Sonntag, 28. Dezember 2014

Gastbeitrag bei fairplaid

Hallo,

wie schon in einem früheren Post beschrieben, finde ich das Crowdfunding-Portal fairplaid super.
Dieses ist auf den Sport spezialisiert und will sich als eine wesentliche Säule der Sportfinanzierung etablieren.

Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich auch zur Geschäftsführerin von fairplaid Kontakt gehabt und wir tauschen uns auch jetzt noch aus. So kam auch die Idee, einen Gastbeitrag für den Blog von fairplaid zu schreiben.

Seht selbst:
http://blog.fairplaid.org/post/105429698465/wieso-sportvereine-ihr-fundraising-verbessern-sollten

Darin beschreibe ich, wie es aus meiner Sicht um die Sportvereine im Bereich Fundraising bestellt ist und was Vereine grundsätzlich machen sollten, wenn sie Fundraising betreiben...

Habt ihr selbst schon mal die Projekte bei fairplaid angeschaut oder vielleicht schon einmal eins unterstützt?

Viele Grüße
Maria

Freitag, 12. Dezember 2014

Podcast-Empfehlung: Tony Martignetti

Hallo,

auch wenn es die letzten Wochen etwas ruhig war, bin ich nicht verschollen. Wie der ein oder andere vielleicht auf Xing gesehen hat, habe ich mich beruflich verändert und arbeite jetzt für den Deutschen Turner-Bund (DTB), ab Januar sogar im Bereich Fundraising für die Deutsche Kinderturn-Stiftung. Dazu aber später einmal mehr...

Ich persönlich habe auch einen neuen Weg für mich entdeckt, Sport und Fundraising miteinander zu kombinieren, denn: wenn ich jetzt im Fitness-Studio trainiere, höre ich Podcasts zu allen möglichen Themen rund um Nonprofit-Organisationen. Ich muss sagen, da macht das Training gleich noch mehr Spaß und seitdem trainiere ich sogar länger ;)

Einen davon möchte ich Euch heute vorstellen:
Das Nonprofit Radio von Tony Martignetti ist wirklich interessant. Zum einen gefällt mir das Format, denn er selbst lädt zu sich in die Radiosendung immer wieder verschiedene Personen ein. Mit diesen führt er dann Interviews zu einem Bereich aus dem Nonprofit-Management. Und zum anderen sind immer viele praktische Beispiele dabei. Etwas nachteilig finde ich, dass die Show immer ca. eine Stunde geht. Für lange Zug- bzw. Autofahrten, das Training etc. ist das natürlich okay, aber einfach mal so für zwischendurch ist es eher schwierig. Auch erfordert es für den ein oder anderen vielleicht relativ viel Konzentration, da der Podcast natürlich auf Englisch ist. .. aber das ist ja bei vielen Quellen so, die sich mit dem Thema Fundraising beschäftigen. Die USA sind uns in diesem Bereich einfach schon etwas voraus bzw. leben Fundraising anders.

Hier auch ein Link zur Website von Tony Martignetti, dieser hat noch viele andere Formate, in denen er über Fundraising schreibt bzw. spricht. Zum Beispiel auch noch einen zweiten Podcast, der sich FundraisingFundamentals nennt.

http://tonymartignetti.com/

In einer der letzten Folgen ging es beispielsweise um die Zielgruppe: Jugendliche zwischen 13 und 25 Jahren und über deren "mobile engagement". Dabei wurden Ergebnisse vorgestellt, die eindeutig zeigten, dass man diese Zielgruppe sehr gut über SMS erreichen kann - sogar mit hohen Response-Raten, weniger hingegen über Emails. Außerdem ging es um den Einsatz von "game mechanics", sprich um spielerische Möglichkeiten wie man Kinder - aber auch Erwachsene - noch besser zu einem Engagement und einer andauernden Kommunikation motivieren kann. An dieser Stelle möchte ich nochmal erwähnen: wenn ich bzw. die Interview-Partnerin von Tony Martignetti in der entsprechenden Folge von Kindern und Jugendlichen als Zielgruppe sprechen, geht es nicht darum, diese um finanzielle Spenden zu bitten, sondern es geht um deren Engagement. Beispielsweise ging es hier um soziale Aufgaben in der eigenen Kommune oder auch das Spenden alter Jeans für Bedürftige.
Denn es geht nicht nur um die finanzielle Ebene, dies kommt mir manchmal beim Thema Nonprofit-Management, Fundraising und Engagement-Förderung zu kurz.

Kennt ihr andere gute Podcasts oder habt ihr Tony Martignetti auch schon zugehört? Was sind Eure Erfahrungen?

Viele Grüße
Maria


Mittwoch, 12. November 2014

Adventszeit gleich Spendenzeit

Hallo zusammen,

kaum ist die Masterarbeit rum, passiert längere Zeit im Blog nichts mehr...aber wie ihr euch sicher denken könnt, hatte ich nach der Zeit des berufsbegleitenden Masters erst einmal ein paar Dinge nachzuholen :) Und auf der anderen Seite: die Zeit vergeht so schnell, das Jahr ist fast schon wieder rum. Wahnsinn, oder? Dieses Jahr ist wirklich das erste Jahr, wo mir dies so extrem auffällt.

Mit Blick in den Kalender ist mir aber in den letzten Tagen etwas anderes wie Schuppen von den Augen gefallen: bald ist Weihnachten! Okay...ich will jetzt nicht dramatisieren, aber zumindest haben wir bald den 1. Advent.

Und genau in dieser Zeit der Besinnlichkeit (naja, die es zumindest eigentlich sein sollte) mehren sich alljährlich auch die Spendeneinnahmen der gemeinnützigen Organisationen.

Dabei habe ich mir folgende Fragen gestellt:
- an wen spenden wir hauptsächlich in der (vor-)weihnachtlichen Zeit?
- wieso spendet man zu dieser Zeit am meisten?

Letztere Frage lässt sich relativ schnell und einfach beantworten: wir werden häufiger aufgefordert andere zu unterstützen, denn es ist ja schließlich bald Weihnachten; das Fest der Nächstenliebe. Okay - soweit nachvollziehbar. Außerdem ist man in der Adventszeit vielleicht auch etwas lockerer und weniger geizig als den Rest des Jahres.

Frage 1 ist dann schon schwieriger allgemein zu beantworten: ich vermute viele Bürger spenden an jene große Spendenorganisationen, die schon seit jeher vor Weihnachten Spendenbriefe verschicken, die man kennt und denen man eben jedes Jahr spendet. Ich kenne dies aus meinem Familienkreis, obwohl man keinen Bezug hat, spendet man zum Beispiel jedes Jahr an die Christoffel Blindenmission oder andere bekannte Organisationen.

Würde es nicht viel mehr Sinn machen, seine Spenden wirklich gezielt einzusetzen? Was interessiert wirklich und wofür kann ich mich auch persönlich einsetzen? Denkt man zum Beispiel wieder an die Vielzahl der Mitglieder von Sportvereinen: sicher wird auch davon ein Großteil vor Weihnachten Geld in die Hand nehmen, um andere damit zu unterstützen. Würde man dieses Geld - oder auch nur einen Teil davon - in den Sportverein geben, in dem man das ganze Jahr trainiert und sich möglicherweise auch noch über fehlende oder veraltete Trainingsmöglichkeiten beschwert hat, hätte man selbst viel mehr von seiner guten Tat. Das soll jetzt keineswegs heißen, dass man nicht an vernünftige, soziale Zwecke spenden soll. Ich finde allerdings, man sollte sein eigenes Spenden auch bewusster wahrnehmen und wirklich mal schauen, was man persönlich damit bewegen kann. Gerade beim Sportverein denken viele immer noch in dem Muster: wir bezahlen schon unseren Beitrag, dass muss reichen. Aber gerade dieser reicht eben nicht aus wenn Vereine für Integration, Chancengleichheit, hochqualitative Sportangebote, Wettbewerbsbetrieb etc. sorgen müssen.

