies gerne in den Kommentaren vermerken, ansonsten seid gespannt, welche Aktionen mir am 01. Oktober ins Auge fallen und dann hier kurz genannt werden.


Viele Grüße

Maria
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Wie versprochen hier nun einige Aktionen zum Tag der Stiftungen aus dem Bereich Sport...


Aktion 1: Bürgerstiftung Wolfsburg

Die Bürgerstiftung Wolfsburg hat bereits im Vorfeld des 1. Oktobers eine Aktion gestartet und am vergangenen Sonntag ein Benefiz-Golfturnier durchgeführt. Dieses Turnier ist in einer Kooperation mit dem Golfclub Wolfsburg, dem VfL Wolfsburg und den Grizzlys Wolfsburg. Auch einige der prominente Spieler waren dabei. Die Tombola mit Spitzenpreisen (Fußball-Tickets des VfL, Golfrunden mit Profi,...) rundete den Aktionstag erfolgreich ab.

Hier gibt es weitere Infos:
http://www.buergerstiftung-wolfsburg.de/
http://www.gc-wob.de/

Am Tag der Stiftungen wird die Bürgerstiftung Wolfsburg gemeinsam mit der Stiftungslandschaft Wolfsburg in der City Galerie einen Stand haben und auf sich aufmerksam machen.


Ihr habt von weiteren Aktionen aus dem Bereich Sport oder von sportlichen Aktivitäten gehört? Gerne nehme ich diese hier auf.

Viele Grüße
Maria

Sonntag, 30. August 2015

Sponsoring vs. Fundraising

Hallo,

eine nicht zu unterschätzende Diskussion im Bereich Fundraising und Sport ist sicherlich die Beurteilung von Sponsoring. Ich habe darüber ja auch schon im Blog immer mal geschrieben, dass es verschiedenste Sichtweisen gibt. Für die einen (hauptsächlich aus der Fundraising-Branche) ist Sponsoring ein Teil vom Fundraising, für andere (hauptsächlich mit Sportmanagement-Hintergrund) ist es eine eigenständige "Disziplin"...sicherlich aufgrund der Bedeutung des Sponsorings im Sport eine ernstzunehmende Einschätzung.

Wie ich mich diesbezüglich in der Masterarbeit positioniert habe, könnt ihr im heutigen Post lesen (natürlich in gekürzter Form):

Bruhn (2010, S. 6f.) definiert Sponsoring als die 
"Planung, Organisation, Durchführung und Kontrolle sämtlicher Aktivitäten, die mit der Bereitstellung von Geld, Sachmitteln, Dienstleistungen oder Know-how durch Unternehmen und Institutionen zur Förderung von Personen und/oder Organisationen in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Umfeld und/oder Medien verbunden sind, um damit gleichzeitig Ziele der Unternehmenskommunikation zu erreichen."

Schon bei der Definition wird deutlich erkennbar, dass der Sponsor für seine Unterstützungsleistung eine angemessene Gegenleistung erwartet. Das Kriterium der (marktadäquaten) Gegenleistung stellt das Hauptkriterium für die hier vorgenommene Abgrenzung zwischen Spende und Sponsoring dar. Denn wie bereits erwähnt ist eine Spende durch ihre Freiwilligkeit und ihren unentgeltlichen Charakter bestimmt (Gahrmann, 2012, S. 44; Fabisch, 2006, S. 6; Urselmann, 1998, S. 12). 

Von vielen Meinungsbildern der Fundraising-Branche wird Sponsoring - unter Berücksichtigung der wesentlichen Unterscheidungskriterien - als ein Teil des Fundraising und als ein Instrument der Mittelbeschaffung betrachtet (Haibach, 2012, S. 17; Gahrmann, 2012, S. 13). Ursache für diese Betrachtungsweise ist das ganzheitliche Verständnis vieler Experten, die Fundraising als allumfassende Ressourcenbeschaffung einer gemeinnützigen Organisation verstehen. Dies ist sicherlich im übergeordneten Fundraising-Kontext nachvollziehbar, denn Sponsoring ist in der Praxis ein Tool, womit eine NPO von der Zielgruppe der Unternehmen (meist) finanzielle Mittel akquiriert. Die hier vorgenommene Abgrenzung soll auch nicht dazu dienen, diesen ganzheitlichen Res- sourcen-Ansatz des Fundraising in Frage zu stellen. Allerdings kann das Sponsoring aufgrund des wirtschaftlichen Charakters, der dieser Austauschbeziehung zugrunde liegt, nicht mit Spenden gleichgesetzt werden. Dies erkennt auch Urselmann an, denn für ihn ist „[d]ie Unterscheidung von Spende und Sponsoring [...] von hoher steuerrechtlicher Bedeutung und keinesfalls nur [ei- ne] begriffliche Haarspalterei“ ( 2014, o.S./P. 6801).   ...

Buss vertritt ebenfalls die Meinung einer klaren Trennung der beiden Bereiche, da für ihn Sponsoring aus Sicht einer NPO eine andere Form der Drittmittelbeschaffung und aus der Sicht eines Unternehmens ein Kommunikationsinstrument im Marketing-Mix ist. „Sponsoring und Fundraising sind daher zwei sehr unterschiedliche Dinge und sollten aus verschiedenen Gründen (vertraglich vereinbarte Gegenleistungen, Mehrwertsteuerpflicht etc.) streng auseinandergehalten werden“ (2012, S. 7). Auch Haibach (2012, S. 419) sieht im Sponsoring eine Form der Werbung zur Imagekommunikation. Daher wird für die vorliegende Arbeit das klassische Sponsoring nicht betrachtet - ebenso wie einige andere Beschaffungswege (beispielsweise Merchandising). Hintergrund ist, der nach Meinung der Autorin zu starke wirtschaftliche Charakter, denn „[b]eim Sponsoring handelt es sich um ein Geschäft“ (Haibach, 2012, S. 419).

Hinzu kommt bei dieser Arbeit der spezifische Kontext des Sports. Sponsoring nimmt in der Sportbranche einen besonderen Stellenwert ein, denn das Thema ist beinahe omnipräsent bei allen Sportvereinen. Für kleine Vereine stellt Sponsoring in der Regel ein normales Fundraising-Instrument dar und es ist schwer genug darüber genügend Finanzmittel zu gewinnen; für Profi-Vereine trifft dies nicht vollumfänglich zu. Aufgrund dieser Abgrenzung wird deutlich, warum die These aufkommt, dass Sportorganisationen im Fundraising - wie es hier in dieser Arbeit verstanden wird – eher wenig aktiv sind verglichen mit Nonprofit-Organisationen anderer inhaltlicher Themenbereiche wie Kinderhilfe oder Umweltschutz. Die meisten Aktivitäten in Sportvereinen beschränken sich nämlich oftmals ausschließlich auf das Sponsoring - ohne weitere Fundraising- Instrumente auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Hier kann man hinterfragen, warum dies so ist. Ein Ansatz ist es zu sagen, dass Sponsoring und Sport aufgrund des Images, den der Sport hat und die Unternehmen durch Sponsoring gewinnen möchten, sehr gut zusammenpassen. Grundsätzlich gibt es für jeden Spendenzweck bzw. für jede Branche sicherlich Fundraising-Tools die besser passen oder weniger passen. Sport spielt sich zum Großteil in der Öffentlichkeit ab und wird von den Menschen wahrgenommen. Deshalb sind hier vernünftige Sponsoring- Vereinbarungen realisierbar, da dem Unternehmen die entsprechende Plattform geboten werden kann (Haibach, 2012, S. 420).