Und dann stellt man vielleicht fest, dass der Sportverein gar nicht im Dezember Geld braucht, sondern vielleicht im Sommer, wenn es um die Anschaffung neuer Ausrüstung für die anstehende Saison geht.

Mein Ziel soll es keineswegs sein, die Spenden in der Adventszeit zu senken, im Gegenteil. Ich glaube, dass viel mehr gespendet werden würde, wenn auch andere Organisationen außer die großen bekannten auf die Personen zugehen würden, die ein wirkliches Interesse am Zweck der Vereinigung vorbringen können. Oftmals ist es ja auch gerade im Verein so, dass die Verantwortlichen nicht sagen, wo man genau steht bzw. wo man hin will. Würde man die Mitglieder auffordern etwas zu geben (z.B. im Form von Verkauf von Plätzchen, Organisation Weihnachtsmarkt,...), sind sicherlich einige bereit, dem Verein zu helfen.

Mich würde interessieren: wie teilt ihr eure Spenden auf und wann spendet ihr am meisten?

Ich freue mich auf den Austausch.

Eure
Maria


Donnerstag, 16. Oktober 2014

Sport als Spendenzweck

Hallo zusammen,

der Endspurt der Masterarbeit war dann doch ziemlich anstrengend und noch sehr arbeitsintensiv... deshalb entstand auch eine relativ lange Pause hier im Blog...Ich bitte diesbezüglich um eure Nachsicht.

Nachdem ich im letzten Beitrag geschrieben habe, dass ich keine Statistik aus dem Fundraising-Bereich gefunden habe, die den Sport als Spendenzweck aufnimmt, muss ich mich an dieser Stelle selbst korrigieren. In der ganz aktuellen GfK-Erhebung (Bilanz des Helfens 2014) ist der Sport aufgezählt. Ich finde das super und ist sicherlich ein Schritt in Richtung professionelles Fundraising im Sport.

Hier die Abbildung und Quelle:
GfK 2014, Bilanz des Helfens (Seite 14)
http://www.spendenrat.de/index.php?pressemitteilungen_2014


In der Abbildung wird deutlich, dass der Sport 2013 1,7 % der Spendeneinnahmen generiert hat. Außerdem konnte er deutlich zulegen im Vergleich zum Vorjahr (Anstieg um 31 Millionen Euro). GfK hat hier eine neue Klassifizierung angewendet, denn in den Statistiken zuvor (die ich bis dato auch verwendet hatte für die Masterarbeit) war Sport noch nicht als Spendenzweck aufgezählt.

Die Anfänge sind also gemacht und ich hoffe, dass auch der Sport noch stärker in die empirischen Fundraising-Erhebungen integriert wird und selbst aktiver mit dem Thema umgeht.

Was haltet ihr davon und gibt es vielleicht noch mehr Quellen, die ich bisher nicht gefunden habe?

Viele Grüße
Maria

Mittwoch, 10. September 2014

Zahlen & Fakten

Hallo zusammen,

in zwei Wochen ist es soweit und ich gebe meine Masterarbeit ab, Endspurt also ;)

Aber auch im Blog möchte ich mal wieder aktiv werden und so möchte ich heute einige Ergebnisse, die ich zu den Zahlen und Fakten des Deutschen Spendenmarktes zusammengetragen habe, hier teilen. Diejenigen, die sich mit Fundraising genauer beschäftigen, kennen diese Studien und Zahlen sicherlich, für die anderen ist es vielleicht einmal ganz interessant.

Und ja... dies ist ein erster "Auszug" aus der Masterarbeit...natürlich leicht angepasst für den Blog.

In Deutschland gibt es verschiedenste Quellen und Erhebungen, wenn es um die zahlenmäßige Analyse des Spendenmarktes geht. Eine einheitliche Statistik, vergleichbar mit der amerikanischen jährlichen Veröffentlichung Giving USA, gibt es nicht. Bisher waren die wichtigsten Erhebungen in Deutschland zum einen die Studie des GfK in Kooperation mit dem Deutschen Spendenrat (Bilanz des Helfens) sowie zum anderen die des TNS Infratest (Spendenmonitor).

Das Fazit des letztveröffentlichten Spendenmonitors des TNS Infratest (2011) ist dahingehend ernüchternd, dass die Spendenquote seit dem Erhebungsbeginn 1995 mit 35 Prozent auf einem Tiefpunkt ist. Allerdings wurde auch festgestellt, dass die Spendenhöhe, also die durchschnittliche Pro-Kopf-Spende deutlich gestiegen ist. Der einzelne Spender spendete im Erhebungszeitraum 2010/2011 durchschnittlich 128 Euro jährlich, womit die Gesamtspendensumme der 23 Millionen engagierten Personen sich auf rund 2,9 Milliarden Euro summierte. Die aktuellsten Erhebungen des GfK in Kooperation mit dem Deutschen Spendenrat (2014) kommen sogar auf eine Rekord-Gesamtspendensumme von 4,7 Milliarden Euro für das Jahr 2013. Im direkten Zusammenhang mit dem hohen Spendenaufkommen im letzten Jahr kann nach Einschätzung der Autoren (GfK und Deutscher Spendenrat, 2014) die Katastrophenhilfe für die Flut in Deutschland und den Taifun Haiyan gebracht werden, obwohl diese Spenden auch zu Lasten anderer Spendenzwecke wie dem Tier- und Umweltschutz bzw. der Kinder- und Jugendhilfe gingen. Die Spendenquote lag bei 34 Prozent. Aktuell gibt es von Michael Urselmann Bemühungen eine neue und verlässliche Erhebungsform zu etablieren, in dem er mit dem Statistischen Bundesamt gemeinsam Zahlen analysiert, die auf den tatsächlich als Spende bei der Einkommenssteuer geltend gemachten Werten basiert. Die Ergebnisse (6,5 Milliarden Euro in 2012) liegen weit über denen von GfK und TNS Infratest und bescheinigen dem deutschen Spendenmarkt weiterhin kontinuierliches Wachstum. Diese unterschiedlichen Erhebungsformen und Ergebnisse der Studien belegen allerdings auch, dass das Fundraising in Deutschland zwar auf einem guten Weg ist und Spendenkampagnen ihre Wirkung erzielen, allerdings noch weitere Schritte auf dem Weg der Professionalisierung gegangen werden müssen. So setzt sich der Deutsche Fundraising Verband u.a. auch dafür ein - vergleichbar zu den USA - eine zentral geführte Spendenstatistik zu etablieren, um verlässliche und einheitliche empirische Grundlagen für den deutschen Spendenmarkt zu schaffen.

66 Prozent der Spendenerträge stammen dabei von Privatpersonen und jeweils rund sieben Prozent von Stiftungen und Unternehmen. Mitgliederbeiträge machen laut dieser Untersuchung ca. 5 Prozent der Einnahmen aus. Die genaue Aufteilung ist aber immer abhängig von der jeweiligen Organisation und dem Bereich, den sie angehört. Geografisch gesehen, wird in Deutschland am meisten in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen gespendet. Die höchsten Spendeneinnahmen erzielen nach einer aktuellen Untersuchung des Deutschen Fundraising Verbandes mit 100 Organisationen, jene aus dem Bereich der humanitären Hilfe (5,3 Millionen Euro) gefolgt von sozialen Anliegen und dem Umweltschutz.

Leider habe ich selbst keine Statistik entdeckt, in der man explizit auf das Spendenaufkommen im Sportbereich eingeht, in den Fundraising-Statistiken taucht Sport auch nicht als Spendenzweck auf...dies hat meines Erachtens mehrere Ursachen, aber zu dieser Diskussion kommen wir sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals. 

Ich denke, es sollte wirklich Ziel der weiteren Professionalisierung sein, eine einheitliche verlässliche Statistik zu entwickeln mit einem angemessenen Forschungsdesign damit ständige Diskussionen über die nun richtigen Zahlen ein Ende haben und man sich den wichtigen Dingen, nämlich der inhaltlichen Arbeit widmen kann.

Was denkt ihr über die Situation auf dem deutschen Spendenmarkt und welche Kennzahlen sollten vielleicht in den nächsten Jahren einmal entwickelt werden, die auch der einzelnen Organisation wirklich einen Mehrwert bieten?

Viele Grüße
Maria 

Quellen: 





Dienstag, 26. August 2014

ALS Ice Bucket Challenge

Hallo,

die ALS Ice Bucket Challenge ist in aller Munde und auch an mir geht dieser Kelch scheinbar nicht vorüber ;)

Gestern Abend habe ich dann auch meine Nominierung erhalten von meiner lieben Freundin Kristin.

Ich will hier die Vorgehensweise und den Hintergrund nur ganz kurz erläutern, ich bin mir sicher, die meisten haben es mittlerweile schon mitbekommen.

Also: Die Idee, die Challenge für eine Kampagne für die ALS Association zu nutzen, stammt vom ehemaligen Baseball-Star Peter Frates, der selbst unter der Krankheit leidet und sich schon seit Jahren in diesem Umfeld engagiert. Er nomierte unter anderem auch zahlreiche US-Sportler.
Die ALS Association setzt sich für die Behandlung der Nervenkrankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ein. Die Challenge besteht darin, dass Förderer sich einen Eimer mit kalten Wasser über den Kopf kippen und dann 10 Dollar  spenden. Gleichzeitig können drei oder mehr weitere Personen nominiert werden, die das Gleiche tun sollen – wenn man die Challenge nicht annimmt, sollten idealerweise 100 Dollar gespendet werden.

Bevor ich euch gleich mein Video präsentiere – denn natürlich drücke ich mich nicht – möchte ich allerdings die Gelegenheit nutzen, diese Fundraising-Kampagne ein bisschen zu beleuchten und verschiedene Meinungen aufzuzeigen.

Auch hier gibt es nicht die eine richtige Einstellung. Jeder muss für sich wissen, was er tut und was er davon hält.

Auf der einen Seite sollte man auf jeden Fall anerkennen, dass es eine kreative Idee war. Und Aufmerksamkeit hat sie auf jeden Fall erzeugt, man kann sagen, die Aktion ist viral geworden und hat sich mittlerweile global ausgebreitet, zumindest wie ich dies auf Facebook beurteilen kann und mein Netzwerk ist ziemlich international aufgestellt. Und dies kann ich letztendlich nur begrüßen,  wenn es eine Organisation durch eine solche Maßnahme schafft, Mittel für einen guten Zweck zu beschaffen. Außerdem: Spaß beim Helfen muss sein!

Auf der anderen Seite gibt es natürlich die Kritiker – angefangen bei denen, die über die Wasserverschwendung debattieren. Dieses Argument mag wohl in gewisser Weise stimmen, aber sollten wir hier auch ehrlich sein: es geht so viel „zum Teufel“ in unserer Gesellschaft, kommt es da jetzt wirklich darauf an, sich über das vergossene Wasser aufzuregen. Ich glaube nicht. Klar sollte auch dieser kritische Hinweis angehört werden und es ist richtig, dass davon in Afrika zahlreiche Kinder und notdürftige Familien mehrere Tage ihren Wasserbedarf decken können. Übrigens habe ich aufgefangenes Regenwasser verwendet, das zum Thema Nachhaltigkeit :)

Auch der Einwand, dass es zahlreiche andere Spendenprojekte gibt, die jetzt zu kurz kommen, ist für mich eher von nachgeordneter Relevanz. Hier muss man einfach anerkennen, dass diese Kampagne den Nerv der Zeit getroffen hat…es hätte ja auch jede andere Organisation sein können. Und die Organisationen, die jetzt wirklich unter dieser Kampagne leiden, sollten sich fragen, wie sie ihre bestehenden Spender besser an sich binden können, um auch solche Phasen überstehen zu können. Natürlich gibt es viele Organisationen und viele gute Förderzwecke, jetzt steht eben ALS im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung, in einigen Wochen ist es ein anderes Projekt.

Was mich allerdings wesentlich mehr stört ist, dass die Challenge mittlerweile im Vordergrund steht und nicht mehr der Zweck. Leute nominieren andere, um diese herauszufordern. In kaum einem Video wird tatsächlich noch ALS oder das Spenden erwähnt. Scheinbar will man sich gegenseitig etwas beweisen und sich selbst profilieren. Das finde ich nicht richtig. Natürlich soll keiner zum Spenden gezwungen werden, der richtige Hinweis auf den eigentlichen Hintergrund kann aber aus meiner Sicht nicht verkehrt sein. Und auch ist es wichtig, dass die Leute, die sich an der ALS Challenge beteiligen, wissen worum es geht. Die Inhalte dürfen nicht verloren gehen. Das ist auch Aufgabe des Fundraisings. 

Übrigens: zahlreiche bekannte Sportler haben es sich auch nicht nehmen lassen, an der Challenge teilzunehmen. Googelt doch mal nach Toni Kroos, Maria Höfl Riesch, …

Und hier nun mein Video…viel Spaß euch ;)


Jetzt allerdings die schwere Frage, wen nominiere ich... dieser Teil fällt mir persönlich am schwierigsten… ich bin mir nämlich noch nicht sicher, ob ich den Hype weiter unterstützen möchte oder nicht….letztendlich kann aber ja jeder selbst entscheiden, ob er teilnimmt und ob er spendet oder ob er nicht teilnimmt und auch dann darf niemand zum Spenden gezwungen werden.

Letztendlich stehe ich der ALS Ice Bucket Challenge aber positiv gegenüber, wenn man das Wichtige dabei nicht vergisst! Nämlich dass es um die Menschen geht, die mit ALS leben!

Was haltet ihr von der ALS Ice-Bucket Challenge und habt ihr denn schon teilgenommen?

LG

Maria

Sonntag, 3. August 2014

Fundraising von Sport vs. Fundraising durch Sport

Hallo,

als ich heute in meiner alten Bachelor-Arbeit nach einer Quelle gesucht habe, die ich gerne auch in der Masterarbeit verwenden möchte, bin ich auf eine interessante Parallele gestoßen.

Sicher kennen einige von euch, die sich ab und an mit Sportmanagement/-marketing auch im wissenschaftlichen Bereich auseinandersetzen, die Grundlagenbücher von Nufer und Bühler zu diesem Thema.