Als Anmerkung sei noch erwähnt, dass gerade im Sportbereich die Verwendung und Unterscheidung der Begriffe nicht immer eindeutig ist und vor allem das Wort Sponsoring häufig sehr inflationär gebraucht wird. Nicht zuletzt sprechen einige Experten deshalb auch davon, dass Sponsoring in fast allen Fällen, vor allem im Breitensport, eher Mäzenatentum anstatt Sponsoring im betriebswirtschaftlichen Sinne ist.



Dies soll als Auszug zur Abgrenzung zwischen Sponsoring und Fundraising reichen, vor allem in Hinblick auf den Sport. Mich würde Eure Meinung zu dieser Auseinandersetzung interessieren..

Viele Grüße
Maria


Referenzen:

Buss, P. (2012). Fundraising - Grundlagen, System und strategische Planung. Bern: Haupt Verlag. 

Bruhn, M. (2010). Sponsoring. Systematische Planung und integrativer Einsatz. 5. Auflage. Wiesbaden: Gabler. 

Fabisch, N. (2006). Fundraising - Spenden, Sponsoring und mehr ... 2. Auflage. München: dtv. 

Haibach, M. (2012). Handbuch Fundraising - Spenden, Sponsoring, Stiftungen in der Praxis. 4. Auflage. Frankfurt am Main: Campus. 

Gahrmann, C. (2012). Strategisches Fundraising. Wiesbaden: Springer Gabler. 

Urselmann, M. (1998). Erfolgsfaktoren im Fundraising von Nonprofit- Organisationen. Wiesbaden: Gabler Verlag. 

Urselmann, M. (2014). Fundraising - Professionelle Mittelbeschaffung für steuerbegünstige Organisationen. 6. Auflage. Wiesbaden: Springer Gabler. 

Freitag, 31. Juli 2015

Stiftungen von Sportlern

Hallo in die Runde,

sicher habt ihr schon gelesen oder mitbekommen, dass es auch in diesem Sommer wieder die ein oder andere Neugründung von Stiftungen gab, hinter denen ein Sportler steht.

In den letzten Wochen stand dabei vor allem die Toni Kroos Stiftung in der Öffentlichkeit.
Die Stiftungszwecke sind bei dieser Stiftung die Unterstützung von gesundheitlich beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen und deren Familien.
http://www.tonikroos-stiftung.de/

Auch Neven Subotic hat eine eigene Stiftung. Auch hier geht es um das Wohl von Kindern, allerdings hauptsächlich mit Projekten in Afrika. Bei dieser Stiftung ist das interessante, dass die Spenden wirklich der Arbeit vor Ort zugute kommen, denn die Verwaltungskosten werden durch Neven Subotic selbst getragen.
http://nevensuboticstiftung.de/

Weitere Stiftungen sind beispielsweise die Henry Maske Stiftung, Tiger Woods Foundation, Children for Tomorrow (Steffi Graf) .... meist geht es um die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen.

Grundsätzlich finde ich dieses Engagement sehr gut, denn mithilfe dieser Stiftungen können viele Projekte umgesetzt werden. Wichtig finde ich dabei vor allem, dass der Sportler auch persönlich hinter dem Anliegen steht... idealerweise durch eine persönliche Erfahrung, denn dann ist es auch wirklich authentisch. Hier liegt nämlich aus meiner Sicht auch das Problem. Viele dieser Stiftungen sind nämlich nur ein Mittel zur Imagepflege. Hier sollte man wirklich unterscheiden und sich als Spender vor einer Spende genauer informieren.

Außerdem sehe ich eine Gefahr in dem Entstehen zu vieler "kleiner" Stiftungen mit ähnlichen Zwecken. Der Spender wird verwirrt. Wir merken dies in unserer täglichen Arbeit. Auch in den Turn-Strukturen gibt es mehrere Stiftungen. Intern mag man diese Struktur noch verstehen, aber strukturfremde Menschen können nicht nachvollziehen, warum unterschiedliche Stiftungen mehr oder weniger die gleichen Ziele verfolgen.

Wichtig wäre aus meiner Sicht, in einer großen Organisation viel zu bewegen, sprich Synergien zu nutzen. Natürlich möchte jeder irgendwo seinen eigenen Stempel aufdrücken, aber sind es nicht immer ähnliche Spender-Zielgruppen? Es geht um Sportfans (hier natürlich leicht differenziert nach Sportler, Sportart,...) und um Personen, die Kinder unterstützen wollen. Im Sport ist es sicherlich nicht vorstellbar, nur eine einzige Stiftung zu haben, aber wären nicht die ein oder andere größere "Dachorganisation" sinnvoller? Vielleicht gibt es ja eines Tages eine Stiftung "Sportler schenken Zukunft" und in einer solchen Stiftung könnten verschiedene Sportler individuelle Projekte unterstützen. Mir würde dies besser gefallen.

Wie gesagt, ich finde es super, dass Sportler/-innen sich engagieren. Aber bitte nur, wenn man auch wirklich persönlichen Einsatz zeigt, denn dan ist es glaubwürdig und nachhaltig. Wer nur einmal etwas Gutes zu möchte, sollte eher schauen, wo man sich in einer anderen Form beteiligen kann.

Wie steht ihr zu Stiftungen, die von Sportler/-innen gegründet werden?

Viele Grüße
Maria

Dienstag, 30. Juni 2015

Olympia - Opfer der Gier?!

Hallo liebe Leser,

auch wenn es mit Fundraising nicht direkt etwas zu tun hat, möchte ich das Thema des Tages aus sportpolitischer Sicht nicht ganz unkommentiert lassen. Daher kurz eine Randnotiz zur Vergabe der Rechte zur Olympia-Übertragung.

Olympia läuft ab 2018 aller Voraussicht nach nicht mehr bei ARD und ZDF, sondern bei Discovery Communications bzw. dessen Tochter Eurosport.