Im Sportmarketing-Buch unterscheiden die beiden zwischen zwei Disziplinen im Sportmarketing-Bereich. Zum Einen gibt es das Marketing von Sport und zum anderen das Marketing durch Sport.
(Nufer, Gerd/Bühler, André (Hrsg.) (2011): Marketing im Sport – Grundlagen, Trends und internationale Perspektiven des modernen Sportmarketing. 2. Aufl. Berlin: Erich Schmidt Verlag)

Beim Marketing von Sport werden klassische Marketing-Prinzipien auf den Sportmarkt übertragen und unter der Berücksichtigung zahlreicher Besonderheiten des Sports (zum Beispiel hohe Emotionalität etc.) angewandt. Hier geht es wirklich um das Marketing von Sportprodukten, nehmen wir als Beispiel einen Profisport-Verein, der seine Tickets oder Merchandising-Produkte verkaufen will oder eben einen Sportartikelhersteller, der neues Sportequiment bekannt machen möchte.

Bei der anderen Disziplin, dem Marketing durch Sport, dient der Sport als Vermittler einer Botschaft. Unternehmen unterschiedlichster Branchen versuchen die hohen Sympathiewerte, die der Sport bei vielen Menschen genießt, über einen Imagetransfer auf ihr Produkt bzw. ihr Unternehmen zu übertragen bzw. wollen ihre eigene Bekanntheit dadurch erhöhen. Hier können als Beispiel all die verschiedenen Sponsoring-Aktionen genannt werden.

Und jetzt zurück zum Fundraising....

Kann man diese beiden Disziplinen nicht auch im Fundraising erkennen, wenn man dort den Sportbereich betrachtet? Ich denke schon ...

Zum einen gibt es die Vielzahl der Vereine und Verbände oder auch Stiftungen (Beispiel Stiftung Deutsche Sporthilfe) die über Fundraising-Kampagnen versuchen Mittel für ihre Projekte zu beschaffen. Dies ist klassisches Fundraising übertragen auf Sportorganisationen und unter Berücksichtigung sportspezifischer Besonderheiten. Also: Fundraising von Sport(organisationen).

Auf der anderen Seite kennen wir doch alle zahlreiche Fundraising-Kampagnen bei denen gemeinnützige Organisationen den Sport nutzen, um Fundraising zu betreiben. Nehmen wir als Beispiel die zahlreichen Spendenläufe. Meist geht das Geld, was dabei eingenommen wird ja nicht an eine Sportorganisation, sondern an eine Einrichtung im sozialen, kulturellen oder ökologischen Bereich....als könnte man hier von Fundraising durch Sport sprechen. Ein weiteres Beispiel sind verschiedene Stiftungen (z.B. die Neven Subotic Stiftung - http://nevensuboticstiftung.de/), bei der ein Sympathieträger aus dem Sportbereich (Einzelperson oder auch ganzer Verein) seine Bekanntheit und/oder sein Vermögen nutzt, um für ein Kinderprojekt o.Ä. Spendenmittel zu akquirieren.

Was meint ihr? Ist diese Anwendung der Sportmarketing-Theorie auf den Fundraising-Bereich tragbar? Ich freue mich auf eure Meinung und vielleicht weitere Beispiele hierzu...

Viele Grüße
Maria

Dienstag, 22. Juli 2014

Crowdfunding-Portal für den Sport

Hallo liebe Leser,

vor einiger Zeit habe ich bereits über das Crowdfunding-Portal startnext berichtet.
Wie damals schon gesagt, gibt es immer mehr solcher Portale, die über Crowdfunding spezifischen Branchen helfen wollen, Projekte, Start-Ups etc. zu finanzieren.

Jetzt bin ich aufgrund des Hinweises eines Experten, den ich im Rahmen meiner Masterarbeit befragt habe, auf ein weiteres Crowdfunding-Portal aufmerksam geworden und zwar dieses Mal für den SPORT!

fairplaid heißt das Unternehmen bzw. das Portal.

Hier der Link, damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt.
http://www.fairplaid.org/

Das Prinzip und die Funktionsweise sind ähnlich wie bei startnext, allerdings ist fairplaid auf Sportprojekte begrenzt mit Vereinen als klare Zielgruppe. Mittlerweile konnten dank über 1300 Unterstützern 36 Projekt erfolgreich finanziert werden. Zusätzlich gibt es ein Alleinstellungsmerkmal - nämlich: man kann als Unterstützer Gutscheine bei Unternehmen bekommen - man hat also gleich noch einen persönlichen Vorteil für sich! Super Anreiz-System.

Schaut doch einfach mal selbst vorbei - vielleicht ist ja der Verein aus euer Region auch dabei?

Hier geht es nämlich wirklich um Finanzierungschancen für die kleinen Sportvereine um die Ecke oder die individuellen Sportlern, die tagtäglich um das finanzielle Überleben kämpfen.

Nach jetziger Planung habe ich bei der Masterarbeit auch noch die Chance mit der Geschäftsführerin zu sprechen, ich bin gespannt darauf und freue mich auf den Blick hinter die Kulissen.

Ich werde fairplaid auf jeden Fall mal weiter beobachten, denn ich sehe in dieser Ausrichtung auf den Sport sehr viel Potential und kann mir vorstellen, dass die Zahl der Projekte, Unterstützer und Erfolgsgeschichten in den nächsten Jahren stets anwächst.

Außerdem zeigt das Aufkommen solcher Portale, dass der Sport im Fundraising aktiv ist bzw. wird und kein Schattendasein fristet, wie es oftmals gesagt wird...aber da dies Teil der Problemstellung der Masterarbeit ist, werde ich darüber sicher noch das ein oder andere Mal schreiben.

Viele Grüße
Maria

Freitag, 27. Juni 2014

MovingTwice

Guten Abend,

und wieder bin ich bei meiner Recherche für die Masterarbeit auf eine sehr gute und wirklich kreative Idee des Fundraisings gestoßen. Heute war ein interessanter Artikel zum Thema Spenden in der FAZ.
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/spenden-fuer-wohltaetige-zwecke-mit-apps-wie-moving-twice-12981717.html

Wer von euch kennt MovingTwice?

Es handelt sich dabei im Prinzip um eine Jogging-App, sprich sie zeichnet auf wie viel Kilometer man gelaufen ist. An sich noch wie jede andere Lauf-App. Das Besondere daran ist allerdings, dass für jeden gelaufen Kilometer zehn Cent an ein Hilfsprojekt, z.B. an Plant-for-the-planet gespendet werden. So kann jeder mithelfen, die Welt ein Stückchen besser zu machen, ohne dafür selbst ans eigene Geld gehen zu müssen.

Und ganz ehrlich - steigert das dann nicht auch die eigene Motivation, doch noch die eine 400m Runde zu laufen, wenn dadurch das eigene Lieblingsprojekt noch ein bisschen mehr gefördert wird?

Ich werde es morgen gleich mal ausprobieren und berichte dann von der Benutzerfreundlichkeit der App, sieht aber auf den ersten Blick sehr gut aus.

Die Website ist leider noch recht spärlich an Infos, aber dafür sehr schön und animierend aufgebaut mit Video- und Bildbotschaften. http://movingtwice.com/de/

Finanziert wird das Projekt scheinbar über Sponsoren, wie z.B. comdirect, Bahlsen, TravelWorks u.a.

Vielleicht kommen ja in der Zukunft noch mehr Sponsoren, mehr Läufer und mehr Projekte dazu.

Ich werde das Ganze auf jeden Fall mitmachen, beobachten und darüber berichten.

Wer ist noch dabei beim "Laufen für die gute Sache"?

Euch noch einen schönen Abend

Viele Grüße
Maria

Dienstag, 24. Juni 2014

Sport für Menschenrechte

Hallo,

gerade heute habe ich überlegt, worüber ich meinen nächsten Post schreiben könnte und folgendes ist mir dann zufällig in die Hände gefallen:

Auf Twitter bin ich auf eine Nachricht von Amnesty International aufmerksam geworden, in der auf eine Kampagne aufmerksam gemacht wurde, die ein exzellentes Beispiel dafür ist, wie man Spenden-Sammeln und Sport verbinden kann.