Ein mögliches Ziel des IOC: ein eigener olympischer Sender. Soweit könnte ich der Argumentation noch folgen. Doch geht es nicht mit großer Sicherheit eher wieder einmal um die höheren Einnahmen, die das IOC somit erzielt? Wird der olympische Gedanke (man erinnere sich daran, dass es hier einmal um Amateursport ging) in solchen Entscheidungen noch berücksichtigt? 1,3 Milliarden Euro wurden für das Rechtepaket angeblich bezahlt. Fast soviel wie Griechenland benötigt, um all seine Schulden abzubauen (1,6 Milliarden Euro). Dazu gibt es übrigens eine Crowdfunding Kampagne (https://s3.amazonaws.com/igg-errorpage/greece_message.html#/story), aber das nur am Rande.

Eine Vermutung ist, dass die öffentlich-rechtlichen Sender an ihrer Lobbyarbeit gescheitert sind. Große internationale Konzerne wie Discovery Communications sind in diesem Bereich einfach professioneller als die unzähligen kleinen, nationalen öffentlich-rechtlichen Senderanstalten. Ihr Zusammenschluss, die EBU kennt (wenn wir mal ehrlich sind) kaum jemand. Angeblich gescheitert ist das Angebot von ARD und ZDF am Online und Social Media Angebot. Dies würde mich tatsächlich nicht wundern, denn hier besteht sicherlich grundsätzlich in Deutschland und besonders im öffentlich-rechtlichen Bereich noch Nachholbedarf.

Verdächtigt ruhig war es rund um diese Rechte-Ausschreibung, wie auch die Süddeutsche Zeitung feststellte. Normalerweise ist eine Rechtevergabe und die Verhandlungen im Vorfeld von größerem Interesse. Warum dies in diesem Falle von Anfang an nicht so war, wissen wahrscheinlich nur die Verantwortlichen. Auch die zitierten Sätze der Stellungnahme zeigen keine Emotionalität, was man normalerweise erwarten würde. O-Ton ARD/ZDF: "ARD und ZDF nehmen die Entscheidung des IOC (...) zur Kenntnis". Die Frage, die sich dem Beobachter stellt: wollten ARD und ZDF die Übertragungsrechte überhaupt?! Es bleibt für den Sport zu hoffen, dass die Antwort darauf zumindest JA gewesen ist, wenn die Entscheidung des IOC schon ein klares NEIN war.

Eine Hoffnung bleibt: Sublizenzen, die Discovery Communciations an andere TV-Anstalten vergeben kann. Und bei Eurosport ist Olympia ja glücklicherweise wenigstens im Free-TV zu sehen, aber diese Voraussetzung ist ja vertraglich vorgeschrieben.

Letztendlich wird die Sportberichterstattung unter der Entscheidung leiden, vor allem auch was kritische Themen rund um die Olympischen Spiele bzw. in den Zeiträumen dazwischen angeht. Hier ist dann wohl die Crowd gefragt, kritische Fragen zu stellen.Sportberichterstattung basiert nun eben eigentlich auf dem 4-Jahres-Rhythmus der Spiele. Es bleibt abzuwarten, wie sich dies entwickelt.

Aus meiner Sicht ist dies in jedem Falle eine Entscheidung des Geldes gewesen, und mal wieder keine 100% sportliche Entscheidung.

Was denkt ihr? Ich denke dieses Thema kann man durchaus kontrovers betrachten.


Weitere Artikel im Netz zum Thema:
http://www.sueddeutsche.de/medien/wie-ard-und-zdf-die-olympia-rechte-verloren-ihr-seid-raus-1.2544460
http://www.spiegel.de/sport/sonst/ard-sportkoordinator-axel-balkausky-kritisiert-ioc-entscheidung-a-1041417.html


Donnerstag, 21. Mai 2015

DFK2015 Teil II

Hallo,

mittlerweile ist der Deutsche Fundraising-Kongress schon wieder vorbei. Doch ein Bericht zum 2. und 3. Tag von mir steht noch aus. Diese beiden Tage hatten neben zahlreichen Seminaren und Tablesessions auch die Gala-Veranstaltung am Mittwochabend mit der Preisverleihung des Fundraising-Preises zu bieten.

Hervorheben möchte ich vor allem die beiden Keynotes: zum einen den Auftakt durch Prof. Van Bo Le-Mentzel, der dazu aufrief, einmal über den Begriff Erfolg nachzudenken und auf unserem Weg zum Ziel auch immer mal nach links und rechts zu schauen. Er prägte dafür den Begriff Karmaraising. Er stellte außerdem sein "demokratisches Stipendium" sowie sein neues Projekt "Hartz-5" vor, bei dem es darum geht über Crowdfunding den eigenen Lebensunterhalt bzw. den eines besonderen Menschen zu finanzieren, damit so Freiraum für wesentliche Dinge geschafft werden kann. Besonders authentisch fand ich ihn vor allem auch dadurch, dass er selbst mit seinem kleinen Kind auf der Bühne stand und somit zeigte, was für ihn im Leben wirklich wichtig ist. Prof. Margot Kässmann (Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) für das Reformationsjubiläum 2017) sprach über das Geben und Nehmen und betonte, dass man ruhig "Gutmensch" sein dürfe. Geld ist nichts schlechtes, so ihre These, wenn es denn richtig eingesetzt wird, nämlich zum Wohle der Gemeinschaft. Der Stellenwert des Vertrauens als Grundlage für sämtliche Aktivitäten, nicht nur das Fundraising, wurde von ihr ebenso betont. Geiz und Neid wiederum seien schlechte Werte, die vor Gott keinen Bestand haben. Die Ansprache von Frau Prof. Kässmann hat meines Erachtens wirklich zum Nachdenken angeregt und einen guten Abschluss des DFK2015 gebildet.

Außerdem gab es eine Kunstaktion im Rahmen des Fundraising-Kongresses. Der Künstler Ralf Kopp hatte aus tausenden 1-Cent Münzen das Wort "VERANTWORTUNG" vor dem andels Hotel gelegt. Diesen Versuch gab es vorher schon an anderen Orten unter dem Thema "Gier frisst...". Ziel der Aktion war es, zu schauen wie die Bevölkerung auf Geld im öffentlichen Raum reagierte. Die stille Hoffnung war, dass am Ende des Tages vielleicht etwas davon übrig bliebe, um dies zu spenden...am Anfang funktionierte dies kurz, doch dies erfüllte sich leider nicht....Seht selbst selbst:
https://vimeo.com/128428027 und http://www.gierfrisst.de/

Die Gala des Fundraising-Kongresses bot einen festlichen Rahmen für die Preisverleihung des Deutschen Fundraising-Preises. Pfarrer Meurer aus Köln erhielt den Preis für die besondere Fundraising-Persönlichkeit, der in seiner Dankesrede zugleich zeigte, warum er definitiv ein würdiger Preisträger ist. Dr. Martina Klein vom Klinikum Dortmund durfte sich über den Preis für die besondere Fundraising-Kampagne freuen (Anschaffung eines Kinder-MRTs). Doch besonders gefeiert wurden die Preisträger des Sonderpreises. Die Aktion "Rechts gegen Rechts - der unfreiwilligste Spendenlauf Deutschlands" aus Wunsiedel konnte durch Mut und Kreativität besonders überzeugen. Diese Aktion wurde sogar als Revolution des Fundraising bezeichnet. Seht am besten selbst, was auch mit einfachen Mitteln bewegt werden kann... was mir am besten an der Aktion gefiel: die Neo-Nazis hatten keine andere Wahl als den "Spendenlauf" durchzuführen, wären sie weggeblieben, wäre ja das Ziel ebenso erreicht worden. Perfekte Inszenierung. Schön, dass die Aktion bereits Zuspruch für weitere Spendenläufe erhalten hat.
http://www.rechts-gegen-rechts.de/

Es durfte auf der Gala außerdem auch getanzt werden und das ließen sich viele nicht zweimal sagen.

Doch was gab es ansonsten noch für Themen und Anregungen. Nachfolgend findet Ihr einige Punkte aus verschiedenen Seminaren. Diese Übersicht erhebt selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dies ist schon allein der Tatsache geschuldet, dass ich selbst immer nur ein Seminar besuchen konnte...schade eigentlich, da es wirklich sehr viele interessante Themen gab und ich jedes Mal eine Entscheidung für und somit gegen etwas anderes treffen musste. Ich hoffe sehr auf die Sildes im Nachgang der Veranstaltung:

- Sehr interessant fand ich die Vorstellung von Stefan Pandorf von Particulate (http://particulate.me und ihre Plattform www.socialfunders.org) Er zeigte auf, wie vor allem durch Einbindung und aktives Mitgestalten Kunden das soziale Engagement von Unternehmen stärker wahrnehmen können. Dafür hat sein Unternehmen ein Modell entwickelt, in dem die Kunden eines Unternehmens über Gutschein-Codes entscheiden, für welches Projekt gespendet wird und die Spende selbst tätigen.

- Nicolas Reis von altruja und Nora Jäger von den Seenotrettern (DGzRS) beleuchteten nochmals die Ice-Bucket Challenge mit ihren Erfolgsfaktoren und Problemen und wiesen zugleich darauf hin, dass man solch einen Erfolg nicht planen könne. Dennoch gibt es einige Kriterien, die bei solchen erfolgreichen Online-Kampagnen immer wieder auftreten: kreative Idee, Mut, Emotionales Involvement, Einfachheit und Sharing-Viralität sowie Reichweite auf allen Kanälen.

- Michael Meid zeigte auf, wie viele verschiedene Blogs, Newsletter, Websiten etc. es mittlerweile zum Thema Fundraising im Netz gibt. Sicherlich für jeden etwas Gutes dabei, um sich selbst auf den neuesten Stand zu halten bzw. weiterzubilden. Gerade international muss man für sich die richtige Auswahl treffen, Material gibt es genug.

- Jörg Eisfeld-Reschke und Kai Fischer gingen auf die verschiedenen Studien ein, die es zum Thema Fundraising aktuell gibt. Dabei haben beide auch aufgezeigt, dass es noch zahlreiche Lücken gibt bzw. die Fehlertoleranzen bei vorhandenen Studien z.T. zu groß sind. Interessant dabei war, dass man durch diese Analysen des Forschungstandes eben auch neue strategische Felder entdecken kann, wie zum Beispiel das Großspender-Fundraising, Unternehmenskooperationen oder Online-Fundraising. Etwas genauer wurde auch der Engagementbericht der Bundesregierung beleuchtet, der hervorhob, dass von Unternehmen pro Jahr 8,5 Mrd. Euro Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden. Diese Zahl bedarf allerdings noch genauerer Erklärung, was darin alles abgebildet ist. Schaut man sich beispielsweise alleine die Sponsoringvolumen des Sports an, kommt tatsächlich die Frage auf, was dabei für den Rest noch übrig bleibt bzw. dann wird diese Zahl doch schnell wieder ein wenig relativiert (zum Vergleich: 1. Bundesliga Sponsoringeinnahmen Trikot+Ausrüster 230 Millionen Euro in 2013 - nur 1. Bundesliga Trikot- und Ausrüstersponsoring ohne alle anderen Fußball-Sponsorings, Formel 1, Wintersport, ...Quelle: http://fussball-geld.de/einnahmen-der-vereine-sponsoren/)

- Richarda Raths ging näher auf die Herausforderungen im Face-to-face Fundraising ein und zeigte auch auf, dass dies nur funktioniert, wenn es wirklich professionell betrieben wird..ansonsten sind die Kosten für eine solche Kampagne nämlich zu hoch.

- Dr. Kreuter, Sascha Schlotzenburg und Lisa Nadig zeigten im Beitrag "Fördergewinnung - zurück zu den klassischen Tugenden" anhand zweier Fallstudien wie Großspender-Fundraising funktionieren kann. Dabei wurde aber vor allem auch gezeigt, dass es auf Langfristigkeit, persönliche Interaktion und einen starken thematischen Fokus ankommt. Einfach nur verschärfter Vertrieb, eine höhere Schlagzahl und ein breiteres Aufstellen reichen nicht, um im stärker werdenden Wettbewerb zu bestehen.

- Ähnliches berichteten auch Dr. Patrick Roy und Thomas Schiffelmann. In ihrem Seminar ging es um zukunftsfähige Unternehmenskooperationen und Cause Related Marketing. Dabei sind ebenfalls einige Aspekte von entscheidender Bedeutung: die inhaltliche Verbindung (Problemlösung ins Zentrum rücken), kreative Methodik gemeinsam entwickeln und eine zeitgemäße Partnerschaft aufbauen. Hier können mit Kreativität und dem entsprechenden Einsatz und Wollen auf beiden Seien erstaunliche Kooperationen entwickelt werden.

In den Gesprächen mit anderen Teilnehmern habe ich herausgehört, dass auch die anderen Seminare spannende Inhalte boten (Telefoneinsatz im Nachlassfundraising, Einbeziehung des Vorstands usw.). Ich denke also, dass sich auf dem DFK2015 für alle etwas finden ließ. Und neben den Seminaren und inhaltlichen Anstößen ging es ja vor allem auch ums Networking. Ich denke diese Gelegenheit haben alle Teilnehmer sehr gut für sich genutzt.