Das Ganze ist ein groß-angelegtes Projekt und nennt sich "Amnesty in Bewegung".
Ganz genaue Infos findet ihr hier: https://www.amnesty-in-bewegung.de

Das Prinzip ist simpel: jeder kann eigene Sport-Projekte einstellen, z.B. einen Marathon-Lauf oder ein Fußball-Turnier, und in dessen Rahmen für die Menschenrechtsorganisation Spenden sammeln.

Gerade über die Einladung von Freunden und Bekannten und das Sporttreiben in der Gruppe wird eine Gemeinschaft und emotionale Ebene geschaffen, in der man sicherlich mehr bewegen und bewirken kann, als wenn Amnesty International eine allgemeine Mailing-Aktion starten würde. Denn über die Einbindung von Freunden und Bekannten wird eine persönliche Bindung zwischen Projektinitiator und der Zielgruppe geschaffen. In meinen Augen ein sehr kluger Schachzug, der durch die Integration in den Sportkontext gleich nochmals an Emotionalität gewinnt. Denn Sport erfährt an sich schon eine hohe soziale Akzeptanz und fördert das Gemeinschaftsgefühl.

Jedes Projekt erhält ein eigenes Spendenbarometer, auf dem man sehen kann, welchen Zielwert die Initiatoren erreichen wollen und wie der aktuelle Stand ist. In der Ewigenliste kann man sehen, dass Beträge von über 23.000 Euro bis hin zu "kleineren" Beträgen im zwei- und dreistelligen Bereich erzielt wurden. Doch insgesamt kommt bei einer Vielzahl kleinere Projekte mit geringeren Spenden eben doch eine große Summe zusammen, die dann wiederum den Zwecken der Organisation zu Gute kommt.

Was haltet Ihr von der Kampagne? Und viel wichtiger, würdet Ihr euer Projekt dort einstellen, um Spenden zu sammeln? Wenn ja, interessiert mich natürlich auch, was für Projekte euch einfallen, ich bin gespannt auf kreative Ideen :)

Viele Grüße
Maria



Donnerstag, 5. Juni 2014

Protest gegen FIFA - Solidar Suisse

Hallo,

wie auf Twitter schon angedeutet, möchte ich heute über eine Kampagne schreiben, die direkt mit der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien zusammenhängt. Solche Themen interessieren mich natürlich aufgrund meines Sportmanagement-Hintergrunds am meisten und sollen ja auch den Großteil der Beiträge im Blog darstellen.

Es handelt sich dabei um die Organisation "Solidar Suisse", die sich für gerechte Bedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern einsetzt und dabei durch verschiedene Kampagnen auf Missstände hindeutet.

Hier der Link zur Kampagne: http://action.solidar.ch/de

Zuerst aufmerksam geworden auf die Aktion bin ich mal wieder bei den News vom Fundraiser Magazin unter folgendem Link:
http://www.fundraiser-magazin.de/index.php/branche-archiv/fairness-bei-der-fussball-weltmeisterschaft.html

Zunächst möchte ich kurz über die Kampagne von Solidar Suisse sprechen und währenddessen immer wieder meine Meinung zu einzelnen Punkten einbringen.

Als allererstes gab es ein Protestvideo auf dem verschiedenste schlimme Fouls der vergangenen Jahre gezeigt wurden. Fazit des Films ist, dass Blatter als FIFA-Präsident das schlimmste Foul 2014 begeht, in dem verschiedene Gruppen von Menschen in Brasilien eben nicht von der WM profitieren, sondern darunter leiden. Als Hauptbeispiel werden hier die StraßenhändlerInnen herangezogen, die ihre Ware im Umkreis des Stadions nicht verkaufen können, weil dort nur Stände bzw. Produkte der Sponsoren erlaubt sind. Daraufhin hat Solidar Suisse dazu aufgerufen, eine Protestmail an Blatter zu schreiben bzw. eine Protestmeldung in den sozialen Netzwerken zu teilen.

Grundsätzlich finde ich die Kampagne sehr mutig, kreativ und richtig! Das soll hier an aller erster Stelle klar sein. Allerdings wirkt es für mich als Sportmanagerin an der ein oder anderen Seite auch etwas einseitig und leicht polemisch. Unumstritten geschieht - auch und hauptsächlich aufgrund der Verträge der FIFA - großes Leid für Teile der Bevölkerung und darauf muss man im Rahmen einer Großveranstaltung aufmerksam machen. Was das angeht, bin ich vollkommen für die Aktion von Solidar Suisse und finde die Umsetzung klasse. Deshalb freut es mich auch, dass nach fast 14.000 Protestmails eine Stellungnahme der FIFA kam und diese wohl 3000 StraßenhändlerInnen ebenfalls erlauben will, Ware an Fans zu verkaufen. Was ich hier schade finde, dass Solidar Suisse auf diese Stellungnahme in den News zwar eingeht (http://action.solidar.ch/de/news), aber die Bemühungen und das Reagieren der FIFA nur am Rande würdigt, sondern in erster Linie jetzt noch mehr Maßnahmen fordert und einen erneuten Shitstorm startet. Sicherlich handelt es sich bei der Reaktion nur um einen Tropfen auf den heißen Stein, allerdings bin ich grundsätzlich auch der Meinung, dass man nicht nur "gegen" etwas sein kann, sondern dass es nach dem anfänglichen Protest, auf dem die Kampagne basiert, jetzt in ein Miteinander übergehen sollte. Solidar Suisse kann stolz auf das Geleistete sein, nun heißt es in meinen Augen "ab an einen Tisch" und schnell und effektiv Lösungen finden. Natürlich beziehen sich all meine Aussagen hier nur auf die Artikel, die ich auf der Website finden konnte, was sich im Hintergrund bei Solidar Suisse und bei der FIFA abspielt, darüber kann ich natürlich nicht berichten. Als Sportmanagerin verstehe ich beide Sichtweisen: die FIFA sorgt nicht nur für die Sperrzonen, um lokale Straßenhändler auszuschließen, sondern hauptsächlich geht es bei diesen Bereichen auch um Sicherheit. Deshalb besteht hier auch Akkreditierungspflicht bzw. können ab einen gewissen Bereichs nur Fans mit Ticket weiter. Nun ist es sicherlich schwierig, allen StraßenhändlerInnen (genannt wurden 100.000) eine Akkreditierung für den Sicherheitsbereich auszustellen. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Sponsoren letztendlich diejenigen sind, die einen Großteil der Finanzierung bereitstellen - für jeglicher FIFA-Aktionen. Die FIFA ist sich meiner Meinung nach ihrer sozialen Aufgabe bewusst und versucht dies auch immer wieder durch diverse Aktionen zu zeigen. Ein nicht unwesentlicher finanzieller Teil wird von der FIFA für soziale Projekte zur Verfügung gestellt - und dieses Geld kommt nun einfach auch einmal aus den hohen Summen, die die Exklusivsponsoren für Weltmeisterschaften etc bezahlen. Ich hoffe doch, dass fast allen die "SayNoToRacism" Kampagnen bekannt sind. Das dies leider aufgrund vieler nicht zu tolerierender Vorkommnisse wie z.B. der Korruptionsvorwürfe nicht immer als erstes mit der FIFA in Verbindung gebracht wird, dafür ist der Verband meiner Meinung nach auch ein Stück selbst schuld. Deshalb ist es logisch und nachvollziehbar, dass Aktionen wie Solidar Suisse gegen den Verband und seinen Präsidenten gerichtet sind.

Was mir persönlich sehr gut bei der kompletten Kampagne gefällt, ist die Verknüpfung des Sports mit den sozialen Themen. So zum Beispiel auch die sogenannte "Torspende", bei der man eine Mannschaft auswählen kann und wann immer diese Mannschaft bei der WM ein Tor schießt, einen bestimmten Betrag für die Zwecke der Organisation spendet (http://action.solidar.ch/de/torspende).

Was mir wie gesagt etwas fehlt, ist das Zeichen, das man gemeinsam Lösungen finden will. Solidar Suisse fordert viel und auch viel Richtiges, aber haben die Verantwortlichen aller Seiten bereits an einen Tisch gesessen und darüber gesprochen, wie man für die Straßenhändler, die keine Akkreditierung bekommen und die ihre eigenen Waren (und nicht lizenzierte Produkte) verkaufen wollen, einen Standort findet? Dies soll keinesfalls eine Verteidigung für die FIFA sein, ganz im Gegenteil, ich bin von der Richtigkeit der Kampagne überzeugt und finde die Idee sehr gut. Allerdings gibt es wie immer und überall zwei Parteien, deren Meinungen beide gehört werden sollten und die einen Kompromiss finden müssen.

Ich meinerseits hoffe auf eine spannende, faire WM und ein herausragendes Fußballfest - nicht nur für die Spieler, sondern für alle: Fans weltweit, die brasilianische Bevölkerung sowie die FIFA und die Sponsoren, damit auch in Zukunft solche Sportereignisse möglich sind und tolle Begegnungen, Erlebnisse und Geschichten entstehen. Vielleicht findet sich ja auch noch ein positiver Ausgang für die Mehrheit der StraßenhändlerInnen - und nicht nur für 3.000 von ihnen.

Was haltet ihr von der Kampagne? Ich bin gespannt...

Viele Grüße
Maria




Donnerstag, 29. Mai 2014

Arne Peper über Frundraising

Hallo,

heute möchte ich euch kurz einen Link zu einem interessanten Interview zeigen.

Unter folgendem Link findet ihr ein Interview mit Arne Peper, dem Geschäftsführer des Deutschen Fundraising Verbandes.

http://www.fundraisingverband.de/information/news/news/news-2014/radiointerview-mit-arne-peper.html

Er sprach im Interview in der WDR5-Sendung "Morgenecho" kurz vor dem Deutschen Fundraising Kongresses diesen Jahres im April über Fundraising im Allgemeinen, Fundraising im Internet (Crowdfunding) sowie die Möglichkeiten für kleine Vereine.

Besonders interessant fand ich seinen Hinweis, dass kleine Organisationen kaum in der Lage sind, von den großen Institutionen wie Unicef, WWF u.a. zu lernen, sondern dafür eher den Austausch mit anderen Fundraisern ähnlich großer Vereine suchen sollten. Genau diesen Aspekt will ich auch in der Masterabeit analysieren, inwieweit diese möglichen Best-Practice Ansätze übertragbar sind. Für kleine Vereine empfiehlt Peper eher die vom Deutschen Fundraising Verband organisierten Regionaltreffen.

Bei Regionaltreffen fällt mir doch auch gleich noch ein Link ein, der für Fundraiser in Baden-Württemberg interessant sein könnte. Am 23.06. findet in Stuttgart nämlich der 6. Fundraising Tag Baden-Württemberg statt. Ein Blick ins Programm lohnt sich allemal und vielleicht schafft es ja auch der ein oder andere daran teilzunehmen. Ich kann leider nicht dabei sein :( aber vielleicht klappt es nächstes Jahr.
http://www.fundraisingtag-bw.de/ 

Ich denke, dieses kurze Interview ist für einen ersten Überblick sehr gut geeignet, um sich dem Thema Fundraising zu nähern. Was denkt ihr?

Viele Grüße
Maria



Mittwoch, 21. Mai 2014

Startnext

Hallo,

heute möchte ich euch die Crowdfunding-Plattform Startnext vorstellen, auf die ich diese Woche aufmerksam geworden bin. Schon beim letzten Post über Original Unverpackt kam ein Link zu dieser Seite vor.

Allerdings möchte ich zunächst kurz klären, was Crowdfunding eigentlich ist...klingt ja wie ein Modewort: Es handelt sich dabei ganz einfach gesagt um eine Möglichkeit an Geld zu kommen, also eine Finanzierungsform. In der Regel wird Geld gesammelt für ein bestimmtes Projekt oder einen ganz konkreten Zweck. Dabei wird das benötigte Kapital (funding) nicht von einer Person/Bank/Investor/.... bereitgestellt, sondern einer großen Masse (crowd). Oftmals erfolgt die Abwicklung, Werbung etc. über das Internet.

Jetzt aber zurück zu Startnext.
http://www.startnext.de/
Insgesamt 10.890.962,12 Euro sind bisher für 1688 Projekte zustande gekommen - gegründet wurde die Plattform 2010. Wahnsinn oder?
Damit ist Startnext die größte Crowdfunding-Plattform in Deutschland.

Ich selbst bin diese Woche auf ein Projekt aufmerksam geworden, dass von drei Studenten meiner Universität ins Leben gerufen wurde und die jetzt Geld dafür sammeln möchten, um ihre Idee unternehmerisch umzusetzen: Schaut es euch doch einfach mal an: es geht darum, bei Geschenken für Freunde, Familie und Bekannte böse Überraschungen in Form von doppelten oder unnützen Geschenken zu vermeiden.
http://www.startnext.de/was-schenkt-ihr

Über solche Plattformen haben innovative und kreative Ideen ebenfalls die Chance, Geld zu bekommen, um ihre Visionen umzusetzen. Hauptsächlich fokussiert sich Startnext auf Künstler, Erfinder und Kreative und hat vor allem in den folgenden Kategorien Projekte: Comic, Community, Design, Erfindung, Event, Film/Video, Fotografie, Games, Hörspiel/Hörbuch, Journalismus, Literatur, Kunst, Kulturelle Bildung, Mode, Musik, Technologie und Theater. Dabei stellt sich für mich die Frage, ob man dies vielleicht noch ausdehnen möchte und sollte, um auch sozialen und sportlichen Organisationen/Ideengebern die Möglichkeit zu geben, über diese riesige Community Gelder zu erhalten. Aber grundsätzlich kann ja auch eine Fokussierung auf wesentliche Zielgruppen ebenfalls sinnvoll sein.

Startnext geht übrigens nach dem Alles-oder-nichts Prinzip vor. Projektinitiatoren müssen ein Funding-Ziel vorgeben. Nur wenn dieses erreicht wird, geht das Geld an sie, ansonsten bekommt es die Community zurück. Somit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Projekte auch tatsächlich eine Chance haben und nicht nur halbherzig mit weniger finanziellen Mitteln als benötigt gestartet werden.
Außerdem gibt es zwei Phasen für Projekte: zunächst eine Startphase und eine Finanzierungsphase.
Innerhalb von 30 Tagen muss eine gewisse Anzahl an Fans gewonnen werden, bevor überhaupt Geld für dieses Projekt eingesammelt werden kann. Erst wenn dies erreicht ist, kommt das Projekt in die Finanzierungsphase.

Beides sind Maßnahmen, um die Qualität des Fundraisings aufrecht zu erhalten und gewisse Regeln und Rahmenbedingungen festzulegen. Ich denke, dass diese Restriktionen Sinn machen, um die willigen Supporter nicht zu verlieren, sondern so viele Projekte wie möglich gut und erfolgreich umzusetzen.