Zum Schluss kann man also nur sagen: danke den Organisatoren für die gelungene Veranstaltung und auf ein Neues in 2016 ;)

Viele Grüße
Maria





Dienstag, 19. Mai 2015

Fazit vom 1. Tag des DFK2015

Hallo,

der 1. Tag beim Deutschen Fundraising-Kongress in Berlin geht zu Ende. Für mich ist es das 1. Mal, dass ich bei diesem Branchentreffen dabei bin. Hier im Blog werde ich deshalb über die einzelnen Tag und die Sessions, die ich besuche, berichten.

Los ging der Tag mit den Workshops. Dabei hatte ich mich für "Retention is something you do, its everything you do" mit Charlie Hulme und Rachel Hunnybun entschieden.
Ohne die anderen Workshops erlebt zu haben, war dies für mich definitiv eine gute Wahl.

Im ersten Teil ging es erst einmal um Ursachenforschung, warum verlieren wir eigentlich Spender und was bedeutet dies für unsere Organisation?
Anhand von zwei einfachen Fragen kann man sich quantitativ daran annähern:

"How many donors did you lose last year?"
"What is your average income per donor?"

Rechnen Sie es einmal für Ihre Organisation aus, sind Sie überrascht von der Zahl? Wir waren es im Workshop definitiv.

Wenn man sich dann mal den Trend bei den meisten Organisationen anschaut, sieht es in etwa so aus:
"Cost of acquisition is going up, retention's going down!" .. Düstere Zeiten. Jedes Unternehmen, dass so viele Kunden verlieren würde, würde nicht lange existieren. So die Vermutung.

Danach haben wir uns intensiver mit der Frage beschäftigt, warum Spender weg gehen und festgestellt, dass fast alle Gründe (bis auf den Tod) lösbar und von der Organisation gesteuert werden können. Gründe sind beispielsweise:
- keine Information, was mit dem Geld passierte (8%)
- keine Erinnerung an die eigenen Spende (9%)
- kein Dankeschön erhalten (13%)
- Tod (16%)
- andere Organisationen verdienen es mehr (36%)
- man kann sich die Unterstützung nicht mehr leisten (54%)

Die meisten dieser Gründe können durch eine verbesserte Kommunikation behoben werden. Insgesamt verliert man knapp die Hälfte der verlorenen Spender aufgrund schlechterer Kommunikation. Das muss nicht sein.

Wir haben uns als Fallbeispiel auch einmal Rachel's Organisation (Practical Action) angeschaut. Bei ihnen erhält der Spender innerhalb eines Jahres 26 Interaktionen (Mailings, Newsletter, Anruf, ... ) und wird förmlich überflutet mit unterschiedlichsten Informationen. Der Spender wird verwirrt. Solche Fehler müssen nicht sein und man sollte sich darüber bewusst werden, welche Abteilungen in welcher Art und Weise mit dem Spender kommunizieren, es ist ja nicht nur die Fundraising Abteilung.  Letztendlich geht es bei der Kommunikation mit dem Spender immer um Relevanz! Nur relevante, wichtige Punkte sollten kommuniziert werden. Weniger ist an dieser Stelle vielleicht mehr. Außerdem haben wir über das Dankeschön für die Spende gesprochen. Hier sollte nicht gleich der nächste Zahlschein beigefügt sein. Das wirkt nicht immer vertrauensbildend. Allerdings ist dies ein Thema für sich.

Abschließend haben wir uns aus der Wirtschaft drei einfache Beispiele für gelungene Kommunikation angeschaut und daraus abgeleitet, dass
- Kommunikation persönlich und individuell sein sollte
- die Sprache angemessen sein muss (gerade bei Kindern)
- man sich für Feedback bedanken sollte, ggf. auch mit einer Belohnung
- man dem Spender aufmerksam zuhören muss
- zügig antworten sollte
- jeder Mitarbeiter der eigenen Organisation zählt und Berührung zu (potentiellen) Spendern hat
- kleine Interaktionen (microinteractions) sehr wirkungsvoll sein können

Letztendlich dreht sich alles um eine gelungene Feedback-Kommunikation.


Anschließend fand die Mitgliederversammlung des Deutschen Fundraising Kongresses statt .... zu der kann ich allerdings als (aktuell noch) Nicht-Mitglied nichts sagen.... ich hoffe, darüber bald in den News des Verbandes zu erfahren.

Den Abschluss des heutigen Tages bildete die offizielle Kongress-Eröffnung und die Podiumsdiskussion zum Thema "Transparenz & Wirkungsmessung". Am Anfang gab es eine relative Einigkeit unter den Podiumsteilnehmern (Gerhard Wallmeyer - Greenpeace, Burkhard Wilke - DZI, Dr. Martin Dodenhoeft - Deutsche Kriegsgräberfürsorge und Deutscher Fundraising Verband, Nicolaus Stadeler - Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, Dr. Andreas Rickert - PHINEO). Dabei ging es um die Feststellung, dass die Komplexität des Themas nicht komplett gemessen werden kann und dass es bei der Wirkungsmessung sowohl die interne als auch die externe Zielgruppe gibt.

Etwas mehr Diskussion auch mit dem Publikum gab es bei der Frage der Betrachtung von Spendensiegel und PHINEO Ranking. Hier wurden diverse pros und cons für eine Standardisierung/Regulierung diskutiert und vor allem das PHINEO Ranking, veröffentlicht bei Spiegel Online, hat einige Kritik abbekommen.

Im Rahmen dieser Diskussion wurde auch mehrmals darauf hingewiesen, den Spender bitte nicht aus den Augen zu lassen - und auch nicht den Nicht-Spender, wenn man an die 60% der Deutschen denkt, die sich nicht engagieren. Gerade dieser sei durch Rankings sehr verwirrt und verunsichert.
Herr Wallmeyer brachte in diesem Zusammenhang auch den Trend der Selbstdarstellung der Spender (Stichwort Spenderbefriedigung) ein und setzte sich kritisch mit der Ice-Bucket Challenge auseinander. Sein Anliegen hierbei war es, die inhaltliche Perspektive und die Information darüber im Sinne der gesellschaftlichen Verantwortung nicht aus den Augen zu verlieren. Dennoch: Spaß beim Spenden muss sein und ich selbst bin Aktionen wie der Ice-Bucket Challenge eher offen eingestellt - natürlich darf die Information und das Spendenanliegen darunter nicht leiden (siehe dazu den Post zur Ice-Bucket Challenge (http://fundraisingimsport.blogspot.de/2014/08/als-ice-bucket-challenge.html)

Das soll es aber als Zusammenfassung des ersten Tages gewesen sein. Ich für meinen Teil werde jetzt den Blick auf das nächtliche Berlin nochmal aus der 14. Etage genießen ;) #skybar

Viele Grüße
Maria









Montag, 18. Mai 2015

Via Crowdfunding nach Berlin

Hallo,

jetzt ist es bald soweit..morgen geht's in Berlin mit dem Deutschen Fundraising Kongress los.

Und ich bin auf dem Weg dorthin. Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich von dort berichten werde bzw. einen Erfahrungsbericht am Ende dazu abgebe. Dazu jetzt ein Kommentar zur Anreise.

Nun gut, jetzt denkt ihr wahrscheinlich, dass es nicht so interessant ist, wie ich als Teilnehmer nun zum Kongress komme, aber es geht schon hier mit der Thematik los.

Ich habe mich aus verschiedenen Gründen entschieden, einmal den Fernbus zu testen.

Gesagt, getan. Online geschaut und festgestellt, dass dies von Eisenach 18 Euro kosten würde (als Vergleich Bahnfahrt ohne BahnCard ca. 65 Euro). Also an sich schon mal super.

Dann fiel mir ein Projekt bei fairplaid ein. Über fairplaid habe ich ja bereits berichtet. (www.fairplaid.org) Dies ist ein Crowdfunding-Portal für Sportprojekte. Alleinstellungsmerkmal bei fairplaid: man erhält als Dankeschön einen Gutschein. Dafür hat man Gutscheine mehrerer Unternehmen zur Auswahl.

Ein Projekt, in dem ein junger Turner versucht seine Kosten für den Internatsaufenthalt via Crowdfunding zu finanzieren, wollte ich eh noch unterstützen, also nutze ich die Gelegenheit und holte mir für meine 10-Euro Beteiligung einen 10-Euro Gutschein des Fernbus-Unternehmens. Keine 10 Minuten später hatte ich per Email meinen Gutschein und konnte diesen direkt bei meiner Buchung für heute nutzen.

Perfekt, so kostet mich die Busfahrt keinen Cent mehr, ich habe etwas Gutes getan und gleichzeitig mich seelisch und moralisch auf den Crowdfunding Kongress eingestellt.

Ich freue mich auf die nächsten drei Tage.

Viele Grüße
Maria

Mittwoch, 22. April 2015

Online einkaufen und dabei die Vereinskasse auffüllen

Hallo,

in aller Munde sind derzeit sogenannte Einkaufsplattformen im Online-Fundraising. Ich habe die eine oder andere Plattform sicherlich auch schon mal erwähnt, da ich das Prinzip wirklich gut finde. Vor allem für Sportvereine! Auch auf der Seite vom Fundraising-Magazin wurde jetzt darüber berichtet und ein größer angelegter Vergleich zwischen den einzelnen Plattformen angestellt. Sehr lesenswert! http://www.fundraiser-magazin.de/index.php/aktuelle-nachrichten-archiv/bei-kauf-spende-soziale-einkaufsplattformen.html

Diese sozialen Einkaufsplattformen gibt es schon eine ganze Weile. Sie sind für Vereine meist die einfachste Möglichkeit, um zusätzlich online Gelder einzusammeln. Das Prinzip ist einfach: Die Einkaufsplattformen bündeln die Provisionen, die von den Onlinehändlern gezahlt werden für Werbeschaltungen und Weiterleitungen (Affiliate-Marketing) etc.  Der Nutzer kauft ganz normal ein, sagen wir einfach mal bei Amazon. Für den Nutzer ist sein Engagement komplett ohne Mehrkosten und er kann sich im Vorfeld aussuchen an welche Einrichtung sein Betrag gehen soll. Bei geringen Bestellungen sind dies vielleicht auch mal nur ein paar Cent, aber auch diese lohnen sich auf Dauer. Vor allem wenn viele Nutzer den gleichen Verein  auswählen. In persönlichen Gesprächen verweise ich bei diesem Thema immer sehr gerne auf gooding. Ich selbst engagiere mich über diese Plattform für eine soziale Einrichtung in Frankfurt und habe so im letzten halben Jahr knapp 30 Euro „gespendet“.  Und dabei habe ich sicher das ein oder andere Mal vergessen, vorher über gooding zu gehen bei meinen Einkäufen, sodass das Potential wesentlich höher ist.

Eine ähnliche Plattform, speziell für die Zielgruppe Sportvereine, ist  Klubkasse.

Ich selbst habe mit dieser Plattform noch keine Erfahrung, da ich es vorziehe, einer Seite zunächst „treu“ zu bleiben, aber verfolge auch diese Entwicklung und habe bisher nur Gutes gehört. Auch der ein oder andere bekannte Sportverein ist hier registriert. Neben dem Provisions-Modell gibt es hier auch noch über die integrierte YAHOO-Suchmaschine auf speziellen Fan-Seiten die Möglichkeit, Geld zu sammeln (1 Cent pro 2 Suchanfragen). Zusätzlich wird der Verein bei einer gewissen gesammelten Summe aufgefordert, ein Voting durchzuführen, sodass die Fans und Sammler mitentscheiden können, für welchen Zweck das Geld verwendet wird.  Wer von Euch hat diese Seite denn schon genutzt?

Ein Verein, der sich überlegt, sich bei Plattformen zu registrieren, sollte vorher allerdings auch genau abwägen, welche er für seine Zwecke am geeignetsten hält. Die Unterschiede liegen oftmals im Detail. Dazu eignet sich der Vergleich vom Fundraising-Magazin wirklich gut. Beispielsweise gibt es Differenzen bei der Anzahl der Partnershops oder auch dem Anteil, der an die gemeinnützige Organisation weitergeleitet wird. 

In meinem persönlichen Umfeld habe ich allerdings auch schon die ein oder andere kritische Stimme zu sozialen Online-Einkaufsplattformen gehört. Beispielsweise gibt es bei gooding eine Toolbar, die man sich installieren kann, damit man in den einzelnen Onlineshops auch tatsächlich daran erinnert wird, den gooding-Anteil zu aktivieren. Dadurch wird natürlich das eigene Surf-Verhalten im Internet getrackt. Thema Datenschutz. Und auch bei der Finanzierung der Plattformen lohnt sich ein Blick in die Details. So kann man bei gooding selbst auswählen, wie viel Prozent an die Organisation weitergeleitet werden (bis zu 100%) und wie viel Prozent bei gooding zur Finanzierung verbleiben. Hier sollte man das für sich geeignete Maß auswählen.

Ich bin im Großen und Ganzen wirklich vom Konzept überzeugt und kann es nur jedem Sportverein empfehlen. Wenn man beispielsweise schon alleine die eigenen Mitglieder (Spieler der Mannschaften, Fans) ins Boot holt, kann man schon ohne großen Aufwand eine Menge bewegen. Meist unterstützen einem die Online-Plattformen durch Maßnahmen wie Poster o.Ä. bei der Bewerbung.