Natürlich gibt es eine Vielzahl weiterer Plattformen.
Eine ganz gute Übersicht findet ihr unter folgendem Link: http://www.crowdfunding.de/plattformen/

Was haltet ihr von Crowdfunding und was sind eure Erfahrungen?

Im nächsten Post werde ich dann mal schauen, was eigentlich die Community von ihrer Unterstützung für Projekten bei Startnext hat...

Viele Grüße

Donnerstag, 15. Mai 2014

"Original unverpackt"

Hallo,

im Laufe der Woche bin ich erneut auf eine sehr spannende Kampagne aufmerksam geworden, die mittlerweile mit Hilfe von Spenden umgesetzt wird. Es hat zwar nichts mit Sport zu tun, trotzdem möchte ich sie euch vorstellen, weil es mir zeigt, dass es immer wieder tolle Ideen gibt, die es zu unterstützen gilt. Und ich hoffe, dass dies ein erfolgreiches Beispiel für Crowdfunding wird, dass zeigt, was gemeinsam möglich ist - egal in welcher Branche.

Vielleicht habt ihr auch schon davon gehört: Original Unverpackt

Zuerst bin ich auf einen Artikel im Stern auf die Idee der Gründerinnen aufmerksam geworden:
http://mobil.stern.de/wirtschaft/news/original-unverpackt-supermarkt-schafft-verpackungen-ab-2109523.html?mobil=1

Es geht um ein neues Konzept zum Einkaufen, und zwar einen Supermarkt ohne Einwegverpackungen. Wer kann sich das denn noch vorstellen? Es reicht ja oftmals nicht, dass unsere Lebensmittel einfach verpackt sind, nein, in vielen Fällen sind sie ja von mehreren Schichten umgeben und beim Abendbrot kämpft man sich durch immer neue "Ideen" der Verpackungskünstler.

Damit soll jetzt Schluss sein!

Hier findet ihr die Website: http://original-unverpackt.de/ 

Mit Hilfe von Spenden konnte mittlerweile genügend Startkapital gesammelt werden, um im Sommer den ersten Laden in Berlin zu eröffnen. Über folgenden Link gelangt man zur entsprechenden Crowdfunding-Seite. Im Moment steht die Unterstützung bereits bei über 80.000€ innerhalb kürester Zeit.
http://www.startnext.de/original-unverpackt

Ich freue mich schon sehr auf die Umsetzung und werde das Projekt auf jeden Fall weiterverfolgen.

Viele Grüße
Maria

Mittwoch, 7. Mai 2014

It is not just about money ....

Hallo,

einen interessanten Ansatz, der mir beim Vergleichen der verschiedenen Definitionen vom Fundraising aufgefallen ist, möchte ich kurz mit euch teilen.

Dabei geht es um jene Mittel, die es zu beschaffen gilt. In erster Linie sind die meisten Menschen dabei auf Geldmittel fokussiert, doch bei professionellen Ansätzen des Fundraisings können auch Sachleistungen oder Dienstleistung enorm hilfreich sein. Diese Form kann auch Non-Cash Assistance bezeichnet werden. Aufmerksam geworden bin ich auf diese Art des Fundraisings im Buch "Fundraising: Professionelle Mittelbeschaffung für steuerbegünstigte Organisationen" von Michael Urselmann (6. Aufl., Springer Fachmedien Wiesbaden, 2014).

Eigentlich logisch: Denn Unternehmen können beispielsweise eigene Leistungen viel besser einem Verein zur Verfügung als Geld. Und jeder Verein bzw. jede Organisation benötigt gewisse Sachmittel oder Dienstleistungen. Ich denke, in Praxis wird diese Art des Fundraisings schon in vielen Vereinen auf einem gewissen Level gelebt. Es gäbe ja auch zahlreiche Möglichkeiten: Zum Beispiel kann eine regionale Wäscherei die Reinigung der Trikots bei Amateurmannschaften übernehmen oder Dienstleistungen wie Steuerberatung oder Buchhaltung werden über diese Kooperationen in Anspruch genommen. Einige Vereins-Webseiten basieren auf solchen Konzepten: da die Einrichtung und der Betrieb von Internetseiten sehr teuer ist, haben sich bei einigen Vereinen bzw. Organisationen Firmen gefunden, die sich tagtäglich mit Online-Services beschäftigen und so auch dem Verein eine eigene Plattform bieten. Die Organisation muss somit nicht die teueren Kosten tragen, da es für die Unternehmen wesentlich günstiger ist als der übliche Marktpreis, den man für eine Internetseite bezahlen müsste.

Allerdings muss man aufpassen, dass es hier nicht zur Verwechselung dieser Spenden mit Sponsoring kommt. Sobald beispielsweise die örtliche Wäscherei als Gegenleistung kostenlos Banner-Werbung am Spielfeldrand bekommt oder Anzeigen im Vereinsheft schalten kann, handelt es sich um Sponsoring und nicht um eine Spende. Sponsoring bezieht immer eine Leistung und Gegenleistung ein. Dies ist vor allem nicht nur eine Begriffsunterscheidung, sondern hauptsächlich die steuerrechtliche Unterscheidung ist in der Praxis relevant (Spende - ideeller Bereich/Sponsoring - wirtschaftlicher Geschäftsbereich).

Als Verantwortlicher sollte man sich also fragen: Was brauche ich tagtäglich und welches Unternehmen oder welche Person kann mir dies bieten?

Ist es wirklich zielführend, überall nur nach finanzieller Unterstützung anzufragen oder können kreative Ideen vielleicht für beide Seiten viel mehr Vorteile bringen? Sicherlich stecken in diesem Bereich noch viele ungenutzte Potentiale, die es zu erschließen gilt.

Ich würde mich freuen, einige gute Beispiele im Bereich Non-Cash Assistance kennenzulernen und freue mich auf Kommentare. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass im Laufe meiner Recherche und Beschäftigung mit diesem Thema noch der ein oder andere Post zu diesem Thema entstehen wird. Dies hier soll lediglich als Gedankenanstoß und erste Anregung dienen.

Viele Grüße
Maria

Donnerstag, 1. Mai 2014

Fundraising-Organisationen in Deutschland

Hallo zusammen,

nachdem ich mittlerweile mitten in der Literatur-Recherche für die Masterarbeit stecke (und nicht nur einmal schlucken musste als mir die Preise für die einschlägige Fachliteratur ins Auge fielen), ist mir auch bewusst geworden, dass Fundraising in Deutschland gar nicht so klein ist, wie die meisten bisher vermutlich angenommen haben. Auch ich muss zugegeben, dass ich die vorhandenen Strukturen und Netzwerke womöglich leicht unterschätzt habe.

Einige Beispiele, die mir heute aufgefallen sind, möchte ich hier auflisten und etwas näher darstellen.
Ich werde die Liste nach und nach vervollständigen.

Fundraising Akademie
http://www.fundraisingakademie.de/
Diese Organisation strebt eine Professionalisierung im Fundraising an und hat verschiedene Angebote für die Weiterbildung von Fundraisern und Organisationen, beispielsweise einen Studiengang oder die Ausbildung zum "CSR-Manager/in (FA)". Auch einzelne Tagesseminare und andere Weiterbildungsangebote werden angeboten.
Hier auch der Link zur vollständigen Programmübersicht: http://www.fundraisingakademie.de/bilden/programmuebersicht/

Deutscher Fundraising Verband e.V. (DFRV)
http://www.fundraisingverband.de/
Dieser Fachverband für Fundraiser und die verschiedensten Organisationen im Dritten Sektor setzt sich in Deutschland für die Rahmenbedingungen im Fundraising ein. So vertritt er beispielsweise im Sinne der Lobbyarbeit deren Anliegen in der Politik und Öffentlichkeit und ist maßgeblich an der Ausrichtung des Deutschen Fundraising Kongresses, der jährlich stattfindet, beteiligt. Aktuell hat der Verband ca. 1300 Mitglieder.