Und sind wir mal ehrlich, wer kauft denn nicht das ein oder andere Mal online ein?
Das ein großer Betrag zusammenkommen kann, zeigen die Beispiele auf den einzelnen Seiten. Bei gooding ist die Organisation „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ führend, die bereits über 11.000 Euro eingenommen hat.  Wie immer kommt es beim Output natürlich darauf an, wie viel man investiert und wie viele Förderer, Interessierte, Mitglieder, Fans etc. man bewegen kann, auch die Plattformen zu nutzen. Für die Vereine ist die Registrierung übrigens ebenfalls kostenlos. Gerade für kleine Vereine kann dies der einfachste Weg sein, um Kontakt zum Online-Fundraising zu knüpfen und langsam damit zu starten. Es muss nicht immer gleich die groß angelegte Online-Kampagne sein.
Was sind Eure Erfahrungen mit sozialen Einkaufsplattformen?

Viele Grüße
Maria

PS: Im nächsten Blog widme ich mich einmal ausführlich der Fragestellung: Wo beginnt Fundraising im Verein bzw. wo sollte man beginnen?


Donnerstag, 26. März 2015

Empfehlung: TED-Talk Dan Pallotta

Hallo,

heute reiche ich direkt noch einen absolut hörenswerten TED-Talk nach.

Es geht um unser "grundverkehrtes" Denken über den Nonprofit-Sektor und was dies für gravierende Auswirkungen für die wohltätigen Zwecke hat.

Dan Pallotta spricht über die Diskriminierung des Nonprofit-Sektors gegenüber dem Profit-Sektor u.a. in Bezug auf Investitionen, Werbung und Gehälter....

Was könnte der Nonprofit-Sektor bewegen, wenn er genauso agieren dürfte wie die Wirtschaft?! .... Unfassbar viel vermutlich. Aber die moralische Verpflichtung "keine bzw. kaum" Gemeinkosten zu verursachen, hemmt Investition, Wachstum und Erfolg für die sozialen Belange.


Ich kann ihm nur absolut zustimmen. Was ist Eure Meinung?

Bis bald.
Maria

Mittwoch, 25. März 2015

Groß oder klein?


Es ist kein Geheimnis, dass die meisten gemeinnützigen Organisationen begrenzte Ressourcen haben und sich daher genau überlegen müssen, wie sie diese einsetzen. In der Praxis und in den Gesprächen mit den eigenen Gremien kommt daher häufig auch die Diskussion auf, welche Zielgruppe denn ins Auge gefasst werden sollte. Sprich: wollen wir unsere Einnahmen hauptsächlich über wenige, aber dafür finanzstarke Kooperationen und Großspender abdecken oder wendet man sich an die breite Bevölkerung, um über viele Kleinspenden das Geld für das eigene Projekt zu beschaffen?
Kennt ihr dieses Problem? Wie habt ihr dies für Euch entschieden?
Sicher kann es hier kein Patentrezept geben, das steht fest. Jede Organisation muss für sich selbst die Zielgruppe ganz genau definieren. Und dies soll auch kein Post sein, in dem ich Euch die Spendenpyramide näher bringe, die da besagt, dass aus Kleinspendern über die Zeit hinweg bei guter Betreuung Großspender werden können. Das ist mit Sicherheit richtig! Aber lohnt es sich für ein Projekt, in dem es beispielsweise um mehrere 100.000 Euro geht wirklich, Privatpersonen für 10, 20 oder 50 Euro anzusprechen?
Hier einige Fragen, die bei der Entscheidung möglicherweise etwas helfen können:
  • Was bietet das eigene Netzwerk bereits? Wer kennt wen und an wen kommt man so ggf. schnell heran?
  • Sind Unternehmenskooperationen oder die Beantragung von Fördermitteln gewollt? Wenn ja, sollten diese bei Großprojekten unbedingt im Auge behalten werden.
  • Was passt zur eigenen Organisation? Welcher Personenkreis interessiert sich für das Anliegen, das man selbst vertritt? Wenn die breite Bevölkerung daran interessiert ist, warum nicht den Schritt wagen und diese ansprechen?
  • Wie viel Zeit hat man wirklich um das Geld zu sammeln? Wenn wenig Zeit zur Verfügung ist, macht es definitiv Sinn, seine Kapazitäten zu bündeln und über Kooperationen oder wenige Großspender einen Großteil des benötigten Geldes zu akquirieren.
Abschließend noch meine ganz persönliche Meinung und meine Herangehensweise:
Auch wenn es für einige Organisationen Sinn macht, sich auf Großspender zu fokussieren, würde ich die Arbeit immer etwas streuen und beide Wegen gehen – aber nicht mit der gleichen Intensität. Nehmen wir an, eine Institution hat sich vorgenommen, Großspender als Hauptzielgruppe anzusprechen, dann wäre mein Vorschlag, 90 Prozent der verfügbaren Zeit auf diese Zielgruppe zu verwenden. Mit den restlichen 10 Prozent kann man neue Wege ausprobieren, sei es über Spendenmailings oder Online Fundraising,…. Es macht sicherlich Sinn, hier pro Woche ein bestimmtes Zeitbudget festzulegen, beispielsweise sich vorzunehmen, 15 Minuten pro Woche für das Online Fundraising (Nutzung von Spendenportalen wie gooding oder betterplace, Social Media, Blog,…) zu investieren. Oder anders rum: wenn eine Organisation die breite Masse ansprechen will, sollte man vielleicht trotzdem 20 Minuten pro Woche nutzen, um in persönlichen Telefonaten mit potentiellen Förderer und Kooperationspartner zu sprechen.  Der Vorteil dieser Methode: man kann eine Ergebniskontrolle durchführen. Was bringt es tatsächlich? Denn nach 3-6 Monaten kann man sich ja die Zahlen anschauen: wie viele Großspender haben wir gewonnen und wie viel haben sie gespendet und wie viele Kleinspenden sind im Zeitraum zusammengekommen? Allerdings muss man sich dabei aber auch bewusst sein, dass mit den 10 Prozent nicht viel bzw. nur in langsamen Schritten etwas erreicht werden kann. Sollte dieses Ergebnis nach einer Testphase dann nicht befriedigt sein, kann man die eigene Strategie ja immer nochmal überdenken, aber man hat es zumindest einmal versucht und Erfahrungen gesammelt. Für Vereine, die gerade mit dem Fundraising anfangen, ist es denke ich am sinnvollsten tatsächlich erst einmal mit Kleinspenden anzufangen um sich so die nötige Sicherheit anzueignen.
An dieser Stelle auch noch der Link zu einem sehr interessanten Beitrag zur kritischen Auseinandersetzung mit dem Großspender-Fundraising: Quelle: sozialmarketing.de
http://sozialmarketing.de/wider-dem-hype-grossspenden-fundraising/

Hat diese Art der Aufteilung jemand versucht und wenn ja, wie sind Eure Erfahrungen?
Ich bin gespannt auf das Feedback.
Viele Grüße


Maria

Donnerstag, 26. Februar 2015

Berlin, Berlin..wir fahren nach Berlin ;)

Hallo zusammen,

heute gibt es mal wieder ein kurzes Update von mir.

Diejenigen, die sich mit dem Fundraising in Deutschland schon etwas ausführlicher beschäftigt haben, sind sicherlich schon auf den Fundraising-Kongress aufmerksam geworden. Die Veranstaltung ist einfach DAS Branchentreffen bei uns.

Deshalb freut es mich ganz besonders, dass ich es dieses Jahr einrichten kann, auch teilzunehmen. So heißt es Mitte Mai (19.-21.05.2015): Berlin, Berlin - ich fahre nach Berlin!

Die Themen finde ich auch wirklich spannend:
Ein Schwerpunkt ist u.a. das Großspender-Fundraising; natürlich gibt es auch Updates zu Trends im digitalen Umfeld bzw. viele Workshops im Bereich des Crowdfunding. Schaut Euch das Programm doch einfach einmal selbst an:
www.fundraising-kongress.de/programm.html

Der Mai wird auch sportlich in Berlin interessant: Am 14.05. findet das Champions League Finale der Frauen in der Hauptstadt statt, die Männer ziehen dann am 06.06.2015 nach. Außerdem ist traditionell auch noch das DFB-Pokalfinale im Mai im Olympiastadion; dieses Mal am 30.05.2015. Leider kann ich zu all diesen tollen Events nicht in Berlin bleiben, aber ich hoffe, dass die Teilnahme am Fundraising Kongress dies entschädigt ;)

Natürlich werde ich danach von meinen Erfahrungen, Eindrücken und Erlebten hier im Blog berichten.

Ich freue mich auf spannende Workshops, tolle Referenten (teilweise sogar meine Interviewpartner der Masterarbeit) und ganz viel interessanten Austausch.

Aber bis dahin ist ja noch etwas Zeit und ich werde sicherlich noch den ein oder anderen Beitrag vorher hier für Euch verfassen.

PS: Wenn wir gerade schon bei Veranstaltungstipps sind: Der Deutscher StiftungsTag 2015, organisiert vom Bundesverband Deutscher Stiftungen, findet dieses Jahr in Karlsruhe statt und zwar vom 6.-8. Mai 2015, also nur wenige Tage vor dem Fundraising-Kongress in Berlin. Der Mai wird also spannend was den dritten Sektor in Deutschland betrifft. Der StiftungsTag 2015 steht dieses Jahr unter dem Motto "Auf dem Weg nach Europa - Stiftungen in Deutschland". Hier der entsprechende Link.
http://www.stiftungen.org/index.php?id=4705

Viele Grüße
Maria

Dienstag, 27. Januar 2015

Neue Masche

Hallo, 

heute möchte ich Euch mal wieder ein Unternehmen vorstellen, dass Vereinen, Schulen und anderen Organisationen helfen möchte, Spenden auf kreativen und neuartigen Weg zu sammeln.

Vielleicht hat der ein oder andere von Euch schon von "Neue Masche" gehört. 

Dieses Freiburger Startup ermöglicht es beispielsweise Sportvereinen Geld für ihre Projekte zu sammeln, in dem diese bestimmte Produkte verkaufen. Das Prinzip ist recht einfach: Man meldet sich als Verein bei Neue Masche an, dann bekommt man Infomaterial und ggf. auch Musterprodukte zugeschickt. Im eigenen Umfeld fragt man herum, wer gerne Produkte kaufen möchte und sammelt so Bestellungen. Diese gibt man gesammelt an Neue Masche weiter und verteilt dann die Produkte an die Käufer. Einen Teil des eingesammelten Geldes behält man direkt für sich, während der Rest an Neue Masche überwiesen wird.

Hier geht's zum anschaulichen Video: 

Ursprünglich stammt die Idee aus Schweden. 

Im Vergleich zum üblichen Klinken-Putzen beim Spendensammeln hat man hier ein konkretes Produkt, welches man den Unterstützern verkauft. Das Unternehmen verspricht auf die Qualität der verkauften Ware zu achten und nur mit geprüften und zertifizierten Lieferanten zusammen zu arbeiten. Beispielsweise finden sich in dem Katalog Socken, T-Shirts, Grußkarten oder Naturseife. Produkte also, die theoretisch jeder braucht bzw. sich in der mitgelieferten Box auch gut als Geschenk eignen. Beim Verpacken der Boxen arbeitet das Unternehmen auch mit Behindertenwerkstätten zusammen und leistet so auch einen gesellschaftlichen Beitrag. 

Neue Masche hat letztes Jahr beim Wettbewerb "Beste Fundraising Innovation" des Deutschen Fundraising Verbandes den 2. Preis gewonnen und eignet sich für soziale, kulturelle und andere gesellschaftlich relevante Projekte. Bei den Beispielen wurden über die Aktion zwischen 700 und 2000 Euro eingenommen, durchschnittlich bringt eine Aktion dem Verein etc. 800 Euro ein. Das hängt natürlich wie bei anderen Spendenaktionen auch immer vom Engagement der Spendensammler ab.

Doch was bleibt letztendlich bei der Organisation hängen?
Die Boxen für Socken, T-Shirts etc. kosten 15 Euro, davon gehen 11 Euro zurück an Neue Masche und 4 Euro verbleiben bei der spendensammelnden Organisation. Aus meiner Sicht ein sehr guter Wert. 

Verkauft man also im eigenen Umfeld 25 Boxen (Freunde, Kollegen, Nachbarn,...), hat man 100 Euro für die eigene Kasse eingespielt. Natürlich können bei einer Aktion auch mehrere Mannschaftskameraden gemeinsam sammeln, einer muss bei Neue Masche als Ansprechpartner angegeben werden, der für die Koordination und die Lieferung verantwortlich ist. Allerdings muss kein Geld vorgestreckt werden, dass heißt, dass Sammeln ist ohne Risiko. Die Ware wird erst verschickt, sobald Neue Masche die Sammelbestellung erhalten hat.

Ich finde, dies ist ein Konzept was man auf jeden Fall einmal ausprobieren sollte, wenn man demnächst vor der Frage steht, wie man im Verein ein bestimmtes Projekt finanziert, und sei es der neue Trikotsatz. Und sicherlich lassen sich in einer Mannschaft von 10 Spielern mehr als die eben zur Beispiel-Rechnung herangezogenen 25 Boxen verkaufen...

Habt Ihr schon eine Aktion über Neue Masche begleitet? Ich bin gespannt auf's Feedback und hoffe, dass sich die Gelegenheit ergibt, es selbst auszuprobieren.

Viele Grüße
Maria


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