Fundraiser-Magazin
http://www.fundraiser-magazin.de/
Das Fundraiser-Magazin hat mir den eigentlichen Impuls gegeben, mich mit dem Thema Fundraising zu beschäftigen, da ich auf die diversen Ausgaben während der Recherche zur Bachelor-Arbeit aufmerksam geworden bin. Seitdem stöbere ich immer mal wieder auf der Homepage oder lade mir die verschiedenen Ausgaben im Archiv herunter. Hier werden verschiedenste News aus der Branche präsentiert, Hinweise und Tipps gegeben und Informationen gesammelt. Eine wahre Fundgrube :)

Auf den Webseiten alle drei konnte ich wertvolle Informationen und einen guten Überblick zum Fundraising gewinnen. Allerdings habe ich bisher keinen konkreten Hinweis zum Thema "Fundraising im Sport" entdeckt, aber ich bin mir sicher, dass ich auch hier noch auf interessante Kampagnen und Institutionen stoßen werde.

Ich bin mir sicher, dass alle drei genannten in meiner weiteren Literaturrecherche eine wichtige Rolle spielen und freue mich schon auf die weiteren Organisationen, die ich dieser Liste noch beifügen werde.

Viele Grüße und bis bald
Maria

Sonntag, 27. April 2014

"DiBaDu und Dein Verein"

Hallo,

während meiner Literaturrecherche bin ich auf eine sehr interessante Aktion der Ing DiBa aufmerksam geworden, nämlich: "DiBaDu und Dein Verein".

Im Kern geht es darum, dass die Ing DiBa 1000 Vereine mit jeweils 1000 Euro unterstützt.
Vereine können sich und ihre Projekte anmelden und dann Stimmen sammeln. Wer bis zum 03. Juni die meisten Stimmen gesammelt hat und unter den Top-1000 ist, bekommt 1000 Euro.
Die Ing DiBa stellt ebenfalls Vorlagen für Werbematerialien zur Verfügung, damit Vereine auf ihre Teilnahme aufmerksam machen können. Das Ganze sieht auf den ersten Blick sehr strukturiert und gut aus. Die Bank erhält gerade auch durch das zur Verfügungstellen der Vorlagen für Werbematerialien Aufmerksamkeit sowie durch andere Maßnahmen der Teilnehmer, die im Zusammenhang mit der Aktion stehen. Im Vergleich zu anderen Aktionen haben auch recht viele Vereine die Chance, Geld für ihre Projekte zu bekommen, somit werden mehrere soziale Projekte gefördert.

Hier der direkte Link zur Aktion:
https://www.ing-diba.de/ueber-uns/aktionen/

Auch das bekannte Fundraiser-Magazin hat diese Aktion in seinen News beschrieben:
http://www.fundraiser-magazin.de/index.php/aktuelle-nachrichten-archiv/id-1000-euro-fuer-die-vereinskasse.html

Zahlreiche Sportvereine haben sich auch bereits für die Aktion registriert und warten auf Stimmen.
Aus Sandhausen habe ich einen Verein gefunden, der sich bisher registriert hat... aus meiner Heimat in Thüringen (Berka) leider noch keinen. Vielleicht ändert sich das ja noch :)

Etwas kritisch finde ich, dass man zur Abstimmung seine Handynummer angeben muss, ich kann mir vorstellen, dass dies viele interessierte Wähler abschreckt - auch wenn die Bank verspricht, alle Nummern direkt nach der Aktion zu löschen und diese nur für die Abstimmung zu verwenden. Was haltet ihr davon? Ich bin gespannt, ob vielleicht jemand Erfahrungswerte - positiv oder negativ - mit dieser Aktion der Ing DiBa aus den letzten Jahren hat und einen Kommentar dazu schreibt.

Viele Grüße
Maria

Mittwoch, 23. April 2014

Wieso dieser Blog zum Thema Fundraising im Sport?

Hallo,

dieser Blog beschäftigt sich mit dem Thema Fundraising, zu deutsch "Mittelbeschaffung" oder "Mittelakquisition". Ich möchte es im Folgenden mit Spendenmanagement übersetzen.

Jetzt mag sich der ein oder andere fragen, warum ich mich mit diesem Thema beschäftige.
Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich recht simpel. Ich befinde mich gerade in der Schlussphase meines MBA-Studiengangs und schreibe meine Masterarbeit.

Für diese Arbeit habe ich mir das Thema Spendenmanagement im Sport ausgesucht. Der Arbeitstitel lautet: "Fundraising - ein neues Model für den Sport?!"

Die Frage, die sich nun bei manch einem anschließen mag, ist doch sicherlich: wie kommt man auf dieses Thema? Zum Einen bin ich während der Recherche zu meiner Bachelor-Arbeit auf das Magazin "Fundraiser" aufmerksam geworden und habe seitdem regelmäßig die Beiträge darin gelesen. Dort werden verschiedene Spendenkampagnen und Aktionen von Stiftungen und anderen Organisationen vorgestellt sowie theoretische Hintergründe beleuchtet und praktische Tipps gegeben.

Außerdem bin ich während meines Auslandsaufenthalts in England darauf aufmerksam geworden, dass in England und Amerika wesentlich mehr Fundraising-Organisationen bestehen und in diesem Bereich in meiner subjektiven Wahrnehmung "mehr" getan wird. Betrachtet man sich beispielsweise politische Institutionen in Amerika im Zusammenhang mit dem Präsidentenwahlkampf sieht man eindeutig professionelle Strukturen im Fundraising als in Deutschland. Auch weltweit agierende soziale Stiftungen und Organisationen wie  zum Beispiel der WWF oder Greenpeace sind über Spendenbeiträge finanziert.

Da ich Sportmanagement studiere und mich intensiv mit den verschiedenen Sportorganisationen beschäftige, war der Transfer in die Sportbranche nicht mehr weit. Spenden stellen eine wichtige Basis für die Finanzierung von Vereinen dar. Doch im Vergleich zu Sponsoring oder Mitgliederbeiträgen wird meiner Meinung nach dieses Thema unterschätzt und nur nebenbei betrachtet. Vereine beschäftigen sich zwar mit dem Ausstellen der Spendenbelege, allerdings kaum mit innovativen Konzepten, wie man noch mehr Mittel über diesen Weg beschaffen kann.

Deshalb möchte ich in meiner Arbeit überprüfen, ob man allgemeine Spendenmodelle (auch aus den anglosächsischen Ländern) auf den Sport übertragen kann. Das heißt, ich werde Best-Practices aufzeigen und möchte auch Experteninterviews führen, um Einblicke in die Praxis zu bekommen.
Am Ende soll ein Konzept für Sportvereine herauskommen, dass zeigt, wie diese das Spendenmanagement professionalisieren können. Ein weiter Weg also :)

Der Blog soll sich aber eher weniger mit der Masterarbeit an sich beschäftigen, sondern hier möchte ich meine Gedanken zum Thema Spendenmanagement zusammenfassen. Die einzelnen Artikel sollen auch Beispiele aufzeigen, die mich besonders beeindruckt haben oder Vereinen Anregungen geben, was man tun könnte. Um weitere Ideen zu entwickeln, freue ich mich auf einen regen Austausch und viele interessante Kommentare.

Auf geht's :)

Viele Grüße
Maria

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